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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Johaliiutcroiden Johaiuwt.

tretern der verschiedenen Großpriorate gebildetenOrdensrathe besorgt werden, hat derselbe auch eineneigenen Gesandten am österr. Hofe. Hauptzweckdes I. ist jetzt (wie auch des Ordens St. Johannesvom Spital zu Jerusalem Ballei Branden-burg) die Organifirung die Sanitätswesens.Die Decoration besteht jetzt aus einem weißenMalteserkreuz mit dem österr. Doppeladler n. derKaiserkrone bei dem Priorat Böhmen, mit denbonrbonischen Lilien bei den italienischen Prioraten.

Der I. zerfiel zur Zeit seiner Bliithe in dreiHauptklassen: s) Ritter, welche die Waffen führ-ten; d) Gehorsamsbrüder, eigentliche Geist-liche, welche Diakonen u. Caplane waren u. ans10 Jahre angenommen wurden; e) DienendeBrüder (Waffenträger, 8srvsnkr ck'srmr), welchedie Pilger geleiteten u. Kranke in den Spitälernwarteten, lim Gerechtigkeitsritter (Osvsllrsrrcki Amskrms) zu werden u. zu Ordensämtern zugelangen, war Beweis des Adels, in Malta von 8,inDentschland von 16 Ahnen nöthig; ausgenommenwaren die natürlichen Söhne von Fürsten. DasCapitel konnte bei einigem Mangel von Ahnendispensiren, u. solche Ritter hießen dann Gnaden-ritter (Osvsllrvrr cki Arsois), sie konnten jedochkeine Ordensämter erhalten. Mit dem 17. Jahrekonnte der Novizenstand angetreten und mit dem18. Profeß gethan werden, was unter Beobacht-ung verschiedener Ceremonien geschah. Der Ordennahm auch Protestanten u. im letzten JahrhundertPersonen von griechischer Confejsion ans. Ord ens-tracht: schwarz, mit einem weißen, leinenen, acht-spitzigen Kreuz auf dem Mantel u. auf der Brust.Im Kriege sollten die Ritter einen rothen Waffen-rock mit schlichtem Kreuz aus der Brust und demRücken tragen. Auch die Geistlichen u. DienendenBrüder trugen das Kreuz, jedoch nur auf Erlaub-niß des Großmeisters. Vornehmster Beamter desOrdens war der Großmeister des heiligen Hospi-tals zu St. Johann zu Jerusalem u. Guardiander Armen Jesu Christi, von den auswärtigenMächten ^iks^rs siniirsnkrssiras angeredet u. mitsehr bedeutender Dotation (6000 Scudi aus derOrdenskammer u. die Gefälle von den 3 Inseln)ausgestattet. Er hatte das Capitel zur Seite,welches aus acht, aus den verschiedenen Zungen(Nationen, Provinzen) gewählten Abgeordnetenbestand. Mitglieder des Capitels hießen Groß-kreuze. Jede Zunge zerfiel in mehrere Priorate,diese wieder in Balleien u. diese in Comthureienoder Commendeu. Man rechnete, daß vor derfranzösischen Revolution 3000 Malteser existirten.Wappen des Großmeisters und des Ordens einsilbernes, achteckiges Kreuz in rothem Feld, obenmit einer Herzogskrone u. von einem Rosenkranzumgeben; unten hing an demselben ein kleineresMalteserkreuz. Die Umschrift war: krc> kicks.Bgl. Villeneuve-Bargemont, Llonumens irlstorr-gnss ckss Llrsrrä-insttros cks I'orärs äs 8k.-ckss.ircks cksinsaisili, Par. 1829, 2 Bde.; Falkenstein,Geschichte des J-s, Dresden 1833, 2 Bände;Lambruschini, Itnoio äolli esvsiisrr vks. rivovnkinsils längns ck'Iksiis cksl oräins (cksroscck., 1843;Witzleben, Gesch. des ritterl. Ordens St. Johannd. Spital zu Jerusalem, Berl. 1859. H-nne-Am Rhyn.johailniterorden (Orden des St. Johannes

vom Spital zu Jerusalem), königlich preußischerOrden, 23. Juni 1812 vom König Friedrich Wil-helm III. als Zeichen für ehrenvolle Dienstleistungu. Beweis königlicher Gnade an der Stelle undzum ehrenvollen Andenken der durch Edict vom10. Oct. 1810 u. Urkunde vom 23. Jan. 1811aufgehobenen Ballei Brandenburg des J-s ge-stiftet. Der König ist Protektor u. ernennt ausder Zahl der königlichen Prinzen einen Groß- od.Herrenmeister u. eine unbeschränkte Anzahl Ritter.Durch Cabinetsordre des Königs Friedrich Wil-helm IV. vom 15. Oct. 1852, pnblicirt 5. Jan.1853, erhielt der Orden eine seiner ursprünglichenStiftung entsprechende gemeinnützige Bestimmung,indem die Herstellung der Ballei Brandenburg desevangelischen St. J-s (unbeschadet der früher er-folgten Einziehung der Güter desselben als Staats-güter) mit dem Centralpunkt Sonnenburg, demehemaligen Sitz des Herrenmeisterthums, ange-ordnet wurde. Die Ordensmitglieder zerfallen in1) Commendatoren (Comthure) und Ehren-commendatoren, die mit den OrLensbeamtenunter Vorsitz des Herrenmeisters das Ordenscapitelbilden; 2) Rechtsritter, welche nach Ablegungdes Ordensgelübdes in der Kirche zu Sonnenburgden Ritterschlag u. die Insignien empfangen haben;3) Ehrenritter, welche sich zum Zwecke desOrdens bekennen und jährlich 36 U n. ein Ein-trittsgeld von 900 N bezahlen, aus welcher Summedie Zwecke des Ordens, Pflege Kranker u. Siecher,erfüllt werden. Die Mitglieder, über deren Auf-nahme das Ordenscapitel entscheidet, müssen vonAdel sein. Die Ordensgelübde bei der Aufnahmesind: dem Bekenntniß der Evangelischen Kirchetreu anzuhängen, die alten stiftungsmäßigen Zweckedes J-s stets anzuerkennen, dem König von Preu-ßen stets treu, gewärtig u. gehorsam zu sein, sichnie einer entehrenden Beleidigung auszusetzen u.den Oberen im Orden stets willigen Gehorsamzu leisten. Dem preußischen Orden, der in Pro-vinzialgenossenschasten zerfällt, schließen sich dieanßerpreußischen Genossenschaften an. Ordens-zeichen: goldenes, achtspitziges, weiß emaillirtesKreuz, in den vier Winkeln der preußische schwarzeAdler mit der Krone; das Zeichen wird am schwar-zen Bande um den Hals, das einfache weiße Or-denskreuz auf der linken Seite des Kleides ge-tragen; Ordenskleidung: scharlachrothe Uniformmit weißem Kragen u. weißen Aufschlägen, goldenenLitzen n. gelben Knöpfen, weiße Beinkleider undgoldene Epauletten mit dem Ordenskreuz; derGroß- od. Herrenmeister trägt ein größeres Kreuzan breitem Band. Jetziger Herrenmeister ist seit18. Mai 1853 der Prinz Karl von Preußen. Vgl.A. von Winterfeld, Geschichte des ritterlichen Or-dens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem,Berl. 1859. «»gm.

Johannot,deut. Künstlerfamilie: 1) Charles,Kupferstecher u. Maler, gcb. zu Frankfurt a. M.1793, st. zu Paris 1825; illustrirte das Leben derhl. Genovefa u. die Werke Bouillys. 2) Alfred,Bruder des Vorigen, ebenfalls Kupferstecher undMaler, geb. zu Offenbach 21. März 1800, st. zuParis 7. Decbr. 1837 ; illustrirte Walter Scott,Byron, Cooper u. malte später u. A.: Die Ver-haftung Jeans de Crespierre (1833), Karl V.