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Die Mosel-Lieder
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Dann sicht man auch die Mönche, die Kogelhcrrn geschaart,

Als ob sie nächtig zögen ans ernster Pilgerfahrt;

Der Abt voran, statt Kreuzes, verkehrt den Degen nackt,

Sie schreiten leise fürder, zu des Gesanges Takt.

Der Abt, ein kühner Streiter, der sich dem Herrn geweiht,

Rief unter das Schwert die Gau'n, als fremder Feind gedräut,Befreite seine Hcimath, drum macht er, immer wach,

Die Runde, schaut vom Berge all seine Posten nach.

Jetzt schließe ich bei Traben mir fast den schönen Kreis,

Wo ans des Berges Gipfel die Trümmer altcrgrcis,

Und hinter mir die Trümmer aus einer jüngcrn Zeit:

Da kommt es mir zu sinnen wie altes Lied und Leid.

Des Lützekbnrgcrs Schatten, den ich in Trier gegrüßt,

An meinem Auge wieder ehrwürdig vorübcrfließt;

Ich war ihm stets gewogen, ein cinzigmal ihm gram,

Im Liede kling das Ende, so diese Sache nahm.

Zu Balduin, in Trier, ein rüstiger Bote tratUnd grüßte den Kurfürsten; es war am Abend spat.

Was also spät mein Bote? Was thust du Gutes kund?"Komm ich auch spat am Abend, ich komm zu guter Stund!

Den grimmen Widersacher, den Starkenburgcr GrafVor dreien Tagen die scharfe Sense des Todes traf;

Die strittigen Ländereien sind nun in eurer Hand,

Euch leisten die junge Gräfin, die Kinder nicht Widerstand!"