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zu, und von dieser bis zur allgemeinsten. Allgemein angenommener,allgemein durchgeführter Grundsatz: kein Mensch soll desNotwendigsten entbehren: Nahrnng, Kleidung, Wohnung,Krankenkost. Wer so viel, als zum m enschliche n Leben gehört,sür sich und die Seinigen nicht erwirbt, dem wird so viel ge-geben, als er haben muß, damit er ein Mensch bleibe und keinTier werde. Arbeiten soll der Mensch, und jeder soll sein eigenBrot essen, aber keiner soll durch die Last der Arbeit zu Grundegehen und vertieren. Wer den ganzen Tag, jahraus jahrein,auf dem Webestuhl sitzt, er vertiert*. Das soll keiner, und esist eine Schmach für die Gesellschaft, wenn sie den einzelnendurch unglückliche Lage, die sehr oft eine Folge veränderter Gesetz-gebung oder Welteinrichtung ist, dahin kommen läßt. DieNächstenliebe verlangt noch viel mehr, als ich hier verlange; aberes sei mit der gestellten Forderung fürs erste genug: keiner
* Eine Stelle von F. H. Repmond folge zur Vergleichung:
„Der Mensch mutz arbeite», antworten wohlbesoldete Leute, dis sichselbst nicht überarbeiten. Allerdings mutz der Mensch arbeiten; das wardas erste Strafurteil, das über sein verhängnisvolles Geschlecht gefällt wurde.Es hieß aber nicht, daß er nicht zugleich leben sollte. Er soll nicht lebenbloß zum übermäßigen Arbeiten, sondern er soll nur arbeiten, damit erfromm und froh leben könne. Die Arbeit muß nicht das ganze Lebenfüllen; denn Arbeit ist nicht ohne Mühe, und sich abmühen heißt nichtleben. Arbeiten ist leben, wenn es gemäßigt ist, weil das wohlthuende Ge-fühl der Kraft die Arbeit überwiegt. Aber anhaltende, immerwährende,keine Ruhe gestattende Arbeit wird rein zur Qual."
„Will jemand mehr arbeiten, als er zum eigenen Leben und zumLeben der Seinigen bedarf, so mag ihm das frei stehen. Er muß es sogarthun, um seine und ihre Zukunft zu sichern. Der Gedanke, daß er eineedle Pflicht erfüllt, die Aussicht einer ruhigen Zukunft trocknet ihm denSchweiß. Wenn er aber, ohne diese Hoffnungen, erfolglos und nur deshalb,weil die äußeren Umstände ihn dazu zwingen, sich erschöpfen muß, so istihm der Schweiß nur sauer; der Mensch wird abgestumpft, sein Leben istnichts mehr als ein ängstlicher, peinlicher Traum, aus dem er nur durchden vor der Zeit herbeigeführten Tod erwacht."
„Soll die Menge zur Religion zurückkehren, so muß sie der Sorge undder Arbeit nicht erliegen, sondern sie muß die gehörige Zeit zur Ruhefinden, damit sie die Gedanken auf etwas anderes, als auf die Kartoffelnfür den heutigen Tag richten könne."