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Die Mosel-Lieder
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Das rings wie Wunder klänge, so je ein Dichter schuf,Doch haben wir begriffen der alten Sage Ruf.

Elfhundert Metzer zogen, zur Fehde gerüstet, aus'),

Die Falkcnburg zu zwingen, das feste Ritterhaus;

Ob auf den Fels die Mauer auch riesig aufgethürmt,

Gen eines Geistes Zauber nicht Erz, nicht Fels beschirmt.

Schwarz-Bcrthold hats ersonnen in seiner Zelle Nacht,Was in den Staub hinbcttet des Adels gestimmte Macht;Auf Räderwerk sic führen dort Donnerbüchsen zweiUnd schleppen in dem Wagen den grimmen Blitz herbei.

Glut speien schon die Schlünde, der Donner wiederhallt,Der Felsen dumpf erdröhnet, an den die Kngcl prallt;

Die Mauern nun schon brechen erschüttert, wanken schon,Doch ist dem Falkcnburgcr der Muth noch nicht entstehn.

Fünfzehn Vasallen stehen noch tapfrer denn die Wand,

Und leisten all den Städtern kricgkundig Widerstand;Steinhagel begegnet der Kugel, so Spieß als BolzcnsaatFliegt nieder auf die Stürmer, nahm sic, ob früh, ob spat.

So floß die Woche blutig bis zum Sonnabend zu,

Drum sei die Wocheuarbeit versüßt durch Sonntagsruh;

1) Diese Begebenheit ist unter andern angeführt in Mierme rssumv äs1'1ü8t0ii'6 üs 1a I-ouains.

2) Berthold Angeleisen genannt der Schwarze.