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Die Mosel-Lieder
Entstehung
Seite
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Die ist nun groß gewachsen, ein Zeichen jener Stund,

Gab langst in herrlichen Blüten und Früchten weit sich kund.

Weit ab ob Thal und Hügel sie rankte, grün und srischDrängt sie sich über die Felsen, bis zu des Gipfels Gebüsch,Drängt sic sich wieder hinunter bis an des Ufers Rand,Verhüllte alle Berge in edles Rebengcwand.

So ich nach Ruhme dürstend, nach Liedern Lust und Gier,Wohl konnte ich erwecken Dichter ein hundert nur,

Wenn ich in ihre Schale drückt' meiner Traube Seim,

Gab ich zu hundert Liedern, zu Tausenden den Keim.

Hier würd es nicht bewenden, dort wo das stille GraachSich auf den Wellen wieget, liegt keine Halde brach;

Bei Wehlen, gegenüber um das Zeltinger Schloß,

Dort ranken Zweige von jenem gefeiten Rcbensproß.

Der Roscnburger Junker zog einstens auf die Birsch,

In dem Eichenwald zu jagen den Eber, den Edelhirsch,Durchschiffte rasch die Fluthcn, schritt bis zum Fclsenrand,Vor einem grünen Busche sein treuer Rüde stand.

In einer Hasellaubc, um die das Geisblatt rankt,

Der Weiderich in rothcn Prachtbüscheln weht und schwankt,Im Schlummer hingegossen schaut er die schönste Maid,

Er hatte nie gefunden solch Wild auf seiner Waid,

1) DaZ alte Schloß über Zeltingen heißt die Rosenburg, c§ ist nun zum Weinbergningejchaffcn.