an Uns verschrieben, und nicht allein Unsere und des Landes obliegendeNotbwendigkeiten, und wie deuenselben z» Unserem Oonrenio und derLande Nutzen und Wolfahrr abzubelffen, fleissig überleget, sondern siedaneben auch mit ihrer Notturfft und angegebenen Orevsminihu-anß'übrlich gehöret, und darauff ferner verschiedene Handlungen undvesthersiiones gepflogen, auch endlich ei» gewisser damahlen
auffgerichtet worden.
Nachdem aber durch Anstifftnng eines und ander», weiche diesenLanden die Glückseeligkeit, so aus; guter Einigkeit zwischen Herrn undStänden und deren relffecrivs gnädigsten und »nterthänigsicn Ver-trauen unter sich entspringen pfleget, mißgegönnet, und dannenheroeins, und anders ins Mittel gekommen, welches dieses veste Bandnicht wenig geschwäcket, Jnmassen aus diesem punüainsnr entsprossen,daß in vbbcrürtem Ltecel- dergleichen hineinqerücket, welche Unfern ge-treuen Ständen zwar zn keiner Sicherheit ihrer erlangten Privilegiendienen, aber wohl ein stctswebrcndcr Zünder eines bocdschädlickenMißtrauens bleiben, und all.'.ahl Anlaß zur Weitlcufftigkeit gebenkönnen.
Wann dann Wir nichts mehr wünschen, dann daß so wol bey Un-seren Zeiten, so lang Uns der Allerhöchste Unser Leben fristen wird, alsauch von Unseren Nachkommen Unsere Clevische und ungehörigen Lande,und alle dessen Einwohncre mit aller Landes - Vätterlichen Liebe undSanfftmütbigkeit regieret, und alles dasjenige, was denselben in cini-gerlev Weise bebinderlich sepn kan, auß dem Wege geräumet, und da-gegen ein Beständiges relpsccivs gnädigstes und untcrthäuigstes Ver-trauen zwischen Uns und Unser» getreuen Ständen auffgerichtet, bestät-tiget und stetswchrend befestiget werde» mögen; Wir auch nnnmehrodessen versickert sepn, daß Unsere getreue Stände dieses gleichergestaltwünschen, und was zu obbedcutetcm Zweck dienet, auch ihres Ottsmöglichst befördern werden.
So haben Wir obberührten klsces, von ^n»c> >649. in reiffe v,-Ubsrslioa gezogen, Und, nachdem wir alles und jedes bedächtlich undwoll überleget, diesen nachfolgenden K«cs 5 , darauß genommen.
Und gleich wie Wir nichts außgelaffen, als was entweder auff ge-genwertige Zeiten sich nicht mehr reimet, und als ein VemporLneun,nicht eins in einen stetswehrcnden Haupt-p-cels gerücket werden soll,oder dasjenige, was zwaren Mißtrauen uud Uneinigkeit, Unser» getreuenStänden aber z» nichts ersprießlich seyn kan.
Alß haben wir dagegen die Ständen zum Besten, alles dasjenigewol beobachtet und kräffcigstcr Massen recelstrsr, was zu ihrem Besten,Freyhcit, Erhaltung ihrer Privilegien, auch guter Regierung der Lande,und heilsamer -b-Iminilirirmig der äulritz, und lteäresliruug hxg Os cs-
oomischc» Staats immer gereichen mag.