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Brandung —
(an 2V) sind meist in den Schriften der Peters-burger Akademie der Wissenschaften gedruckt undbeziehen sich ans mannigfache Gebiete der Zoologieim weiteren Sinne: Expcrimentalphysiologie (Her-zen niederer Thierc), allgemeine Morphologie u.Zootomic (Hirngewicht, Eierstöcke und Eibiidnng,Rüiriostoma), Histologic(8ipnnou1us, Ooriplaneba),Embryologie (Jnsectcn), Systematik (Cyamiden),Paläontologie (fossile Medusen). 3) 4) Regnet.
Brandung, der Wellenschlag, welcher dadurchentsteht, daß die Wellen in ihrer Vorwärtsbeweg-ung an einer Erhöhung des Meeresbodens Wider-stand finden, wie dies an der Küste u. an, über od.unter Wasser liegenden Klippen oder Sandbänkender Fall ist. Drc Stärke der B. richtet sich nachder Kraft der Wellen, dem Product ans ihrerMasse u. Geschwindigkeit, bedingt durch vorhandeneWindstärke n. Sceraum; dagegen hängt die Höhen. Länge der B. von der Steigung n. Höhe desWiderstandes ab, d. h. je steiler und höher dieKüste, desto höher aber kürzer, u. je flacher n.niedriger jene, desto niedriger aber länger istdie B. Flache Küsten sind daher auch ans demGrunde, daß die B. weiter in die See hineinreicht, der Schifffahrt gefährlicher, als steile. Inder Schiffssprache sagt man, das Wasser brandet,wo B. Lurch unter der Oberfläche liegende Untiefenerzeugt wird.
Brandwache, 1) s.n. Feuerwehr. 2)(Kriegsw.)Wache hinter dem Lager, um auf die WachNeucr,Arrestanten n. Gegangenen Acht zu haben, auchetwaige Versuche des Feindes zu Überfällen znsignalisircn.
Brandwunde, durch Verbrennung (s. d.) ent-standene Zerstörung der Haut; bei den leichteren(1. n. 2.) Graden der Verbrennung gewöhnlichnur eine Zerstörung des Oberhäntchens (der Epi-dermis), in den schweren Fällen (Verbrennungen3. Grades) eine Zerstörung eines Thcils derganzen Haut, zuweilen selbst noch der darunterliegenden Wcichtheile od. sogar eines ganzen (Ar-mes oder Beines). Berns.
Brandy (engl.), Branntwein.
Brandywynr, 1) (Brandywync-Hundred) Ortim County Newcastle des nordamerik. Nnions-staates Delaware; Mahl- n. Pnlvermühlen; 5000Ew. 2) (Brandywync Creek) Fluß daselbst, inden Staaten Pennsylvanien n.-Delaware; ergießtsich bei Wilmington in die Christians Creek. Anihm im NAmerikanischen Freiheitskriege II.Sept.1777 siegreiche Schlacht der Briten gegen dieAmerikaner, wodurch diese Philadelphia verloren.
Branc Pion ton, Sorte rother Bordeaux.
Branford, Poststation u. Seehafen im New-Haven County des nordamerik. UnionsstaatesConnecticut; besuchter Badeort; 3571 Ew.
Branicki, 1) Jan Clemens, Graf, polnischerGeneral, gcb. 1088, ans einem alten Adels-gcschiechte Polens stammend; stand erst unter denfranz. Monsgnctaires, kehrte 1715 nach Polenzurück n. war thätiges Haupt der Conföberarion,welche den König August II. nöthigtc, die sächs.Truppen znriickzusendcn. Dennoch stand er beiAugust II. in Gunst n. ward unter August III.Großtronfeldherr. Nach dem Tode Augusts III.(1764) hoffte er durch französischen Einfluß den
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polnischen Thron zu erlangen, was jedoch Rußlandvereitelte. Von den Russen u. Polen mehrmalsgeschlagen, flüchtete er nach Zips, erkannte aberseinen Schwager Poniatowski, Stanislaus August,als König an. Er st. 9. Oct. 1771 auf seinemSchlosse Bialystock. 2) ikawery, ans einer demvorigen verwandten Seitenlinie stammend; war1769 Kronfeldhcrr u. befehligte das königl. Heergegen die Barer Conföderation; 1792 schloß ersich der von Rußland gegen die Constitution von1791 ins Leben gerufenen Conföderation vonTargowice an und lebte nach der 3. TheilnngPolens als russischer Unterthan auf seinem GuteBialocerkiew.
Branist, Christl. Julius, Philosoph, geb.18. Sept. 1792 in Breslau; wurde hier 1825Privatdocent, 1826 außerordentlicher, 1833 ordent-licher Professor der Philosophie. Er st. 2. Juli1873. B. schr.: Die Logik in ihrem Verhältnis)zur Philosophie, geschichtlich betrachtet (gekröntePreisschrift), B«wl. 1823; Über SchlcicrmachcrsGlaubenslehre, ebd. 1824; Do notioiw plüloso-püine elirist., Brest. 1826; Grundriß der Logik,ebd. 1830; Os numero Olatonis, ebd. 1830;System der Metaphysik, ebd. 1834; Geschichte derPhilosophie, 1842; Die wissenschaftlichen Aufgabender Gegenwart, ebd. 1848; Geschichte der Philo-sophie seit Kant, 1. Bd., ebd. 1852; Über dieWürde der Philosophie und ihr Recht im Lebender Zeit, Rede beim Rectoratsautritt, Berl. 1854;Über atomistische u. dynamische Natnranffassung,in den Abhandlungen der Hist.-Phil. Gesellschaftzu Breslau, BL. 1, 1857.
Branntwein. A) Eine durch Destillation(Brennen) gegoltener Flüssigkeiten erhaltene Misch-ung von Wasser u. 40—50 pCt. Weingeist, welchegewöhnlich infolge eines Gehaltes an gewissen,bei der Gährnng entstandenen Nebenproducten(Fuselöle) einen eigenthümlichen Geruch u. Ge-schmack besitzt. Er brennt mit blauer Flamme u.hinterläßt Labei je nach seinem Wassergehalte einegrößere oder geringere Menge Wasser von Fusel-geschmack u. -Geruch. Seine Stärke, d. h. seinenGehalt an Weingeist, bestimmt man mittels desAlkoholometers, der B- oder Spiritnswage. In-nerhalb des Zollvereins ist das Alkoholometer vonTrallcs gesetzlich eingcführt; dasselbe gibt durch dieZahl, bis zu welcher es bei 14,/ R. eiusiukt, an,wieviel Raumtheile reiner Weingeist in 100 Thci-lcn B. enthalten sind. In Österreich ist dasselbeInstrument, aber eine Temperatur von 12" li.vorgeschricben. Außerdem benutzt man auch nochdas Alkoholometer von Richter, welches angibt,wieviel Gewichtstheile reiner Weingeist ans looThcile des wasserhaltigen kommen. Das Instru-ment von Stopponi stimmt mit dem von Richterüberein. Zur Ermittelung des Weingcistgehaltcswendet man ferner, wenn auch seltener, an dasVaporimeter (s. d.) und das Ebnlliostop (s. d.).Je nach dem Material, aus dem er gewonnen ist,führt der B. verschiedene Namen. Franz-B. istB., der durch Destillation von schlechteren Wein-sorten u. Weintrestern, hauptsächlich in Frankreich,aber auch in Spanien und Portugal gewonnenwird. . Seine Güte ist namentlich durch die grö-ßere oder geringere Sorgfalt bei seiner Darstcll-
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