Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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Alber, fragen wir, was ist weiter noch geschehen? Oderist das Besagte schon alles? Es ist alles. Zwar werdendie eingezogenen Kassenbuben und ähnliche Leute iu de» Arrest-häusern dieungebrannte Asche" kennen gelernt haben, undhoffentlich zeitlebens daran denken; auch wird es nicht au strengerUntersuchung, nicht au diesem und jenem gefehlt haben; darummeine ich, wenn ich sage, daß Obiges alles sei, damit nurdas, was jedem zu Ohren gekommen, was öffentlich geworden.

Daß man durch verschärfte Gesetze und gesteigerte Strafendie Menschen nicht nmändert, weiß jeder. Der Gesetzgeber istdaran unschuldig. Es ist unmöglich. Daß eine einmalige Er-mahnung wohl einen: einzelnen Exzeß Vorbeugen, aber die Ge-sinnung einer Blasse Volks nicht umgestalten könne, bedarf keinesBeweises. Das aber wäre nach meinem Bedünken die Haupt-sache. Darauf müßte man ausgehen. Das ist's, was, wenigstensin den Anfängen, wenigstens in den Veranstaltungen hätte er-wartet werden können, oder wenigstens jetzt erwartet werdenmüßte. Soviel ich weiß, ist keine Stimme darüber laut ge-worden. Der Tumult ist gedämpft, die Schuldigen sind einge-zogen und bestraft worden, oder harren ihrer Strafe, alles istin das gewohnte ruhige Geleise zurückgekehrt, und wir wandern,nach wie vor, ruhig unseres Weges, ein jeder des seinigen.

Verhält es sich also, dann, sage ich, hat uns der letzte3. August nichts gelehrt, wir haben nichts von ihm gelernt.Nach meinen: Bedünken wäre das sehr betrübend.

Ich habe es erwartet, daß alsbald sich mancherlei Stimmenvernehmen lassen würden über dieses Thema. Es ist nicht ge-schehen. Vielleicht arbeitet man in: stillen ai: einen: großenPlane. Es ist möglich, Gott gebe es! Aber diese Möglichkeit istkeine Wahrscheinlichkeit.

Ich will darüber hinweggehen, voi: wem solches mit Rechtzuerst zu erwarten gewesen oder noch zu erwarten wäre. DieseUntersuchung fruchtet nichts. Aber ich meine, es betrifftjeden. Da ein Tumult des Volkes jeden bedroht, und derUnschuldigste dabei sein Vermögen, seii: Leben einbüßen kann, sogiebt dies einen: jeden das Recht, zu sagen, was er darüber