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1 (1890)
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sninmenkvmmen, d. h. in dm Kirchen, die Zwecke, von welchenhier die Rede ist, nicht verfolgt werden, vielleicht auch nicht an-gestrebt werden dürfen, weiß jeder.

Daß unsere Tagesblätter, die jetzt schon ans allen Dörfernund in allen Trinkstuben zu finde» sind, in der angegebenen Hin-sicht nicht viel, oft nicht das Beste leisten, bedarf keines Beweises.

lind daß unsere Schulanstalten, von den Gymnasien herabbis zu den kleinsten Dorfschulen, selbst den bestehenden Gesetzeilgemäß, den heranreifenden Menschen über Staatsallgelegenheitenund öffentliches Leben in Unwissenheit und in fast völliger Nicht-kenntnis belassen, ist allgemein bekannt.

Woher soll nun die nach unserem Bedünken unerläßlich nötigeEinsicht in die Formen lind Gesetze des öffentlichen Lebens deinMenschen kommen? Von selbst pflegt sich das nicht zu macheil,wie sich nichts derart von selbst macht. Darum entdecken wirhier in unseren Volkserziehungs- und Bildnngsanstalten eine wesent-liche Lücke, einen sehr fühlbaren, vielleicht sehr gefährlichen Mangel.

Es mag erlaubt sein, einen Menschen über so wichtigeGegenstände, als die genannten sind, in Unklarheit zu lassen, so-lange er gar keinen Allteil an ihnen nimmt, sich gar.nicht umsie bekümmert, sondern andere Interessen im Leben verfolgt. Abersobald er anfüngt, darüber nachzudenken, ja sobald er dafürzu handeln geileigt wird, so muß man ihm die nötigeEinsicht verschaffeil, damit er die rechten Ziele erkenne lind damitseine Thätigkeit sich nicht auf falsche Pfade verirre. Solches istdie Aufgabe unserer Zeit*.

* Hierher gehört ei» Ausspruch von P ölitz stn seinen Jahrbüchern fürGeschichte und Staatskunst, bei Gelegenheit der Beurteilung der Schrift desGrafen von Drechsel über das baierische Schulwesen):Eine nur zu oftübersehene Hauptursache der vorherrschenden Bewegung liegt in demhinter den Forderungen des Zeitalters weit zurückgebliebenen Erziehungs-wesen. Denn wo das Heranwachsende Geschlecht nicht zeitgemäß gebildet,sondern den veralteten pädagogischen Formen des 16. Jahrhunderts fortanpreisgegeben wird; wo man keine Ahnung davon zu haben scheint, daß inkonstitutionellen Staaten die Schule von der Kirche emanzipiert, das ge-samte Erziehungswesen, von den Hochschulen an bis zu den letzten Dorf-schulen, als ein zusammenhängendes Ganzes organisiert, die Ge-