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Beaurcgard -
seinen Ludwigsorden niederzulegen, war Mitglieddes Militärausschusses, sowie der von der Ver-sammlung nach dem Lager von Chalons gesende-ten Commission. Commissar des Direktoriums1797, ward er in den Rath der Alten gewähltu. unterstützte mit allen seinen Kräften die ehr-geizigen Pläne Bonapartes, der ihn zum Mit-glied des Senats ernannte. 2) Armand MichelBachelier Le, ausgezeichneter Offizier der sranz.Republik n. jüngerer Bruder des Vor., geb. 1757zu Mnssiban. Gleich seinem Bruder trat erjung in die Armee, diente unter der Republik ander Spitze des Bataillons der Freiwilligen derDordogne und zeichnete sich mit diesen 1792 beiSpeyer, Worms, Mainz u. Kostheim aus. Fürdie muthvolle Erstürmung des letzteren Orteswurde er im März 1793 zum Brigadcgeneral u.Commandanten von Mainz ernannt, als welcher erim Sommer capitnliren mußte. Infolge derBestimmungen der Kapitulation nicht gegen dieCoalition verwendbar, wurde er mit der Garnisonnach der Vendee gesandt, wo er an den Schlach-ten von Tremblaye u. Cholet (15. u. 17. Oct.1793) mit Auszeichnung theilnahm u. bald dar-auf bei der Verfolgung der über die Loire znrück-gehcndcn Vendeer schwer verwundet wurde. An-fangs 1794 übernahm er das Commando einerDivision bei der Rhcinarmee, wo er sich besonders1796 ans dem denkwürdigen Rückzüge Moreansaus Bayern durch den Schwarzwald auszeichnete.Er fiel bei Emmendingen 19. Oct. 1796; ein Denk-mal wurde ihm zu Neubreisach errichtet i> Bartling.
Beaurcgard, Pierre Gustave Toutantde, General in der conföderirten Armee währenddes Bürgerkrieges in den Vereinigten StaatenNAmerikas, Sohn eines reichen u. einflußreichenPflanzers in Louisiana, geb. 1817 aus der Plan-tage seines Vaters, nahe bei New-Orleans.Er erhielt seine militärische Ausbildung ansder Militärschnle zu Westpoint, aus der er. 1838als Unterlientenaut der Artillerie ausschicd. 1839stieg er zum Lieutenant ans u. machte als solcherden Krieg der Union 1846 gegen Mexico mit,kämpfte bei Contreras, Churubusco n. Chapul-tepec, wo er zweimal verwundet wurde; eine an-dere Wunde erhielt er bei der Erstürmung derStadt Mexico. Am 3. März 1853 ward er Ka-pitän. Unter Präsident Bnchanan nahm er seinenAbschied. Mit großer Entschiedenheit stand er vonAnfang an auf Seiten des rebellischen Südensn. ward im F-ebr. 1861 Brigadegeneral in dersecessionistischen Armee, als welcher er den Bürger-krieg durch die Beschießung des Forts Sumtereröffnete. Als Befehlshaber der südlichen Truppe»in Virginien trug er am 21. Juli 1861 den Siegüber die nordstaatl. Armee bei Bull Run davon.Am 5. März 1862 erhielt er das Commando derArmee am Mississippi unter General A. S. John-stou, der am 1. April sich mit ihm vereinigte u.am 6. April die Schlacht von Shiloh leitete, biser fiel, worauf B. den Oberbefehl übernahm.Nachdem er sich in Korinth befestigt hatte, hielter zwei Monate lang den ihn belagernden Gene-ral Halleck in Schach, u. als er zum Rückzüge ge-zwungen ward, führte er denselben mit geringemVerluste ans. Infolge seiner tief erschütterten Ge-Pierers Universal-Conversations-Lexikon. 6. Aufl. I)
— Beauvals.
snndheit legte er sein Commando nieder. Nachseiner Wiederherstellung verthcidigte er im Sommeru. Herbste 1863 Charleston n. dessen Anßcnwcrkerfolgreich gegen General Gilmore. Seit 4. Jan.1864 commandirte er unter Lees Oberbefehl beiNichmond, schlug am 16. Mai Butler bei DrurysBluff, am 23. Juni Grant bei Petersburg; seitOctobcr befehligte er in N- u. SCarolina bis zurWaffenstreckung im April 1865. Nach Beendig-ung des Krieges zog sich B. ins Privatlebenzurück, beschäftigte sich mit Eisenbahuaulagen u.ist Präsident der New-Orleans-, Jackson- undMississippi-Bahn.
6eau ssxs (fr.), das schöne Geschlecht, dieFrauenwelt.
Uoautä (fr.), 1) Schönheit. 2) Ein schönesFrauenzimmer. Daher Dame äs L., Beinameder Agnes Sorel (s. d.).
Beauvais, Hauptstadt des glcichnam. Arr. u.des sranz. Depart. Oise, am Therain und dersranz. NBahn; Bischofssitz, Departementsbehörden,Handelsgericht, Gericht 1. Instanz, literarische u.Ackerbaugesellschaft; bedeutende Kathedrale (1225begonnen, unvollendet), Stephanskirche (mit Glas-malereien n. altrömischen Grabmälern); Normal-schule, Nathhaus, Alterthumssammlung, Biblio-thek; Fabriken von Gobelins-Tapeten (demStaate gehörig, 1664 gegründet), von Wolldecken(2 Mill. jährlich), Tüchern (2 Mill.), Teppichen(1H Mill.), Passemcnterieu (für 700,600 Fcs.),Utrechter Sammet, Jndienne rc., Gerbereien;15,551 Ew., wovon 13,532 in der eigentl. Stadt;dabei zwei Eisenquellen; Geburtsort des Dominica-ners Vincent B. — B. war eine Stadt derBellovaker u. hieß zur Römerzeit Cäsaromagus,später Bellovacum und im Mittelalter Bclva-cum. Hier wurden die Bellovacensischen Kirchcn-versammlungen 845 und 1115 gehalten und inletzterer Kaiser Heinrich V. von Neuem excommu-nicirt. Seit der Mitte des 9. Jahrh. gehörteB. als Grafschaft zum Hause Vermandois; 1010vertauschte Graf Endo II. Stadt n. Gegend gegendie Grafschaft Sanceron n. übertrug den Titelals Graf von B. seinem Bruder Roger, Bischofvon B-, dessen Nachfolger den Titel fortsllhrten u.dazu auch die Paine erhielten. Seit 1225 saßenChatelains (Burgvögte) zu B. Ju der Mittedes 15. Jahrh. erheirathete der Kanzler JeanLcclerc die Chatelainerie n. verkaufte dieselbe anEstont v. Estoutville, Herrn v. Beaumont. 1433wurde B. von den Engländern n. 1472 von Karldem Kühnen, Herzog von Burgund, vergebensbelagert; damals zeichnete sich Jeannc Hachette(s. d.) au der Spitze der Frauen durch Tapferkeitans u. erbeutete bei einem Ausfall eine Fahne,weshalb noch jährlich am 14. Oct. ein feierlicherUmzug gehalten wird, wo die Frauen den Bor-tritt haben. Der Heldin wurde 1851 in B. einDenkmal errichtet.
Benntiais, Charles Theodore, Baron de,sranz. Schriftsteller u. General, geb. 8. Nov. 1772zu Orleans; , ging 1798 als Adjutant mit Na-poleon nach Ägypten n. wurde gefangen; 1809wurde er Generalstabschef in Spanien u. eroberte1813 als Llarsoirnl äs camp die Festung Rens;er starb 1830 zu Paris. Schrieb: Vietiov-i. Band. 5