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der Entwickelung der Gefühle und Bestrebungen, welche Einsichtnur der besitzen wird, der mit klarem Bewußtsein sein eigenesInnere durchforscht hat. Demnächst, daß der Lehrer ganz imlebendigen Besitze religiöser Erregungen sich befinde, so daß erim Augenblicke des Unterrichtes unmittelbar die entsprechendenreligiösen Erregungen in der Kindesseele Hervorrufen könne.Tenn wer in andern Neues, noch nicht Vorhandenes Hervorrufen,in ihnen eine geistige Zeugung bewirken will, muß dieses zuerstselbst in sich zur Entwickelung und Reife gebracht haben. DieErweckung des religiösen Lebens in andern setzt also den Besitzdesselben in den: voraus, welcher es erwecken will. Wenn derSatz, daß keiner gebe» könne, was er nicht hat, irgendwo gilt,so hier in dem strengsten Sinne des Wortes. Das religiöseLeben entzündet sich am ersten und sichersten an dem religiösenLeben anderer, d. h. da, wo es das Innerste des Menschen durch-drungen, aus ihm herausgewachsen, mit seinem Geiste ganzidentisch geworden, so daß sich der Geist und sein Leben in derWirklichkeit gar nicht voneinander scheiden lassen, weil sie einsund dasselbe sind.
Alles soll anschaulich gelehrt, alles auf die unmittelbarenAnschauungen, deren Objekte entweder i» der inneren Welt durchden inneren Sinn, oder in der äußeren durch die Sinnorganeden: Geiste zugeführt worden sind, bezogen werden. Denn siebilden die alleinige Grundlage aller andern Vorstellungen, derBegriffe, Ideen, Urteile und Schlüsse, welche ohne jene zu ab-strakten Schemen, hohlen Formen und ausgekernten Hülsen, alsozu leerer Spreu werden. Das Denken in: engeren Sinne desWortes, in welchem sein Inhalt den Vorstellungen, die man An-schauungen nennt, neben- und der Würde (Dignität) nach über-geordnet ist, entwickelt sich nach der "Natur des menschlichenGeistes von selbst aus den Anschauungen heraus, sobald mit denreiferen Jahren des Knaben und Jünglings die Periode des eigent-lichen Denkens eintritt. Die-Elementarschule hat daher durcheinen allseitigen Anschauungsunterricht ihre Aufgabe gelöst, undsie übergibt den also gebildeten Schüler entweder dem Leben,in welchem er sich seine Begriffe lind Regeln schon bilden wird.