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Johann von Lchdcn — Johnson.
König Franz I. im Gefängniß besuchend (1834),Heinrich II., Katharina von Medici u. ihre Kin-der (1835), Maria Stuarts Abreise aus Schott-land (1836), Die Schlacht bei Prattelen rc. 3)Tony, Bruder der beiden Vorigen, Kupferstecheru. Maler, geb. zu Offenbach 9. Nov. 1803, starbzu Paris 4. Aug. 1852; illnstrirte Moliere, DonQuijote u. Goethes Werther u. widmete sich seit1831 der Malerei romantischer Richtung. Haupt-bilder: Tod des Connetable du Guescliu (fiir denHerzog von Orleans, 1834); Die Schlachten beiRosebecque u. bei Fontenay; Die Erstürmung desEngpasses von Meandre u. Der Besuch der Köni-gin Victoria von England im Schlosse Eu; DerTod des hl. Paulus; Eine Plünderung im 16.Jahrh. u. Die Freuden des Herbstes. Regnet.Johann von Lehden, s. Bockold.
John, 1)Joh. Friedrich, deutscher Chemiker,geb. 10. Jan. 1782 zu Anklam; war 1804—06Professor in Moskau, wo er die Los. äs iölatura-liston äs Llosoou gründen half und zahlreichewissenschaftliche Arbeiten in deren Journal stiftete,dann Professor der Chemie und Pharmacie i»Frankfurt a. O., dann in Berlin, wo er zuletztprivatisirte u. 5. Marz 1847 starb. Seine chem.Arbeiten behandelten meist Fragen aus derPflan-zenchemie u. einzelne derselben sind gekrönte Preis-schriften (Über die Ernährung der Pflanzen undden Ursprung der Pottasche, Uber Kalk u. Mörtelu. a. m.s. 2) Franz Frhr. von, berühmterösterreichischer General, geb. 20. Rov. 1815 zuBruck an der Leitha. Ans der Militär-Akademiein Wiener-Neustadt gebildet, seit 1845 im General-stab Radetzkys, zeichnete er sich als Hauptmanii1843 in Italien besonders aus. 1859 sehen wirihn als Oberst u. Generalstabschef des 6. Armee-corps in Südtirol u. ein Jahr später als General-major u. Generalstabschef der italienischen Armeeunter Benedek. In gleicher Eigenschaft bewies erunter Erzherzog Albrecht im Jahre 1866 beiCustozza soviel strategisches Talent, daß erzum Feldmarschalllieutenant ernannt wurde. AlsReichskriegsminister führte er 1867 die Heeres-reform (allgemeine Wehrpflicht) durch, trat indessen1868 schon wieder ab. Im Jahre 1869 wurdeer Landescommandirender in Graz, dann Feld-zeugnieister u. Chef des Generalstabes, um dessenReorganisation er sich ebenfalls Verdienste erwarb.Seit 1867 war er auch ständiges Mitglied desHerrenhauses. Er st. 25. Mai 1876 zu Wien.3 ) Eugenie, Romanschriftstellerin unter demNamen Marlitt, geb. 5. Dec. 1825 zu Arnstadtin Thüringen, wo ihr Vater Kausmann, aber fastnur mit Malerei sich beschäftigte; ein musika-lisches Talent und mit einer schönen Stimmebegabt, wurde sie in ihrem 17. Jahre von derFürstin von Schwarzbnrg - Sondershausen alsPflegekind angenommen u. zur Ausbildung ihresTalentes aus drei Jahre nach Wien gesandt; in-dessen zwang sie ein Gehörleiden, der Bühne, diesie bereits mit Erfolg betreten, zu entsagen undkehrte sie nun als Vorleserin an den Hof derFürstin zurück, wo sie wie als Reisebegleitern,derselben sich Welt- u. Menschenkenntniß sammelte.1863 schied sie aus dieser Stellung u. wählte nunihre Vaterstadt wieder zum Aufenthalt, wo sie in
der Familie ihres Bruders, Oberlehrers an derdortigen Realschule, lebt. Sie trat als Schrift-stellerin 1865 zuerst unter dem Pseudonym EMarlitt in der Gartenlaube mit der Novelle: DieZwölf Apostel (ersch. Lpz. 1865) auf, der dam, inrascher Folge die Romane n. Novellen: Goldclse,Lpz. 1867, 4. Aufl. 1869 ; Blaubart, 1866; DasGeheimuiß der alten Mamsell, ebd. 1868, 2 Bve.;Die Neichsgräfiu Gisela, ebd. 1870, 3. A. 1872;Heideprinzeßcheu, 1871; Die zweite Frau, ebd. 1873;Im Hause des Commercienrathes (GartenlaubeJahrg. 1876); auch: Thüringer Erzählungen, ebd.1869, nachfolgten. 4) Richard Eduard, Cri-minalist, wurde geb. 17. Juli 1827 zu Marien-werder, Sohn eines Justizrathes a. D.; stndirtein Leipzig, Berlin u. Güttingen u. habilitirte sich1853 in Königsberg, wo er 1856 außerordentlichern. 1859 ordentlicher Professor wurde; 1868 ginger nach Kiel, 1869 nach Göttingen u. Michaelis1870 als Rath an das Oberappellationsgerichtnach Lübeck, von wo er jedoch 1876 wieder nachGüttingen zum Lehrstuhl zurückkehrte. Von 1862bis 1867 Mitglied des preuß. Abgeordnetenhauses,gehörte er zu den ersten Mitgliedern der national-liberalen Fraction. Schriften : Das Strafrecht inNorddeutschland zur Zeit der Rechtsbllcher, Lpz.1858 ; Über die Nemede der altdithmarschen Nechts-qnellen, Kgsberg. 1860; Die Lehre vom fortge-setzten Verbrechen u. von der Verbrechensconcur-renz, Berl. 1860; Kritik des preuß. Gesetzentwurfsüber die Verantwortlichkeit der Minister, Leipz.1863; Über Strafanstalten, Berl. 1865; Kritikenstrafrechtl. Entscheidungen des preußischen Ober-tribunals, Berl. 1866; Über die Todesstrafe, ebd.1867; Entwurf mit Motiven zu einem Strafge-setzbuch für den Norddeutschen Bund, ebd. 1868;Das Strafrecht in Norddeutschland (Beurth. undEntw. eines Strafgesctzbtiches für den Norddeut-schen Bund in Form eines revidirten Entwurfs),Gött. 1870. Die Verbrechen gegen den Staat inHoltzendorffs Handbuch des Strafrechts und eineReihe von Darstellungen für Holtzendorffs Ency-klopädie u. Nechtslexikon. D r. 2 ) Teicher. s; i) Lagal.
S. John, S. Johns, s. Saint I. rc.
John Bull, so v. w. Bull 1).
Johnson, 1) Benjamin, s. Jonson. 2)Samuel, berühmter englischer Schriftsteller undLexikograph, geb. 28. Sept. 1709 zu Lichfield inStaffordshire; stndirte seit 1728 in Oxford, wurde1731 Unterlehrer an der Schule zu Markct-Bos-worth in Leicestershire n. errichtete in Birming-ham eine Erziehungsanstalt. Unter seinen Schü-lern befand sich Garrick, den I. 1737 nach Londonbegleitete, wo er sich, längere Zeit in dürftigenUmständen, von literarischen Arbeiten nährte und15. December 1784 starb. Er schrieb: Donäon,1738 (eine Satire); Die Debatten des Senatszu Lillipnt (commentirte Auszüge aus den Redender berühmtesten Parlamentsmitglieder); Inks okRiobarä Lava^s, Lond. 1744 ; Dictionary ob tiwDnAlisb lanAuaAS, ebd. 1755, 2 Bde., neuesteAuslage von Latham, ebd. 1864, 3 Bde., ein Wertvon hoher Bedeutung für die englische Literaturu. die Frucht 7jähriger Arbeit; Listorz- ok Uaz-selas, ebd. 1759 (politischer Roman, deutsch vonBärmann, Hamb. 1840, 2 Bde.); rtiv Uvss ol