Bebenburg -
welcher manche Socialdcmokraten ihre Stärke zusuchen scheinen. 1) Hartman». L) Henne-Am Rhyn.
Bebcnburg, Leopold von, aus dem Ge-schlechts der Küchenmeister v. Rothenburg, ursprüng-lich von B. (dem jetzigen Bemberg im württemb.Oderamte Gerabronn); wurde Domherr zuWürzburg u. kaiserlicher Rath u. zeigte sich alsAnhänger des Kaisers Ludwig des Bayern; schriebzur Vertheidigung der kaiserlichen Rechte gegendie päpstlichen Ansprüche: ll'rnotLtns äs znrltmsrsZni et iinpsrll; wurde 1353 Bischof von Bam-berg; st. 1363. Er schr. noch: Dletnnren rlr^tlr-»nienm gnsrulosnm äs moäernls onrsibns etäetsetilms iwperii Damanl, herausgeg. in Böh-mers Dontos I.
Bebcnhnusen, ehemaliges Cistercienserklosterim Oberamte Tübingen des württembergischenSchwarzwaldkreises, eines der schönsten Baudenk-mäler in Schwaben; gestiftet vom PfalzgrafcnHugo von Tübingen 1180 u. 1183—90 erbaut,seit 1560—1807 mit evangelischem Abt u. Kloster-schule; seit 1807 hier königliches Jagdschloß. Uberdie theilweise restanrirten spätromanischen, gothischenund spätgothischen Bauten vgl. Leibnitz, Die Ci-stercicnserabtci B. ausgenommen und beschrieben,Stnttg. 1858.
Bcbcrbeck, Hauptgcstüt im prcuß. Regbez.Kassel, bei Hofgeismar, u. seit 1846 landwirth-schaftliche Lehranstalt.
Bebisation (Mus.), eine Art Solmisation.
Bebra, Dorf im Kreise Rothenburg des prcuß.Regbez. Kassel, an der Fulda und der Kurfürst-Friedrich - Wilhelm - NBahn (Gerstungcn-Gnntcrs-hausen) n. Abzweignngsort der Bahnlinie Frank-snrt-B. (früher B.-Hanau); starker Flachsbau;1700 Ew.
BcbtlNg (Dromolo, Promolancko, Mus.),
1) Vortrag eines ansgehaltenen Tones, so daßdie Stärke abwechselnd ab« n. znnimmt u. einErzittern der Schallwellen entsteht; wird mit einer
gewundenen Linie -über der Note bezeichnet.
Die B. kann durch die menschliche Stimme, durchSaiten- u. Blasinstrumente, auch Lurch die Orgel,nicht durch das Pianoforte hervorgebracht werden.
2) Orgclregistcrzng (Tremnlant); s. n. Orgel.
Bcbütow, Fürst Wasili Osipowitsch B.,
russ. General, geb. 1791, aus einer armenischen, zuden ersten Fürstengeschlechtern Grusiens zählendenFamilie; wurde in Petersburg im Cadcttenhauscerzogen, diente seit 1809 als Offizier in derArmee am Kaukasus und 1812 gegen die Fran-zosen in Livland; er begleitete 1817 den FürstenJermolow als Adjutant auf seinen Gesandtschafts-Posten nach Persien, trug viel zur Unterwerfungdes Khanats von Kasiknmnk bei, wurde 1821Oberst u. Commandeur des Mingrelischcn Jäger-regiments und führte 1825—27 die Verwalmngder Provinz Jmcretien. Im Türkcnkriege 1828zum Generalmajor und Commandanten der er-stürmten Festung Achalzik ernannt, vcrthcidigte erdieselbe, trotzdem seine kleine Garnison durch diePest decimirt war, mit großem Erfolge, bis Mnra-wiew zum Entsätze hcrbeikam. 1831 wurde er zumOberbefehlshaber der armenischen Provinz, 1838zum Mitglieds des Verwaltungsrathes von Trans-kei!,lasten in Tiflis, 1840 zum Commandanten
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von Zamosc in Polen u. 1843 znm General-lieutenant ernannt u. erhielt zugleich den Ober-befehl der Truppen im nördlichen Daghcstan.Im October 1846 schlug er die Lesghier unterSchamyl bei Kutischi, n. 1847 wurde ihm dieCivilverwaltung der transkaukasischen Länderübertragen, die er bis zum Ansbruche des Tür-kisch-Russischen Krieges leitete. Während diesesKrieges commandirte er als Gcncrallientcnant aufdem asiatischen Kriegsschauplätze, wo er die Tür-ken am 1. Dec. 1853 bei Kadiklar, am 5. Aug.1854 bei Kornk-dcre schlug und dabei eine sehrbedeutende Beute machte. 1855 in der Statt-halterschaft in Transkankasicn durch Murawiew er-setzt, trieb er den in Mingrelicn gelandeten OmerPascha zurück, führte dann 1856 wieder den Ober-hefchl im Kaukasus u. ward im Jan. 1857 Generalder Infanterie. B. starb nach langer Krankheit inTiflis 22: März 1858. Sein Bruder Davidwar Befehlshaber der kaukasischen Reiterregimenter,focht unter Paskiewitsch in Polen, Ungarn u. vorSilistria, ward 1856 Gcnerallientcnant, 1861Commandant von Warschau; st. 23. März 1867.Die beiden anderen jüngeren Brüder fielen imKampfe gegen die Bergvölker. Lngai.»
Bec (fr.), Schnabel; dann schnabelartigc Ver-längerung, Gasbrenner.
Becarde, Vogel, s. n. Würger.
Becasse (Schiffsb.), so v. w. Barkasse.
Becasse (fr.), 1) so v. w. Waldschnepfe. 2) Sov. w. Schnepfenfisch.
Becassine (fr.), große oder größte B.,so v. w. Pfuhlschnepfe (Leolopsx nmior <?»,);gemeine B. od. große Wasserschnepfe ist ZeolopaxxnIlinLAo L.; kleine B. oder stumme Wasser-schnepfe ist Leolopax Anllinnlg, 77; s. Schnepfen.
Seoosbungs, Pflanze, s. Vsronioa.
Beccari, Odoardo, ital. Reisender u. Bota-niker, geb. 1839 zu Florenz; besuchte, um sich inder Botanik ausznbilden, 1864 England; ging1865 auf Einladung des Radscha 'Sir JamesBrooke in dessen Reich Sarawak ans Borneo,kehrte 1868 mit reicher Ausbeute an botanischenn. zoologischen Gegenständen u. geographischenErforschungen zurück, bereiste 1870 die Bogos-länder in Abessinien, unternahm 1871 eine Er-forschung Nen-Gnineas und seit 1873 der Arn-Jnseln, sowie von Celebes n. Sumatra. SeineForschungen finden sich in dem von ihm hcrans-gegebcncn: Nuovo Mornais botnuieo ltnliauo, n.im Lollstino der Ital. Gcogr. Gesellschaft, sowiein dem Buche ViaMio äoi LiAnori Xntinvri,Doeoari eto. Turin 1874. Hemic-A», Rhy».
Beccarra, berühmte Familie zu Pavia, Häupt-linge der Ghibcllincn n. Gegner der Grafen vonLangnsco; s. n. Pavia (Gcsch.). Von den späterensind merkwürdig: 1) Giovanni Battista, aus-gezeichneter Physiker, geb. 3. Oct. 1716 zu Mon-dovi; war zuletzt Professor der Physik zu Turin;st. 27. Mai 1781. Er maß 1760 einen Graddes Meridians in Piemont u. ist bekannt durch seinephysikalische» Untersuchungen über Elektricität.Er schrieb: Dell' olsttrleismo, Tur. 1753; Dxpo-rlmonta, gnibus slevtrieitns vlnävx lato oonsti-tuitnr ntgno explientur, ebd. 1769; Dell' slet-triclsmo nrtllirialo, 1772, englisch von Franklin;