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1 (1890)
Entstehung
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daher die Bestrebungen der Kirche; der Standpunkt des Lehrersist der pädagogische, kein andrer. In ihm ist der religiöseenthalten, er ist der oberste, aber er ist nicht der einzige, undwie die Dinge sich gestaltet haben, bezeichnet jene Rede eine Ein-seitigkeit. Des Seminardirektors nächste und erste Freunde sinddie Schullehrer; sein Herz muß ihnen sich widmen. ,Nichtdurch einen gemachten Grundsatz, eine erdachte Maxime, «oderals Lebensklugheit, sondern in dem Sinne des großen, dem er-habenen Manne in der Stunde der Gefahr ausgepreßten, seintiefstes Innere offenbarenden, königlichen Ausspruchs:

Ich kann nicht anders," beifügend gegen den Widersacher:Gott helfe mir, Auren." Amen!

14.

Hamburg, den 16. Juli.

Gestern früh reiste ich von Eckernförde ab. Es war Zeit.Mein Blut war heiß und es ging mir im Kopfe herum, wiewenn ich im Drillstuhl gesessen hätte*. Auf den dänischenInseln und an den Küsten ist das Klima höchst veränderlich.Am 12ten hatten wir mittags 22, abends 9 Uhr 11 Grad.

Ich ging zu Fuß von Eckernförde nach Kiel. Wir Lehrersitzen viel zu viel und leben fast nur in der Zimmerluft. Darumbringen uns nicht die Reisen in Schnellwagen und auf Dampf-schiffen die nötige Erfrischung und Stärkung, sondern nur dieReisen zu Fuß. Ich habe deshalb fast jedes Jahr eine Wan-derung zu Fuß gemacht. Die Erfrischung ist im Allgenblickenicht so groß, als wenn man fährt, weil man müde wird, be-sonders in den ersteil Tagen; aber nachher ist sie nachhaltigerund man verspürt ihre Wirklingen noch nach Monaten, oft, vomSommer her, erst recht gegen Weihnachteil. Auch lernt man nurdurch Fußwanderungen das Land kennen, in dem man reist.Auf den Eilwagen fliegt man schon halb durch die Fluren;kommen erst die Eisenbahnen und Dampfwagen auf, so siehtman gar nichts mehr. Alles ruhig behagliche Reisen hat dann

* Eine Folge der in Eckernförde empfangenen Eindrücke über diewechselseitige Schuleinrichtung.