Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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des äußereil Lebens und der geistigeil Thätigkeiteu und Belehrungdarüber, damit der Geist ein klares Bewußtsein über diese Dingeerlange. Daß nun alle wahre Kenntnis der Natur sich ans An-schauungen gründe, ist eine so einleuchtende, unmittelbare Wahr-heit, daß man vermuten sollte, der Unterricht über die Dingeder Natur selbst habe nie diesen einzigen Weg zum Ziele ver-lassen. Und dennoch! Wie wird nicht auch heutiges Tagesnoch häufig die Naturgeschichte, die mathematische Geographie,die andere Geographie, die Physik gelehrt! Naturgeschichte ausBüchern oder durch Wortbeschreibungen ohne Anschauung derDinge selbst, allenfalls mit Benutzung einiger Kupfer, oder mitVoranschickuug einer systematischen Übersicht, des Systems, seies ein künstliches oder sogenanntes natürliches, also Mineralogieohne Mineralien, Pflanzenkunde ohne Pflanzen, Tierkunde ohneAnschauung der Tiere und ihrer Verrichtungen, Physiologie derPflanzen und Tiere ohne irgend eine Beobachtung der Verrichtungenin den Organen der Pflanzen und Tiere mathematische Geo-graphie ohne Anschauung des Horizontes und der Bewegungenvon Sonne, Mond und Sternen gewöhnliche Geographieohne Auffassung der dem Auge vorliegenden Verhältnisse in derHeimat, demnächst oft ohne Globus und ohne veranschaulichendeKarten Naturlehre ohne Beobachtung einzelner Erscheinungen,ohne Versuche und Experimente, d. h. allgemeines Regelwerk,dessen Verständnis ohne Auffassung des Unmittelbaren, Erlebten,doch rein unmöglich ist kurz alles dieses, was doch nur eineWahrheit hat, wenn es aus der Anschauung gewonnen worden,ohne sie. Daß nicht alles, was wünschenswert wäre, innerhalbenger Schulwände geleistet werden kann, weiß ich sehr gut; aberdas Prinzip steht fest, und wer es zu befolgen weiß, kann, auchin der dürftigsten Beschränkung, vieles leisten, was die Methodeverlangt. Man führe dein Schüler möglichst vieles einzelne un-mittelbar vor und veranlasse ihn zu direkten Wahrnehmungenund deren Darstellung durch passende Worte: Anschauung undBeschreibung einzelner Mineralien, Pflanzen und Tiere, An-schauung der Verhältnisse und Erscheinungen auf der Horizont-fläche, auf der er lebt, und an seinem Himmel, Beobachtungen