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und sachgemäßen Methode zur Erlernung einer fremden Sprachedurch den Schulunterricht geführt werden kann und soll.
Wenn nun zufolge des früheren der Elementarunterricht derMuttersprache auf der unteren Stufe des Schulunterrichts dieAufgabe hat, die dein Schüler geläufigen Formen derselben zumBewußtsein zu bringen, und dafür im allgemeinen bis zur Voll-endung ein Alter von mindestens zwölf Jahren angenommenwerden muß: so ergiebt sich daraus weiter, daß vor diesem Alterder Unterricht in einer fremden Sprache nicht wohl gedeihen kann.Es ist ein unbestrittenes Gesetz der Entwickelung und darumjeder naturgemäßen Methode, daß das Unbekannte nur durch dasBekannte ergriffen und dadurch ein Eigentum des Geistes wird.Übt inan daher eure fremde, ausländische Wortform dem Kindeein, bevor ihm die entsprechende analoge Form iir der Mutter-sprache zur Kenntnis gebracht ist, so fehlt die Handhabe, air derdas Fremde ergriffen werden kann, und ein blind gedächtnis-mäßiges, totes Auffassen der unbekannten, leeren Formen undFormeln ist unvermeidlich, und der Lehrer zu einem geistlosenLehren gezwungen.
Wir setzen daher für die Regel den Anfang der Erlernungeurer fremden Sprache an das Ende des Elementarunterrichts, derkeinem Schüler entzogen werden darf, weil er sich an die Ent-wickelung der Menschennatur anschließt, der Schüler besuche nuneine ausschließlich für den Elementarunterricht bestimmte, odereine für höheren Unterricht! zugleich sorgende Anstalt. Vor deinBeginn des Unterrichts einer fremden Sprache müssen die einzelnenFormen der Muttersprache zur Betrachtung gezogen, ihre Be-deutung nachgewiesen und lebendig ergriffen sem, und es ist eineZusammenstellung der verwandten Formen und eine Übersicht überdas Ganze erforderlich. Für diesen Zweck wird daher in be-schränktem Maße au der Grenze des Elementarunterrichts diezusanunenstellende, ordnende und ableitende konstruktive Methodeangewandt, analog ihrem umfassenden Gebrauch au demSchluffe des gesamten Sprachunterrichts in der Schule überhaupt,so, daß sie dort auf die tieferen, wissenschaftlichen Einsichten undResultate keine Rücksicht nimmt, sondern nur das in ihren Bereich
Diesterweg, Ausgew. Schriften. 2. Aust. I. 11