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Die Mosel-Lieder
Entstehung
Seite
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Ich » das Zeichen loben: frisch wuchert ihr Gerank,

Und wer von ihr gekostet, zollet mit Hochgesang.

Wer je von ihr begeistert zu Tüchtgcrn sich erhob,

Nur einer meiner Trinker erwarb sich schlechtes Lob ').

Als sich der Kirche Vater zu ernstem Bund vereint,

Das Weh so langer Jahre zu bewältigen gemeint,

Da löste er mit Ränken den edlen Bund in nichts,

Drum gilt im Volk sein Name Abzeichen eines Wichts!

Will nicht an neue Gespinnste der Sänger sein gemahnt,

An süße Roscnschlingen, eng fesselnd, kaum geahnt?

Die jählings dann zerrissen! Ja meiner Töchter SchaarIst noch nicht aller Hnlden und aller Reize bar!

Doch du wirst ernst, das Auge sich dir mit Thräncn füllt,

Ich sch die Brust gehoben durch ein liebreizend Bild,

Du hast den Groll vergessen und grüßest meinen Strand,

Der selgcn Zeit gedenkend, segnend mit Mund und Hand.

Der Löwe, der Veldenzer, schaut nun durch jene Schlucht 2).Gin Schädel, der verwittert in langer Jahre Flucht,

1) Johann von Lyser (I^eisuranus) cm Bauernsohn aus Lieser, brachte esdurch Fleiß und Geist bis zum Mainzischen Gencralvikar, ward kurfürstlicher unskaiserlicher Gesandter auf der Kirchenversammlung in Basel und Kostnitz, und trugdurch seine Nänke bei, die Beschlüsse der Väter zu lähmen, daher der Spruch:

6usu. et I^elgura psrvertnnt oimiin Mra.

2) Der Löwe war das Wappen des gräflichen Hauses Veldenz.