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1 (1890)
Entstehung
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unmittelbar gehörend. Auch ließen sich die deshalb zu treffendenEinrichtungen leicht ins Leben rufen, weil die Kräfte dazu vor-handen sind und nicht erst geschaffen zu werden brauche». Es ge-hört dieses mit zu der täglich notwendiger erscheinenden Reorga-nisation der höheren Bildungsanstalten im Lichte undnach den Bedürfnissen derZeit. Doch ich übergehe dies hier.

Ebenso entschlage ich mich der Beantwortung der Frage, wasfür den aufgestellten Endzweck für die erwachsenen Bürger zuthnn sein möchte.

Ich rede nur von der Pflicht, die in dieser Beziehung derVolksschule und dein Volksnnterricht zufällt.

In früheren Zeiten ist von manchem pädagogischen Schrift-steller, auch von einigen Staatsmännern und Philosophen, die

im Staate auch besondere Erziehungsanstalten bestehen; folglich ebensofür die Jugend der Landbauer, wie für die Jugend der Manufakturistenund Fabrikanten; ebenso für die künftigen Knufleute, wie für die künftigenOffiziere; ebenso für die künftigen Künstler, wie für die künftigen Gelehrten.Alle bestehenden unglücklichen Hermaphroditenanstalten wir meinen dieMischlinge von Bürger- und Gelehrtenschulen, die Quodlibetsinstitute fürkünftige Handwerker, Offiziere, Gelehrte, Künstler rc. müssen vereinfachtund auf einen Hauptzweck zurückgeführt, die Schullehrer müssen als Staats-diener anerkannt, gehörig vorbereitet, streng geprüft und gut bezahlt, dieDorfschulen anders als die Bürgerschulen, die Real- (oder höheren Bürger-)Schulen anders als die Gelehrtenschulen (heißen sienunLyceen oder Gymnasien),die Gelehrtenschulen anders als die Militär- (und Kadetten-)Schulen undwesentlich von allen diesen Anstalten verschieden die Hochschulen, die End-und Glanzpunkte der gesamten staatsbürgerlichen Erziehung, organisiertwerden. Allerdings ist dies eine eben solche Riesenarbeit, wie die Umgestaltungeines absoluten Staates in einen konstitutionellen; allerdings ist die Erntegroß, und noch fehlt es an tüchtigen, unverschrobenen Arbeitern, dieweder ungebildet, noch ver-, noch überbildet sind; allein es giebt keinDrittes. Entweder es dauere die überlebte Form des sechzehnten Jahr-hunderts im Schulwesen fort; oder es erwachse der junge Lebensbaum derErziehung, wie ihn das neunzehnte Jahrhundert, wie ihn das konstitutionelleLeben fordert. Nur keine halbe Maßregel, die, wie in der Politik, soauch in der Erziehung durch kränkelnde Pflanzungen sich selbst lähmt; miteinem Wort: kein Flickwerk eines neuen Stückes auf einen alten Schlauch,wogegen schon das N. T. sich erklärt; keine Arbeit in mattem Silber; keinkleinliches Experimentieren derwollenden und nicht könnende» Natur", wieSchiller einst solche Halbheit nannte."