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6 Baumwollenbaum — Baumwollcusamenkuchen.
Theils der Bevölkerung. Die in den Handelgebrachte Baumwolle wird, nach Perioden undnach den Erzengnngsländern geschieden, der
Quantität nach von dem vorzugsweise sachkundi-gen Alex. Peez folgendermaßen berechnet (inMillionen engl. Pfd.):
1846/50
1851/55
1850/60
Vor. Staaten
749,4
1003,0
1254„
Ostindien
83,z
126,7
194,4
Brasilien
21,0
23,o
24,s
Ägypten, Levame
00,o
106,o
76,4
Westindicn
6,z
6,3
Zusammen
" 920,»
1265,o
1557,Z
1861/65
1866/70
1871
1872
1873
347,g
721,g
1363,g
891,»
1080,4
496,3
576,4
553,7
6lO,g
558,o
32,2
98,g
108,3
161,o
121,g
196,g
205,g
209,2
241,4
263,2
15^3,
36,^
50,4
50,4
1088,i
1611,:
2286,o
1954,z
2073,g
Die Preise der in England cingeführten Roh-baumwolle variirten folgendermaßen (per engl.Pfund, in Dcniers):
Vor demKriege.Jahr Preis
1856 5,„ D.
1857 6,go „
1858 6,,o „
1859 6,.^ ,,
1860 ,,1861 7,io "
Während desKrieges.Jahr Preis
1862 13,oo D.
1863 20,o o »
1861 21,go „
1865 15,io v
Nach demKriege.
Jahr Preis
1866 13,oo D.
1867 9,io ,,
1868 9,2o "
1869 10,o o „
1870 8,go "
18 il i,oo „1872 8,io „18l3 1 , 70 "
Ungeachtet der den Amerikanern erwachsenenstarten Concurrenz ist soimt der frühere niedrigePreis nicht mehr eingctreten. Von der auf Svinn-niajchiucn verarbeiteten B. verbraucht Englandmindestens so viel, wie alle übrigen Länder zu-sammcngenommcn. Während die Verarbeitungdortselbst nvch in den Jahren 1735—49 sich jähr-lich auf etwa 1 Mill. Pfund beschränkte, war dieMenge im Jahre 1860 bereits auf Mehr als1000 Mill. Pjd. gestiegen und betrug somit aneinem Tage mehr, als zuvor in 3 Jahren. DieZahl der in den B-nfabriken Europas u. Nord-amerikas beschäftigter Arbeiter wird, Frauen undKinder eingerechnet, zu 1-^ Mill. angenommen;ihre Löhne, im Durchschnitt zu 150 Thlr. gerech-net, betragen jährlich etwa 188 Mill. Thlr. Einevielleicht viermal so große Menschenmenge istmittelbar in ihrem Lebensunterhalte von derStabilität der Gezeichneten Industrie abhängig.Die Zahl der Spindeln, im Jahre 1852 zu32,600,000, n. 1870 zu 56,584,000 angenommen,ward für 1873 von Ott-Trümpler in Zürichfolgendermaßen berechnet:
Verbrauch in engl. Pfd.
Länder Spindeln, per Spindel, im Ganzen.
England
39,500,000
32
1264 Mill.
Ver. Staaten
8,350,000
57
476
Frankreich
5,200,000
38
197,3
Deutschland
5,100,000
45
228
Schweiz
2,060,000
27
56,3
Rußland
2,000,000
60
120
Österreich
1,600,000
67
106,g
Spanien
1,400,000
48
67,2
Belgien
650,000
43
Italien
500,000
48
24
Die 3 Skandin.
Staaten
300,000
60
18
Holland
230,000
43
Zusammen: 66,890,000
40
2596
Je feiner die Gespinnste, desto geringer derVerbrauch per Spindel. Es liegt nahe, daß dieConsnmtion der Fabrikate, insbesondere der feineren,mit dem Wohlstände eines Volkes steigt. Währendder Verbrauch in England nicht geringer als 24bis 26 Pjd. per Kopf ist, beträgt derselbe in derTürkei u. anderen wenig cultivirten Ländern nur2—3 Pfd. Im Jahre 1874 hat die B-nver-arbeitung weiter Angenommen. Eine von derobigen allerdings etwas abweichende Berechnungliefert für dieses Jahr im Vergleiche zum vorigenbezüglich der wichtigsten B-nfabrikationsländerfolgende Ergebnisse: In England wurden
1,277,464,890Pfd.versponnen, gcg. 1,244,833,710im Vorjahre. Die Quantität erzeugter Bmgarnebetrug 1022 Mill. Pfd., gegen 996, wovon 220gegen 215 Mill. ausgeführt wurden. Die Aus-fuhr an Banmwollentüchern stieg von 3,o Mill.Aards auf 3,02, u. zwar überwiegend in feinerenSorten. In Deutschland hob sich der Verbrauchroher B. von 2,412,700 Ctr. auf circa 2^ Mill.,u. die Menge des daraus erzeugten B-ngarnesvon 1,930,100 auf 2 Mill. Ctr.; auf eine Spin-del treffen 47 Zollpfnnd, was Mangel an Fein-spinnerei andentet; auch betrug die Garneinfuhrnoch lb,g "/-> des Bedarfes. Die Schweiz hatteeinen von 381,267 auf 423,356 Ctr. gestiegenenImport roher B., überdies bezog sie noch 22,898Ctr. B-ngarne n. 56,130 Ctr. B-nwaaren, expor-tirte aber nicht weniger als 77,621 Ctr. Garnen. 243,120 Ctr. Maaren; dabei handelt es sichwesentlich um F-einspinnerei, so daß eine Spindeldurchschnittlich nur 27—28 engl. Pfd. Rohmaterialverbraucht. Vgl. die Abhandlungen von Alex. Peezüber die Pariser Industrie-Ausstellung von 1867u. bes. über dis Wiener von 1873 im officielleuAusstellungsbcrichte.i. Engler.' 11.-IV. Beyffew v. Kolb.
Baumwollcnbaum, s. Lombax.
Baumwollensamenöl, das fette Öl, welchesaus den Samen des Baumwollenstrauchcs (Ooaaz--pium llsrbaosnm ^/.) gepreßt wird; es istbraun gefärbt, hat das spec. Gew. 0,gg, schmecktmild u. soll in gereinigtem Zustande statt Olivenölgebraucht werden können.
„ Baumwollcusamenkuchen, die Rückstände derÖlgewinnnng ans Baumwollensamen, in neuererZeit vielfach als Beifutter, namentlich für Rind-vieh u. Schafe, verwendet. Derselbe ist aber nichtso gedeihlich, wie Leinkuchen u. Rapskuchen; erenthält im Mittel mit Hülsen: 11,^ Wasser,23,g2 stickstoffhaltige Substanzen, 6,43 Fett,30,^2 stickstofffreie Extractstoffe, 22,,4 Holzfaser,6,20 Asche; ohne Hülsen: 11,2z Wasser, 33,„stickstoffhaltige Substanzen, 13, „ Fett, 19,42stickstofffreie Extractstoffe, 9,-^ Holzfaser, 7,^