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1 (1890)
Entstehung
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unterricht Vorarbeiten zu können. Alles leeren Schulkrams, allerabstrakten Regeln lind jedwedes hohlen Wortwerks haben wiruns aber ein für allemal zu entschlageu. Demi nur so bringenwir lebendiges Wissen in unser» Geist und geben unser» SchülernBildung für das Leben.

Der Satz: daß alles wahre Erkennen ans der unmittelbarenAnschauung ruht, ist einer tieferen psychologischen Begründungnicht bedürftig, doch fähig. Manche Philosophen der neuerenZeit, besonders die aus der Schule KantS, haben diese Ent-wickelung gegeben. Der Verstand ist an sich ein ganz leeresVermögen; er ist die Kraft der Selbstbestimmung in dem Er-kenntnisvermögen. Seinen Gehalt nimnit er ans zwei Quellen:aus der uumittelbareu sinulicheu Erfahrung und aus der Ver-minst, welche die allgemeinen Gesetze und Formen der Er-kenntnis als Anlage enthält. Daraus folgt, daß jede begriff-mäßige Erkeuntnis (als Verstaudesthätigkeit) sich entweder demeinzelnen (Konkreten) oder dem Allgemeinen (Formellen) zuwendet,und daß der Verstand beide vermittelt. Wenn wir nun be-haupten, daß die Anschauung zu jedem wahren Erkennen unent-behrlich sei, so sagen wir bannt nicht, daß die menschliche Seelenichts anderes denken könne als das Anschauliche, sondern dies,daß das Anschauliche als Hebel der Entwickelung und Erfassungdes in der Vernunst liegenden Allgemeinen ganz unentbehrlichsei. Das Anschauliche ist daher einmal der Inhalt der Er-kenntnis, und zweitens der Faktor der Entwickelung des All-gemeinen, damit dasselbe vor das klare Bewußtsein gezogen werdenkönne. Das Prinzip der Anschaulichkeit des Unterrichts ist daherin materieller und formeller Hinsicht die Basis und Bedingungaller rationellen Bildung; jenes für das niedere oder empirische,dieses für das höhere oder philosophische Erkennen.