Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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Dingen und Beschaffenheiten der Dinge der äußeren Welt erregtwird. Jedes dieser Systeme, z. B. das des Gesichts, des Gehörs rc.,besteht aus einer unbestimmten Zahl von Urvermögen,welche die Fähigkeit besitze», von bestimmten Eigenschaften, z. B.den verschiedenen Farben, gereizt zu werden. Diese sind inso-fern bestimmt, daß jedes System nur für eine bestimmte Art vonGegenständen empfänglich ist, z. B. die Urvermögen des Gehörsnur für Schälle, nicht für Düfte, Formen, Farben rc. In jedemdieser Systeme finden wir von Anfang an drei individuell be-stimmte Gruiideigeuschnfteu:

a) eineu gewissen Grad vou Reizempfänglichkeit;lft eiueu gewissen Grad vou Kräftigkeit, wovon die Voll-kommenheit der Auffassung und der Aneignung des Reizes,wie auch das Festhalten und die Reproduktion desselben,abhängt;

a) einen gewissen Grad von Lebendigkeit. Durch sie wirddas Maß der Schnelligkeit, sowohl der ursprünglichen Auf-nahme und Aneignung, als der Reproduktion bestimmt.

Diese drei Grundeigensch asten sind, außer der unbe-stimmten Menge der Uranlageu, das Angeborene der Seele.Sie kommen in jedem Gruudsysteme vor, und sie können in denUrvermögen der einzelnen Grundsysteme in den verschiedenstenGraden Vorkommen. So finden wir in demselben Individuumeine hohe Reizempfäuglichkeit des Gesichtssystems häufig mit einerschwachen des Gehörsystems vereinigt; in einem andern hoheKräftigkeit der Uranlageu des Gehörsystems mit schwacher Kräftig-keit des Geschmacksystems u. s. w.

3. Außer den: Bishergeuannten: den Urvermögen in gewissenGrundsystemen und den genannten drei Beschaffenheiten in jedemderselben ist der menschlichen Seele nichts angeboren. Alleübrige» Anlagen der ausgebildeten Seele müssen erst entstehen.Sie entstehen nach dem allgemeinen Entwickelungsgesetze: daßvon allen psychischen Thätigkeiten, welche miteiniger Vollkommenheit gebildet sind, auch wennsie aus dem Bewußtsein verschwinden, eine Spurim Junern der Seele zurückbleibt, welche eine Anlage