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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Joannes -

und des Schwarzwaldes 1841, Schottland 1852,NDeutschlands 1854, von SDeutschland 1855 rc.,im Ganzen 120 Bde. (in kürzerer Fassung: Ouiäes-viamants, seit 1866). Großartig angelegt ist auchsein viotüonnairs äss oommunss äs Uranos,1864, 2. Ausl. 1869, und das Itmörairs Asnsraläs In Kranes, 1865 ff. Außerdem verfaßte er zahl-reiche geograph. Darstellungen französischer De-partements. Volch-rt.

Joannes, s. Marajo.

Joannez (Joannes), Vicente, berühmter span.Historienmaler, geb. 1523 zu Fuente la Higuera,gest. 1579, bildete sich wol nach Rafael, war tiesreligiös und gab diesem Gefühl auch in seinenWerken innigen Ausdruck. Hauptwerke: DieTaufe Christi, im Dom zu Valencia; Das Abend-mahl, ebenda; Madonna mit dem Kinde, in S.Dominica; Christus, in S. Francisco, sämmtlichin Valencia, wo er den größten Theil seinerWerke schuf; Altarwand in der Pfarrkirche zuBocairente. Regnet.

Joarmina, Stadt, so viel w. Janina.

Joannitius, Johannitius (Honein EbnJshak), geb. 809 zu el Hira in Syrien; Nestoria-ner, studirte in Bagdad, wurde Famulus Mase-weihs, besuchte dann, von diesem verdrängt, diegriechischen Städte u. Basra, wo er sich noch inder arabischen Sprache zu vervollkommnen suchte,wählte darauf Bagdad zu seinem beständigen Wohn-sitze, wo er auch medicinische Vorlesungen hielt u.wurde zuletzt Leibarzt des Khalifen Mutawakkil.Unter den 33 dem I. zugeschriebenen Werke»verdienen erwähnt zu werden: die arabisch ge-schriebene Einleitung in die Medicin, auch insHebräische u. ins Lateinische übersetzt unter demTitel: äoannitii isa§oAö in arten» parvam Ka-lkül, Vened. 1483, 1487, Leipz. 1490 u. Straßb.1534, sowie das I-oxioon Lzu-.-^rabivum u. dieKranunatlsa Lärmes,. Das größte Verdienst er-warb sich aber I. durch seine Uebersetzungengriechischer Werke, wie des Hippokrates, Galenos,Dioskorrdes, Aristoteles, Ptolemäos u. a., wozuer auch jungen Leuten Anweisung gab, besondersseinen Söhnen Jshak und David und seinemNeffen Hobeisck>, deren Arbeiten er durchsah. Erst. 873. ' »-

Joäo, portug. Form für Johann.

S. Joäo (I. da Foz), Stadt im DistrictOporto der portug. Prov. Eutre Douro e Minho,an der Mündung des Douro; Fort und Leucht-thurm, beliebtester Sommeraufeuthalt der Bewoh-ner von Oporto, stark besuchte Seebäder; 3000 Ew.

S. Joäo del Rey, Stadt in der brasiliani-schen Provinz Miuas Geraes; gut gebaut, mitschönen Kirchen, Collegio rc.; Vieh- u. Getreide-Handel; 9000 Ew. Die ehemal. Goldwäschereiensind nur noch unbedeutend.

Joas, 1) König in Israel, s. Hebräer, S. 94.2) I., König in Juda, s. Hebräer, S. 95.

Job, 1) gemeine Aussprache für Jakob; 2) sov. w. Hiob.

Jobber (engl.), an der englischen Börse dieniederen, waghalsigen, hazardmäßig auftretendenSpeculanten in Actien u. Staatspapiereu, na-mentlich die dabei das Differenzgeschäst betreiben-den; der I. gilt nicht als ordentlicher Geschäfts-

- Jochmus.

mann u. ist die Bezeichnung nur im verächtlichenSinn in Gebrauch.

Jobel (hebr. Aut.), s. u. Jubelfest.

Jobstade, komisches Heldengedicht von K. A.Kortüm, s. d.

Jobst, 1) Abkürzung für JustuS; 2) für Jo-docus.

Joch , hölzernes Geschirr zum Anspannen derZugochsen; daher I. Ochsen, so v. w. ein PaarOchsen; auch bedeutet I. (Juchert) ein Stück Feld,das man mit 2 Ochsen pflügt; in der Botanik be-zeichnet I. ein Paar Fiederblättchen; in der Archi-tektur (äuAum) Gestelle senkrechter Pfähle (Joch-hölzer), die oben durch ein Querholz (J-träger)vereinigt sind; bei hölzernen Brücken (Brücken-J.)sind die senkrecht stehenden Pfähle meist durch schrägdarüber gelegte unter einander verbunden; zu-weilen sind die J°pfähle nicht eingerammt, son-dern unten in Schwellen (J-schwellen) eingezapft;,der Raum zwischen den Jochhölzern heißt Joch-spannung. (Seew.) Joch des Steuerru-ders, eine Vorrichtung, welche die längsschifsseingesteckte Ruderpinne durch zwei querschifss audem Ruderschaft angebrachte Arme ersetzt, wo dieRuderpinne durch Kajütseinrichtungen, Schrauben-brunnen u. dgl. unmöglich gemacht wird od. (inBooten) dem Steuernden das ungestörte Sitzenin der Mitte behindert. Das Steuerreep wirddaun an den äußersten Punkten der Joch armebefestigt.

Jochbein, Jochbogen (Anat.), s. Gesichts-knochen 6).

Jöcher, Christ. Gottlieb, geb. 20. Juli1694 zu Leipzig, studirte daselbst seit 1712 zuerstMedicin, dann aber durch den Theologen Gottfr.Olearius dazu bewogen und unter dessen LeitungPhilosophie, Theologie und Kirchengeschichte, er-langte 1714 die Magisterwürde, trat an der Uni-versität mit Beifall als Lehrer auf u. wurde 1715Assessor der philosophischen Facultät u. 1716 Bac-calaureus der Universität. Auch bei der Regier-ung fanden seine Bemühungen solche Anerkenn-ung, daß er 1721 zum Mitglied des großen Für-stencollegiums ernannt wurde. Von 1720 anübernahm er auch die Redaction der von Nabenerherausgegebenen: tentschen L,ota> Druäitoruw,nahm auch an den lateinischen Lota kÄuäitorum,damals der gediegensten kritischen Zeitschrift,eifrigen Antheil. 1730 erhielt er eine ordentlicheProfessur in der philosophischen Facultät, 1732die Professur der Geschichte u. 1735 die Aufsichtüber die Universitätsbibliothek. Er starb 10. Mai1758. Von seinen zahlreichen Schriften ist nursein Gelehrten-Lexikon noch nicht vergessen, welchesnach dem ersten unvollkommenen Versuche (1715)als: Allgemeines Gelehrten-Lexikon, 175051, in4 Bdn. erschien u. von Adelung 1784 in 2 Bdu.genauer, von Rotermund aber 18101822 un-kritisch u. fehlerhaft fortgesührt worden ist. Einvollständiges Verzeichniß von J-s literarischenArbeiten findet man in Adelungs Fortsetzung desGelehrten-Lexikon, Bd. 2. Vgl. Ernesti, Llsmo-ria. Oll. K. äöollsri, Lpz. 1758. Eichhoff.

Jochmus, August Giacomo, Freiherr vonCotiguola, 1849 deutscher Reichsminister, österr.Feldmarschall, geb. 1808 in Hainburg, lernte als