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oder der höheren Schule, welche, gemäß dem Alter der Schüler,die Anleitung zum abstrakten Denken gibt. Diese könnte inandaher die Schule des Denkens, die Elementarschule die Schuleder Anschauung nennen. Jene kann sich glücklich schätzen, wenndiese, ihrer Bestimmung getreu, dem Knaben überall zu lebendigen,unmittelbaren Anschauungen verholfen hat. Denn alsdann istdie Basis fest gelegt, ans der sie ihr abstraktes Gebäude sicheraufsühren kann. Hat aber die Elementarschule, ihre Aufgabemißkennend, in das Geschäft des Gymnasiums oder einer andernhöheren Schule übergegriffen, und das Gedächtnis des Schülersmit abstrakten Begriffen und unverstandenen Lehrformeln voll-gestopft, so tritt der Schüler schlecht vorbereitet in die höhereSchule; seine Sinne sind stumpf geblieben, der Geist ist ver-dnmpft, und überall fehlt es an der unerläßlichen Bedingung zueinem sicheren Fortschritt. Es bleibt dann den Lehrern derhöheren Bildungsstufe nichts anderes übrig, als zu elementarischerBehandlung der Gegenstände znrückzuschreiten, was aber in derRegel nur sehr schlecht gelingt. Denn die Lehrer unserer höherenSchulen sind in der Regel an wissenschaftliche, d. h. abstrakte.Behandlnngsweise ihrer Fächer gewöhnt. Darum ist es nichtnur für das Leben, sondern auch für die höheren Schulen vonder umfassendsten Wichtigkeit, daß die Elementarschulen ihre Aus-gabe vollkommen begreifen und lösen, und dem Gymnasiallehrerüberlassen, was seines Amtes ist. Daß es nun nicht meineMeinung sein kann, als habe das Gymnasium alles anschau-liche Unterrichten zu vermeiden, braucht hier nicht weiter aus-einander gesetzt zu werden. Gemäß der Entwickelung des. Geistessoll der Unterricht dein Gesetze der stetigen Stufenfolge huldigen,also den Anschauungsunterricht allmählich auf die Stufe desDenkens erheben und die Begriffe stets aus die gewonneneil An-schauungen beziehen. Für uns Elementarlehrer entsteht aber diewichtige Aufgabe, unsern Geist selbst mit reicher Fülle lebendigerAnschauungen zu befruchten, um unsere Kinder zu anschaulichemLernen anleiten zu können. Natürlich werden wir mich, womöglich, in das Reich des eigentlicheil Denkens hinanfsteigen, umauch iil dieser Beziehung dem Leben und dein höheren Schul-