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1 (1890)
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uügenden Leistungen nicht mehr zureichen wollen in einer bewegtenZeit? Kann man auch Trauben lesen von den Dornen undFeigen von den Disteln?

Der Elementarunterricht und, ihm inbegriffen, der allgemeinekonfessionelle Religionsunterricht kann nur die Anfänge der Ent-wickelung und Bildung bringen. Mag man die Methoden ver-bessern, wie man will, es geht nicht über den Kinderunterrichthinaus. Bis zum zwölften, fünfzehnten Jahre ist und bleibt derMensch ein Kind an.Verstand, wie an Jahren. Lesen, Schrei-be n, R e ch n e n, S i n g e n, K a t e ch i s m u s und einige Bruchstückesogenannter gemeinnütziger Kenntnisse voilä tont, und wennnoch hundert Pestalozzi auftreten. Es ist Kindermerk undwird es, vergesset dies nur nicht! ewig bleiben. Es ist ein not-wendiges, herrliches, heiliges Werk, wo es gut gegeben wird,aber es ist ein Anfang, es ist ein Grund der Bildung, aberdieBilduug selbst nicht. Unerläßlich muß dieser Grund derBildung, eben weil er das Fundament ist, gelegt werden. Aberdie eigentliche Bildung, das Verständnis, die Einsicht, die Über-zeugung, die Lebeusbildnng, ist das Werk der Jahre der Bildung,fällt also über die Jahre der Elementarbildung hinaus. Nur un-reifen, unzeitigen Menschenkindern und Treibhauspflanzen kommtder Verstand vor den Jahren. Und der Verstand ist der Meisterin: Leben. Stoßen wir uns nicht an Schulausdrücke! Ich ver-stehe unter Verstand und Verstandesreife den Grad der Bildungder Erkenntniskräfte, wo von selbständiger Überzeugung die Redefein kann, einer Überzeugungsweise, die den Willen beherrscht.Diese Entwickelung fällt in die Jahre nach dem Konfirmations-alter und n a ch den Schuljahren der Elementarbildung, in welchenwir die künftigen Bürger des Volkes dein Zufall preisgeben.

In diesen Jahren, vom fünfzehnten bis zum vieruudzwanzigstenetwa, gedeiht und reift die eigentliche Zeit der Bildung für dasLeben. Was heißt Bildung fürs Leben?

1) Ke n n tu isderewigen Gef etzeder Religion,derVernunft, wie Bibel und Ethik sie aufstollen.

Glaubet nur nicht, daß es mit euerin Lerneil des Katechismusgenug fei! Was lehrt denn die Erfahrung? Den Jüngling,