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Und in welcher belebenden Wechselwirkung stand ich nichtnur mit den entlassenen Zöglingen, sondern mit den Lehrern desRegierungsbezirks, der Provinz! Nicht ohne Kampf und Wider-part gestaltete es sich. Die dortigen Lehrer werden noch wissen,wie sie die Errichtung des Seminars in Mors ansahen, wiewenig Vertrauen sie zu mir hegten, meinend, daß ich mit derAnstalt ihre freie Bewegung hemmen könnte, und was für In-sinuationen und Angriffe auf meine Leute und mich in öffentlichenBlättern, meist anonym, erschienen! Sie wußten nicht, wie weheund auch wie unrecht sie nur thaten, meinem Streben, meinerGesinnung! Aber sie haben es erkannt. Ich habe oft mir zurErmutiguug sagen müssen: „Schwer ist aller Beginn! Aber wergetrost fortgeht, der kommt an!" Ja, ich kam an, ich gelangtezu dein Ziele, daß die Lehrer einsahen, wie das Wirken desSeminars mit ihren: Wirken eins und dasselbe sei. Und vonder Zeit an habe ich dort selige Stunden gelebt. Noch in derErinnerung feiere ich sie. Sie gehören zu den: kostbarsten Ge-halte meines vergangenen Lebens.
Ich sage nur dieses jedesmal, wenn der Augenblick derGegenwart schwer auf mir lastet, wenn die Sonne brennt undsticht und ich gegen den Stachel löcken muß. Ich sage es zurErmunterung für alle Seminarlehrer, damit sie in der Richtungdes Zusammenlebens und gemeinsamen Wirkens mit den Lehrernund ihren: Streben beharren und sich darin befestigen. Man ge-hört den: Ganzen an, das ist sehr richtig. Aber zunächst hatder einzelne die Aufgabe, für die Interessen seines Standes zuwirken, versteht sich, in edler Richtung und zun: Gewinn fürdas Ganze. Nun sind fast aller Orten die Lehrerverhältnisse be-schränkt und gedrückt, in tieferer Potenz stehend, als es für diePersonen und die Sache gut ist; darum soll jeder Lehrer, be-sonders der Seminarlehrer und der Direktor eines Seminars, dieLehrerverhältnisse zu heben suchen, darum sich in seinen: innerstenBewußtsein als Lehrer fühlen. Er ist nicht zunächst und zu-oberst ein Geistlicher, sondern ein Lehrer, und sehr einseitigist es, wenn einer sagt: „mein Standpunkt ist ein religiöserund von dem aus betrachte ich alles," wein: dieses in der Regelnichts anderes heißt, als: ich bin ein Theologe und befördere