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Gehör, und deshalb wollen auch wir jetzt einen Gedanken, denderselbe unlängst hat lant werden lassen, näher besprechen. Ersagt: „Es wird eine Zeit kommen, wo inan es nichtmehr begreifen wird, daß es eine Zeit gab, woeinigeüber Hunderttausende und Millionen (nämlich Thaler)kommandierten, während andere, die neben und mitihnen lebten, nicht wußten, womit sie ihre Blößedecken und ihren Hunger stillen sollten." Dieser Aus-spruch verdient nach unserem Bedrucken, nicht nur wegen seiiresUrhebers, sondern auch und hauptsächlich wegen seiires Inhaltes,daß wir ihir näher in Erwägung ziehen.
Aber, möchte jemand einwenden, wozu Untersuchung, .Be-sprechung, Bekümmernis über den Gang, den die Entwickelung desMenschengeschlechts nehmen wird ? Ist eS nicht hinreichend, daß mandie Ereigirisse und die Entwickelungsstufen kennen lcrirt, wennsie eintreten? Läßt sich daran im wesentlichen etwas ändern?Hängt nicht der Ablauf der Geschichte der Menschheit entwederan unsichtbaren Fäden, oder liegen nicht wenigstens die Bedingrur-gen dieser Geschichte über dem Einflüsse der einzelnen Sterblichen?Warum sollen wir uns denn noch, zur Vermehrung unsrer Lebens-bürde, abmühen, den Weg der Entwickelring unseres Geschlechtsin die Dunkelheit künftiger Jahrhunderte oder Jahrtausende hineinzu verfolgen? Ist es nicht viel besser und allein Lebensweisheit,im kleinen Kreise des Guten so viel zu wirken, als Kräfte undUmstände erlauben, und dann die Geschichte des Menschen-geschlechts dem über den Sternen zu überlassen?
In dieser Einrede liegt einiges Wahre; das meiste aberist Schein und Täuschung, wo nicht Produkt engherziger Lebens-ausicht. Aber weil die Teilnahine an der Entwickelung unseresGeschlechts die energische Thätigkeit im kleinen Kreise nicht aus-schließt, und damit jeder Einzelne irr seinem Kreise des Gutenmöglichst viel wirken möge, eben darum wollen wir von jenemGedanken reden. Denn er hat eure pädagogische Seite. Nondieser fasserr wir ihn auf und sprechen darum von der Erziehungder unteren Klassen der menschlichen Gesellschaft.Chateaubriand versichert oder weissagt, daß das Geschick der-selben im Laufe der Zeit zum Besseren sich wenden werde. Es