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zu bestellen, Wohnungen z» bauen und Werkzeuge aller Art zuverfertigen. Daß der Mensch, gleich Robinson, selbst Erfindungenmachen könne und gemacht habe, hatte das Menschengeschlechtvergessen. Unter seinen Augen ereignete es sich zwar täglich,aber man glaubte dennoch den Mythen und Sagen von der alte»Welt und der Urgeschichte der Menschen.
Dies ist mich die Geschichte der religiösen Erkenntnisse. Daßauch sie, oder, um uns gemäß dein Zustande der Wissenschaft derGegenwart anszudrttcken, etwelche aus dem menschlichen Geistestammen, daß er durch allmähliche Entwickelung auch das Gött-liche zu ahnen, zu vernehmen, menschlich zu erkennen imstandesei, hat man sehr spät eingesehen. Es gab Zeitalter, wo mandem Menschen alle Befähigung dazu absprach und die ganze Re-ligion, jeden Lehrinhalt, nicht nur das positive Dogma, sondernauch alle moralischen Wahrheiten ans unmittelbar übernatürlicherQuelle ableitete. Hier ganz klar zu sehen, ist gewiß eine schwereAufgabe, die Verschiedenheit der Ansichten und der Kampf leiden-schaftlicher Gemüter daher erklärlich. Wir stehen noch mitten indemselben, und Snpranaturalismus und Rationalismus heißen dieHauptfahnen, unter welchen die Parteien fechten. Gemäß derzu Anfang bezeichneten allgemeinen Entwickelung der Wissenschaftenist es unschwer voranszusagen, in welcher Weise die Konstruktionder Religionslehre in der Zukunft, die zum Teil schon Gegenwartist, erfolgen werde.
Die Geschichte der Religion ist auch die Geschichte derSprache. Gott, lehrte man noch vor nicht lang verflossenen Jahren,trat zu den ersten Menscheil und gab ihnen die Sprache, er impftesie ihnen ein als erster Sprachmeister. So meinte mail, obgleiches in der ältesten Urkunde ausdrücklich heißt: Er führte deinMenscheil die Tiere vor, damit der Mensch sähe, wie er (derMensch) sie nenncte; denn wie er sie nennete, so sollteil sie heißen.Hier tritt also der Mensch selbst als Sprachschöpfer auf. Herder-Hat in seiner berühmten Preisschrift diese Allsicht als ein un-widerlegliches Faktum hingestellt, gemäß der Natur des mensch-lichen Geistes, der nichts seinem Urwesen Fremdartiges anznnehmen,keiil Wort aufzufassen und festznhalten, viel weniger zu gebrauchen