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ihm eignen Humanität. Diese verschob sich durch die Hindernisse,die ich oben namhaft geinacht habe, und so bin ich denn, mitdem vorliegenden Plane, bereits auf der Reise. Ich liebe selten,bestimmten Plan, objektive Zwecke. In die Welt hinein reisen,um die Welt zu sehen, es ist nicht meine Sache. Solches gefälltder Jugend, z. B. den Studenten, die in idealer, oft mich träu-merischer Richtung, unbekümmert um Gewinn oder Verlust derZeit, von Ort zu Ort wandern, befriedigt durch das Wandernselbst; oder es gehört ein hoher, freier Standpunkt dazu, wenninan die durch Reisen zu erzielende allgemeine Bildung allein in:Auge hat. Ein so freier Standpunkt, eine so freie Stellung wirdselten oder nie dem Schulmanne. Ich stehe nicht auf demselben.Will ich mich befriedigt fühlen, so muß ich wissen, warum ichdas thne, was ich thue. Selbst Natur- und Kunstgenuß an undfür sich, Vergnügen und Amüsement, wie die Leute es nennen,ist mir nicht genug. Ich muß den Nutzen für mein Amt, oderfür Körper und Geist einsehen, begreifen, wenn ich zufrieden seinsoll. Es ist ein beschränkter Standpunkt, ich sehe es ein, aberer ist ein, dem ernsten Gange meiner Lebensrichtung entsprechen-der, notwendiger. Darum fesselt mich jedoch der mir bei dieserReise vorliegende spezielle Zweck nicht, sondern er dient zu meinerBefriedigung. Ihn werde ich erreichen, selbst wenn ich keinenandern (Neben-) Zweck erreiche, z. B. nichts Merkwürdiges sehen,keine interessanten Bekanntschaften machen, mich selbst leiblichnicht recht erfrischen sollte. Aber engherzig beziehe ich auch nichtalles auf jenen Zweck. Ich will alles, was mir merkwürdigscheint und ohne zu große Schwierigkeit zugänglich ist, sehen,genießen, erleben. Ich betrachte nicht den Tag für verloren, andem ich nicht Schulsachen durchdacht oder Schuleinrichtungen ge-sehen habe. Wenn nur der Hauptzweck Hauptsache bleibt! OhneAbsicht bezieht sich doch alles auf die dem Schulmanne eigeneRichtung. Wie keiner, so ist dieser am wenigsten ein Universal-oder Normalmensch. Dazu sind die Schulverhältnisse zu enge,enger als gut ist. Nicht leicht entgeht daher einer der Pedanterie.Reisen sind ein heilsames Gegenmittel. Sie lösen die Schul-bande, erweitern den Gesichtskreis, wischen den Schulstaub von