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geben mag, sondern mit dem von den Voreltern Erworbenenstill tot zufrieden ist, und keine Sehnsucht kennt, als die, daßandere ihn in dein stillen Besitze seiner vermeintlichen Herrlich'ketten nicht stören, also, wer nichts will, nichts erstrebt, derallein schließt sich von der Kultur seiner Zeit, die aber ohnelebendigen, thätigen Geist nicht gedacht werden kann, völlig aus,uud er gleicht einem abgestorbenen Glieds an einen: lebendigenLeibe. Ans welche Gegenstände sich aber sein Streben werfe,ob auf die Erhöhung der Kultur des Bodens, oder aus dieVeredlung der Sitten, oder auf Wissenschaft, Kunst, Gesetz-gebung und Verwaltung des Staats, gleichviel, wenn er nurseine Kräfte zu den Gleichgesinnten schart, die durch vereinteThätigkeit ihre Zeit eine Sprosse auf der Leiter zur Kulturhöher hinaufführeu. Alsdann ist er ein getreuer Sohn seinesVaterlandes gewesen, und er hat nicht umsonst gelebt.
Aus der Bemerkung, daß die Kultur einer Zeit niemals alsruhend oder vollendet gedacht werden dürfe, folgt dann, daß dieabsolut höchste niemals von irgend einem Volke erreicht werdenwird. Denn diese Kultur bleibt, wie die Bestimmung des Menschen,ein Ideal; also auch darum ist der Begriff der Kultur ein niezu vollendender, ein ewig fließender. Dein höchsten Ideale kannman sich nähern, und einige Völker haben sich ihn: genähert, wennauch nicht in allen, doch in einigen oder in einer Richtung. Dennwie es zu den seltenen Erscheinungen gehört, wenn ein Menschin mehreren Gebieten menschlicher Thätigkeit zugleich sich hervor-thut, so mag auch nicht leicht ein Volk gleichmäßig in allenRichtungen der Kultur fortschreiten. Ein ganzes Volk zählt hier-in der Reihe der Nationen wie ein Individuum. Jedes kann einegewisse Vollendung erreicht haben, aber in mehr oder wenigereinseitiger Entfaltung, die ihre Ergänzung von den übrigen einpfängt uud zu deren Ergänzung beiträgt. Die allgemeine Kulturdarf daher nicht in einer Nation allein, sie muß in allen, die mit-zählen, zugleich gesucht werden. Unleugbar leben wir in einer Zeit,wo diese Ansichten, daß sich die Nationen als Glieder der großenMenscheufamilie anzuseheu haben, sich weiter und weiter verbreiten,und wenn die Worte: UNION 6t amitik clss pouplss, s^inpatliio
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