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Bd. 3 (1876) Baumpfähle - Brasilien
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Baumwachs -

staatswissenschaftliches Handbuch der politischenAusklärung, Stuttg. 1846. Im I. 1871 ist B.in den Ruhestand getreten u. lebt in Freiburg.2) Eduard, Volkswirthschafter u. Cameralist,Bruder des Vor., geb. 28. März 1807 zuSinzheim; widmete sich seit 1825 in Heidelbergdem Studium der Rechts- u. Cameralwissen-schaftcu n. habilitirte sich 1828 als Privatdocentdaselbst. 1838 erhielt er einen Rus als Professornach Greifswald, wo er die laudwirthschaftlicheLehranstalt zu Eldena reorganisirte, deren Directorer auch 1843 wurde. 1848 trat er in die preußischeNationalversammlung u. schloß sich der gemäßigt-liberalen Partei an; 1849 sür die Erste Kammergewählt, fungirte er als Vicepräfidcnt derselbenii. suchte für das Zustandekommen der Preußisch-Deutschen Union zu wirken, als er 1850 von derKammer zum Staatenhanse nach Erfurt gesandtwurde; daun wieder in die erste Kammer gewählt,stand er an der Spitze der Opposition gegen dasMinisterium Mantcuffel; 1859 trat er wieder indas Herrenhaus u.gehörte hier zur liberalenLinken. B. schr.: Über Staatscredit, Heidelb.1843; Cameralistische Encyklopädie, cbd. 1835;Über staats- u. laudwirthschaftliche Akademien,Greissw. 1889; Zur Einkommensteuerfrage, ebd.1845; Zur Geschichte der arbeitenden Klassen,ebd. 1853; Über die Mittel zur Verbesserung derZustände der arbeitenden Klassen, cbd. 1860; An-leitung znm Wissenschaft!. Studium der Landwirth-schaft, ebd. 1860; begründete die Jahrbücher derStaats- u. Landwirthschaftlichen Akademie zu El-dena, ebd. 1848 fs.; gab mit Gervinus die DeutschenJahrbücher heraus, u. übersetzte u. commentirteRicardos Grundgesetze der Volkswirthschast, Lpz.1837 s., 2 Bde. 3) Neinhold Ludwig, Sohnvon B. 1), Kreisgerichtsrath in Konstanz, geb.1831, talentvoller Jurist, welcher sich indessen mitVorliebe cultnrhistorischen Studien über Spanienu. politischer Schriststellerei zugewendet hat. DieBroschüre zum Vatikanischen Concil: Gedankeneines Protestanten (1868) erregte bei den Ka-tholiken großes Aufsehen; der Verfasser trat aberbald znm Katholicismns über u. wurde Mitgliedder ultramontaneu Partei in der badischen Stände-versammlnng, aus welcher er nach Begründungdes Deutschen Reiches wieder ausschied. Seitdemist er politisch nur im engeren Kreise u. durchseine Schriften thätig. Er schr.: Ausflug nachSpanien, Regensb. 1868, 2. A., 1869; Cervantes'Musternovellen, ebd. 1868, 2 Bde.; CalderonsDame Kobold, Wien 1869; Meine Wege, Freib.1870; Francisco de Quevedo, ebd. 1871; Da-niel O'Connell, ebd. 1873; Colnmbus, ebd. 1873;Die kathol. Volkspartci in Baden, ebd. 1870;Der erste Deutsche Reichstag u. die Interessen derKath. Kirche, ebd. 1870; Fegefeuergespräche, ebd.1871. Viele seiner Schriften sind übersetzt.

4) Hermann Michael, Bruder des Bor., geb.1836; stndirte protestantische Theologie, trat ausder badischen Landeskirche aus, ging 1860 nachAmerika, wo er Prosessor am Lutherischen Con-cordia College zu St. Louis wurde; schr.: Ge-schichte der Christi. Kirche, St. Louis 1867. Ertrat später ebenfalls znm Katholicismns über.

5) Christian Eduard, Bruder des Vor., geb.

- Baumwolle.

1839, protestantischer Pfarrer in Haag (Großh.Baden); schr.: Christliche Apologetik auf anthro-pologischer Grundlage, I., Franks, a. M. 1872.

Äaumwachs, eine Art Pflaster, welches beider Baumzucht, besonders beim Veredeln, znm Be-legen kleinerer Wunden dient, um das Verwachsenu. Heilen derselben zu befördern. Bon den zahl-reichen Mischungen des Baumwachses sind folgendeeinige der gebräuchlichsten: 250 § Wachs, 125 rrHarz, 125 Z; dicken Terpentin n. etwas Baumöl:oder 500 § Wachs, 500 A dicken Terpentin,250 A weißes Pech u. 100 § Talg; oder 80 xWachs, 180 A Harz, 40 A dicken Terpentin, 10 ^Baumöl u. 10 x Talg; oder 100 A weißes Pech,100 §Harz, 75 ^ Wachs u. 50 A Talg. Jede dieserMischungen wird auf gelindem Feuer geschmolzen,gut dnrcheinandergerührt, beim Gebrauche erwärm:oder geschmolzen mit einem Pinsel anfgetragen.In neuerer Zeit ist das kaltflüssige B. oderBaumharz sehr in Gebrauch gekommen, da esdas wohlfeilste n. bequemste ist: 500 § gelbesFaßpech (Küblerharz) werden bei gelinder Hitzegeschmolzen u. langsam unter stetem Umrühren80 bis 100 A vom stärksten Spiritus zngegossen;es wird dann verschlossen n. kühl anfbewahrt u.kann nach Bcdürfniß durch Spiritus verdünnt,oder durch Stehenlassen an der Luft verdickt wer-den. Beim Gebrauche wird es kalt mit einemPinsel anfgetragen u. erhärtet rasch. Ein andereskaltflllssiges B. ist unter dem Namen iilastiei'blomms-Iwlort oder Nastio liguiäs bekannt;es wird aus Pech u. Fischthran bereitet, trocknetlangsamer, ist empfehlenswerth, wird aber zutheuer verkauft. Wolde.

Baumwanzen, s. Wanzen.

Baumweichsel oder große Sauerkirsche, s. n.Kirsche.

Baumweide, gemeinschaftliche Bezeichnungderjenigen Weidenarten, welche zu hochstämmigenBäumen erwachsen, im Gegensätze zu Buschweide.Zu den wichtigeren gehören die Sahl-, Knack-,weiße u. Dotterweide.

Banmweistling (Weißdornfaltcr, lUvriz 6ra-tas^i T ), Tagschmetterling aus der Farn, derWeißlinge. Schmetterling gelbl.-weiß mit schwarzenAdern; 5060 mm. Raupen unten grau, obengelblich mit hochorangefarbigen Bändern; Kopf n.einige Streifen über den Leib schwarz; 40 mm. DieB-e leben aufallenObstbäumen, Schlehen u. Weiß-dorn; anfangs gesellschaftlich, umgeben sie sich miteinem gemeinsamen Gespinnste; später zerstreuensie sich n. richten dann sehr bedeutenden Schadenan. Die 100200 Eier überwintern, sie werdenans Blätter abgelegt n. diese mit Gespinnstfädenso umzogen, daß sie nicht abfallen können; sieentwickeln sich im Mai; Flugzeit des Schmetter-lings im Juni oder Juli. Winterliches Abranpcnist das einzige, aber auch ein sicheres Mittel gegendiesen Cultnrverderber. Thome.

Baumwolle (altind. LLrxckna, daher gr. Lär-basos, lat. 6arl>asnm, arab. Rntmn, daher engl.6otckon, Otckornvool, franz. 6otvn. ital. Lotouo.span. Llgoäon, holl. Latosn), im engerenSinne die :Samenwolle verschiedener Artender Gattung Ooosz'pium L. (s. d.). I. DieB-pslauze, von welcher cs viele Arten gib::

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