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fehlt diesem Geiste das Organ und der Leib, er irrt in der Wüsteumher, brütet Nachtgedanken und Hirngespinste, oder er ver-zehrt sich in den Gefühlen der Verzweiflung. Ohne sie ver-schwindet der Nest von Gemeingeist von ehemals aus derWelt; denn wo man nicht mehr wirke», wofür man nicht mehrthätig sein kann, dafür verliert man den Sinn. Der flachsteEgoismus, der hohlste Kosmopolitismus tritt an die Stelle desBürgersinns, der Bürgerehre und des Geineingeistes. U nd wiewill man auf eine Bürgerschaft wirken, die nirgendsin Organen und Gliedern erscheint?
Darum Organisation der Masse, Organisation desganzen Volks, verständig und zeitgemäß. Ich nenne die Grund-gedanken.
Jeder Bürger, hinab bis zum Tagelöhner, ihn mit einge-schlossen, muß einem kleinen geschlossenen Ganzen, einer Gesell-schaft, einer Korporation — man nenne sie wie man wolle! —angehören. Man vereinige z. B. die Standesgenossen nachgrößeren und kleineren Kreisen, je nach dem Umfange und derTeilung der Städte. Hier hat jedes rechtschaffene Glied derGesellschaft Sitz und Stimme. Sie beraten die Rechte ihresVereins, denken an die Vervollkommnung ihres Gewerbes undstehen einander bei in Rat und That. Ihre Beamten wählensie unter sich nach freier Wahl und deputieren einen oder einigederselben in die Versammlung der Deputierten der einzelnen Ver-sammlungen, damit sie ihren Stand vertreten. Wie in jedemOrganismus giebt es auch im gesellschaftlichen oder socialenOrganismus größere und kleinere, breitere lind engere, tiefereund höhere Lebenskreise, Organe. —
Mit dieser Andeutung ist es genug. Alles andere findetsich von selbst. Aber nicht bloß die Handwerkerstände seien ver-bunden, sondern ebensogut die Ärzte, die Lehrer, die Juristen,die Geistlichen rc.
Eine der wichtigsten Sorgen jedes Standes ist die, daßkeines ihrer Mitglieder verarme. Darum ist es ein Verein zuR at und That. Sie bauen vor, sie heben und helfen einander.Wo ihre Kasse nicht ansrcicht, da schießt die allgemeinere Kasse