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zieht, was durch den Elementarunterricht auf der unteren Stufewirklich ermittelt ist. Man kann es daher auch nur billigen, wennLehrschriften, die sich unmittelbar auf die erste Stufe des Ele-mentarunterrichts der Muttersprache beschränken, an dem Schlüsseihres Lehrganges eine übersichtliche, der wissenschaftlichen Dar-stellung sich nähernde Zusammenstellung geben, teils um dadurchdie Grundlegung für den Unterricht in fremden Sprachen zugewinnen, teils um den folgenden, zweiten Lehrgang des höherenElementarunterrichts einzuleiten.
Eine fremde Sprache ist im eigentlichen Sinne des Worteszu erlernen; die Muttersprache aber ist nicht im eigentlichenSinne des Wortes zu erlernen, denn der Schüler kann sie sprechen,wenn er zur Schule kommt; und sollte er nur eine Mundart,nicht rein hochdeutsch sprechen, so hat er doch nur die uicht sehrbedeutsamen Abweichungen der Allgemeinsprache von den Dialektenaufzufassen, was denn freilich zu erlernen ist. Die Hauptsache beider Muttersprache ist das Verstehen derselbe,:; es ist Hauptzweckihrer Erlernung in der Schule. Das Richtigsprechen und Richtig-schreiben sind Folgen des Richtigverstehens; dieses ist eine uner-läßliche Bedingung von jenen. Zum Verstehen einer Sprachegehört wesentlich die innerliche Kenntnis der Wörter, der Wort-formen und der Redeformen. Wörter versteht man entweder durchihre Ableitung aus einer unmittelbar klaren Wurzel, oder un-mittelbar durch den Gebrauch, die Wortformen durch Auffassungdes Gegensatzes der Stamm- und Ableitungsbegriffe und der Ver-hältnisse dieser zu jenen, die Redeformen durch Einsicht in dieBedeutung der Aussageweisen, der Fallformen, der Präpositionenund Konjunktionen, kurz aller der Sprachformen, welche Beziehungenbezeichnen. Dieses Verstehen der Sprache wird auf der Stufedes Elementarunterrichts unmittelbar aus einzelnen Beispielen undSätzen erlernt, welche zweckmäßig gewählt sein, namentlich dieErkennung der Ableitungsbegriffe aus den: Wurzelbegriffe er-leichtern müssen. Wir ersehen daraus, daß, wie Sprechen undDenken Eins sind, so auch Sprachbildung und Verstandesbildungzusammenfallen. Der Sprachunterricht soll nicht bloß zu Denk-übungen benutzt werden, er soll überall selbst eigentliche Denkübungsein. Durch geistbildenden Sprachunterricht lernt der Schiller