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Die Mosel-Lieder
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Geschieden mit frohem Muthc, mit leichtem Lied und Renn,Kehrt er trübsinnig wieder znm Vatcrhausc heim.

Da nun mit lieben Fragen die Mutter nimmer lieh,

Erfuhr sie, wie das Wehe des armen Knaben hieß,

In seiner Hcrberg schaute er eine Dienerin,

Die konnte ihm nimmer weichen fortan aus seinem Sinn.

Trag darum keine Trauer, mein Sohn, erheitere den Muth!Ich liebe Sitte und Tugend viel mehr als Geld und Gut;Der Herr hat uns gesegnet, du bist mein einzig KindEinst hattest du eine Schwester, ein Engclcin gar lind.

Ob sie geraubt von Züglcrn, die unverschnS verschwand?

Sie trug mit goldnem Wappen ein Kreuz am Scidcnband,Wie du es trägst. Was traure ich noch am heutigen Tag?Zieh, hol die neue Tochter zum hochzeitlichen Gclag.

Der Jüngling eilt ans Flügeln; bevor der achten NachtHat er der harrenden Mutter die holde Schnur gebracht;

Ob sic geringe Dienste gcthan, sie glich der Edclfrann,

Nichts Züchtiger» und Schönrcs fürwahr gab es zu schaun.

Nun galts die Braut zu schmücken; die Mutter ein KleinodDem Mädchen Lot: so knüpfe vom Hals das Bändchen roth.Das darf ich ab nicht legen, das einzige Geschenk,

Bei dem ich meines Hauses, der Sippen eingedenk;

Die nimmer mich gcpflegct, die nimmer ich gekannt,

Ach, deren treuer Sorge frühzeitig ich entwandt;