Allhicr saß oft dcr Dichter: wenn in des Tages GlutDie weite breite Gegend matt und erschöpft geruht,
Wenn nur die leise Welle sich brach am Felsenriff,
Durch das Gebüsch die Amsel ihr volles Liedchen pfiff.
Allhicr saß oft dcr Dichter: wenn Abends in dem ThalDas Leben angefachct von lauem Mondcnstrahl,
Wcuu edle Ncbcnblüte die Haldcu überfloß,
Der Winzerinnen Reigen sich auf dcr Matte schloß.
Hier saß er oft umdunkclt uud träumte wachen Traum,
Mit Bildern sich bevölkernd den weiten Uferranm,
Mit hehren Heldengestalten, mit Franc» mild und zart,
Die durch die Lüfte strahlten zum Seelcnbnnde gepaart.
So saß er eines Abends aufs neue cingcwiegt,
An jene mosge Wände dcr Trümmer angeschmicgt,
Da störte das Stromgemurmcl, eh lullte es ihn ein,
Ihn auf mit eincmmale ans seinen Träumerei».
Im sanften Zwiclichtschimmer hindurch den BlätterkranzSchaut' er cs sich gestalten ans dem Strom im Mondcnglauz,
Als ob cs zarte Schleier, als ob es Ncbelduft,
Der auswärts von den Wellen sich hebt in die kühle Lust.
Stets näher zu dem User und höher zu dem StrandEs wallt, schon zeigen Glieder sich durch das Ncbclgcwand:
Und eh er weiß ob er wachend, ob schwelgend in holdem Traum,Nabt ihm ein Weid holdselig schon in dcr Hoble Raum.