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Bd. 3 (1876) Baumpfähle - Brasilien
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Bcauvallot — Bobcl.

nairs Iiistorigus, Par. 1826—29, 6 Bde.; gabheraus: Oorrssponäanss äs Hapolson avss IssOours strangsrss, 1819—20, 7 Bde.; war Hanpt-mitarüeiter an Violoirss eb ooncsasbss äss armsssIr., 1817 ff., 28 Bde.

Bcauvallet, Pierre Francois, französischerSchauspieler u. Dramatiker, geh. 13. Oct. 1801zu Pithiviers im Depart. Loiret; widmete sich zu-erst der Malerei u. studirte einige Zeit im Ateliervon Paul Delaroche. Ein Spaziergang mitCasimir Delaviguc, dem er ini Freien etwas vor-declamirte, offenbarte ihm die Quelle, worin Er-folg winkte. Nachdem er sich am Couservatoriumausgebildet, betrat er auf dem Odeontheaterzum ersten Mal die Bühne, auf der er als Cha-rakterdarsteller große Erfolge erzielte u. nament-lich als Polyencte, Tancröde, Rodrigue, Orosmanneben der Rachel glänzte. Später zog er sichzurück u. erschien nur noch selten auf der Bühne,so 1868, wo er in dem Odcontheater, das ihmals Anfänger zuerst seine Thiiren geöffnet hatte,die Nolle des Königs Lear in der von Lacroi be-arbeiteten Shakespcarcschen Tragödie mit großerMeisterschaft spielte. Seit 1839 war er Professorder Deklamation an einer der Klassen des Con-servatoriums. Gleich seinem Kameraden Samsonschrieb er auch einige Stücke für das Theater,welche aber nur geringen Erfolg hatten. Es sindfolgende: Kain, 1830; Robert Bruce, 1847; Lsäsrnisr HisnosrraAs, 1851. B. starb 21. Dec.1873. Sein Sohn Leon B., geb. 1829 zu Paris,folgte gleich seinem Vater der doppelten Laufbahneines Schauspielers u. eines Schriftstellers. 1855begleitete er die berühmte Schauspielerin Rachelauf ihrer verunglückten Knnstreise nach Amerika,worüber er in Figaro einen geistreichen Berichtunter dem Titel: Raabs! st 1s Houvsau Llouävveröffentlichte. Außerdem schrieb er, znm Theilim Vereine mit Barriöre, Deconrcelle u. Des-nopers, eine Reihe von Dramen der leichterenGattung: 8ur tsrrs st msr, 1854; Lss ksmmssäs Oavarui, 1852; Iw rol äs Doms, 1855; dieVaudevilles ibliuon ob Mnstts, 1858; ObailiotI sxposition, 1862, u. a. In der WochenschriftLasss-Iemps veröffentlichte er auch einige Ro-mane, die wenig oder gar keinen Werth haben.

Bartling.

Beauvoir-sur-Mcr, Gemeinde im Arrondissement Sables-d'Olonne des französischen Departe-ments Vendee, ehemals am Meere, jetzt 4 Imdavon entfernt; alte Grabhügel, Schloßeuinen;Ansternfischerei, Saline; Ausfuhr von Salz undWeizen; 2401 Ew., wovon aber bloß 895 imeigentlichen Orte.

Beanxit (Bauxit), Mineral, das ans demThonerdehydrat mit etwas Eisenoxyd n.

Kieselsäure besteht, in SFrankreich, Calabrien,Irland, Steiermark, Krain u. am Senegal vor-kommt u. zur Bereitung der schwcfelsauren Thon-erde, zur Darstellung des Aluminiums und zurHerstellung feuerfester Tiegel verwendet wird.

Beaver, 1) County im nordamerik. Unions-staate Pennsylvania, unter 40» n. Br. u. 80°w. L.; 36,148 Ew.; reiche Kohlenlager; Connty-sitz: Rochester. 2) County im Territorium Utah

der nordamerik. Union, unter 38° n. Br. u. 112"w. L.; vom Sevierfluß durchschnitten; 2007 Ew.;Countysitz: Beaver.

Beaver Head, County im Territorium Mon-tana der nordamerik. Unionsstaaten, unter 45°n. Br. u. 113° w. L.; Bergwerksdistrict.

Beaver Islands, eine Inselgruppe, nahebei der nordwestl. Spitze des Michigan-Sees; diegrößte derselben, Big-Beaver, hat einen Flächen-inhalt von etwa 110 sDIm.

Bebau cl Malnk, Theil des Nilthals inOber-Ägypten, wo die Königsgräber sind.

Bebcdschi, Stadt in Zegzeg, Nebenreich derFellatah im Nigerlandc Sokoto (Afrika), am Randeder Granitgebirge von Haussa, in angebauter,volkreicher Ebene; die angeblich 25,000 Ew. treibenausschließlich Handel.

Bebeerin (Bebirin, Bibirin, Buxin, Pelosin;Chem.) eine in der Bibirurinde

(v. Usotanära Roäisi), sowie in der Rinde desBnchsbanmes (Luxus ssmpsrvirsns) u. in ande-ren Pflanzen verkommende organische Base. Siebildet ein tunorphes, färb- u. geruchloses, bitterschmeckendes, beiin Reiben elektrisch werdendesPulver, das sich in Alkohol u. Äther löst, mitSäuren sich zu nicht krystallisirbaren Salzen ver-einigt n. bei 198° schmilzt. Als Heilmittel istdas schwefelsanre B. mit Erfolg gegen Wechselfieberan Stelle des Chinins angewandt worden.

Clören.

Bebek, Ort bei Conslantinopel, an der gleichn.Bucht des Bosporus; hier Lustschloß des SultansHumainabad, Bad und Moschee; Zwiebackbäckereifür die türkische Flotte.

Bebel, 1) Heinrich, geb. um 1472 zu Jug-stetten bei Jnstingeu in Württemberg; sind. Juris-prudenz, wurde 1497 Professor der Ästhetik zuTübingen; starb um 1516. Ein glücklicher, imlatein. Ausdrucke gewandter Dichter und Redner,welcher als Lehrer n. Schriftsteller in den Geistder alten Classiker einführte, dabei aber durch denbeißenden Witz, in welchen er seine aufgeklärtenAnsichten kleidete, den Anhängern des Alten einDorn im Auge wurde. Seine mannigfachenSchriften, u. a. Iriumpbus Vsnsris, ein kleinesallegorisches Epos, worin die freien Sitten derKlerisei u. anderer Stände gegeißelt werden, sindzum Theil öfters wieder gedruckt, seine Schwänkeund Schnurren (Opuseula nova sb tiorulsnta)schon 1516 in Paris. 2) Ferdinand August,socialdemokratischer Agitator, geb. 22. Febr. 1840zu Köln, seit den sechsziger Jahren Drechsler inLeipzig; bcthciligte sich seit 1862 an der Arbeiter-bewegung, wurde 1867, 1871 u. 1874 durch den7. sächsischen Wahlkreis in den Reichstag abge-orduet, trat als Mitarbeiter des Volksstaates u.Volksredner überall gegen das Deutsche Reich inseiner heutigen Form und dessen Anhänger ans,bekannte sich zur Sympathie mit der Pariser Com-mune u. wurde 1872 mit seinem Genossen Lieb-knecht wegen hochverrätherischer Handlungen zu2 Jahren u. wegen Beleidigung des deutschenKaisers überdies zu 9 Monaten Gefängnis) ver-nrtheilt. Es findet gebührend Anerkennung, daßV. sich durchaus von jener Rohheit frei hält, in