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Gebäude, der Festungen nnd sämtlicher Verteidigungsanstaltendes Staates gegen innere und äußere Feinde, der Arureir-austalteu u. s. w. gemessen wird. Die gesellschaftliche Ro-heit besteht in dieser Beziehung in dem Mangel oder in derschlechten Beschaffenheit aller dieser Anstalten.
14. Noch wichtiger für die gesellschaftliche Kultur ist die Form desöffentlichen Lebens in betreff der Staatsversaffung, der Ge-setzgebung und der Verwaltung und ihrer Übereinstimmungmit dem übrigen gesamten Kulturzustand in Sitten, Gebräuchen,Lebensweisen und mit der Bildung in Wissenschaft, Kunst undLebensbildung überhaupt. Das letztere ist von entscheidenderWichtigkeit. Nicht von absolutem, sondern von relativemWerte ist die Konstitution des Staats, indem sie durch denGrad der Kultur des einzelnen Volkes bedingt ist. WelcheStaatsverfassung die beste sei, läßt sich daher nicht im all-gemeinen, sondern nur in Bezug auf den Gesamtzustandeiner Nation zu einer gewissen Zeit bestimmen. Alls denverschiedenen Stufen der Kultur treten in dieser Beziehungandere und andere Bedürfnisse auf. Im allgemeinen läßtsich nur sagen, daß Despotismus auf der einen und Anarchieauf der andern Seite in sozialer Hinsicht die Erscheinungender Roheit ausmachen.
15. Dieses sind nach meinem Ermessen die Hauptrichtungen derKultur einer Nation. Sie geben daher den Maßstab ab, nachdem der Grad der Kultur des einzelnen Volkes und die Pa-rallele zwischen mehreren abzumeffen ist. Begreiflicherweisenimmt nicht jeder einzelne an allen Richtungen der Kulturseiner Zeit Airteil, aber alle kommen ihm, wenigstens mittel-bar zu gut. Jeder hat nun an der Entwickelung der Kulturseines Volkes lebhaft Anteil zu nehmen, je nach dein Maßeseiner Kräfte und seines Standpunktes iir einer oder in meh-reren Richtungen zugleich. Dieses Merkural: das Streben —ist das untrügliche Merkural für deir einzelnen, daß er vorrder Kultur seiner Zeit ergriffen sei. Der Mensch, der kul-tivierte zumal, ist wesentlich ein strebendes Wesen. Werden Kreis seines Lebens und seiner Thätigkeit nicht weiterführen, seinen Beitrag zum allgemeinen Fortschritt nicht her-