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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Inseln des grünen Vorgebirges Jnsinmrcn.

sicher (sichtbarer) Höhe man ja eigentlich noch dieganzeTiefedesMeereszählenmuß. II. Dieniedri-gen J-n, fast ausschließlich innerhalb der tropischenMeere aufsteigend, haben nicht minder ein überein-stimmendes Gepräge als die hohen J-n u. sind einWerk des Baues der Korallenthiere (s. Korallen-J-n), u. es steigen dieselben nicht, wie man früherglaubte, aus unergründlichen Tiefen des Oceans,sondern auf Seehochländern und Untiefen empor.

Die Korallen-J-n sowie die vulcanischen

I. jüngeren Ursprungs haben eine arme,dürftige Mischlingsflora u. -Fauna, die sich aus denersten'Blick als solche verräth n. durch Besiedelungvon den nächstgelegenen J-n u. Landstrecken er-klären läßt. Hierbei sind die niederen Korallen-J-nnoch ärmer an Thieren u. Pflanzen, als die hö-heren vulcanischen J-n. Beiden fehlen eigenthüm-liche, sonst nirgends vorkommende Arten. Auf LenKeelings-J-n z. B. kommen nur 20 Pflanzenartenvor, welche 19 verschiedenen Gattungen und 16Familien angehören. Alte J-vnlcane hingegenhaben bereits eine reichere Flora und Fauna mitzahlreichen endemischen Arten, z. B. Madeira,Ascension, St. Helena, die Galapagosgruppe, dieFidschi-J°n, Mascarenen rc. Sind solche J-naußerdem geräumig n. schon sehr lange gehoben,dann bilden ihre Organismen eigene Pflanzen- u.Thierprovinzen, wie Japan, die Philippinen, Neu-seeland. Die Jsolirung hat bei den hohen J-nwie bei hohen Berggipfeln theils erhaltend, theilsin um so höherem Grade verändernd eingewirkt(vr. Alois Pokorny).Rings vonWasser umflosseneLandstücke in Gewässern des Festlandes pflegt manauch wol J-n zu nennen (Binnen-J-n), obwoldann natürlich die obige Erklärung nicht anwend-bar ist (wenn schlechtweg von einer I. gesprochenwird, so versteht man eine Meeres-J.). Sie sindaus dem Wasser hervorragende Felsen, die mit derZeit mit Humus bedeckt sind, häufiger aber, bes.in Flüssen, Ablagerungen von Gerötle, Kies oderSand, od. sie sind auch vom Ufer losgerissene, anseichten Stellen hängengebliebene Landstllcke. Auchschwimmende J-n bilden sich zuweilen in der Nähedes festen Landes aus Zusammenhäufung von Torf,Holzmassen, Wurzeln u. dgl. u. bilden allmählicheinen Boden für Schilf u. Gras. Diese lösen sichaber auch oft wieder auf od. setzen sich wieder andas feste Land an. Anhäufungen von Sandallein, welche über die Wasserfläche hervortrcten,u. Erhebungen von nacktem Gestein haben zwargewissermaßen auch den Charakter einer I., wer-den aber in Meeren u. Strömen nicht als J-n,sondern als Sandbänke u. Klippen bezeichnet.

Eine kleine I. nennt man auch Eiland, einekleine durch Anspülung entstandene I. heißt auchHolm. Flache Fluß-J-n, den Überschwemmungenausgesetzt, nennt man Aueu. Werder od. Wörth(durch zwei Flußarme gebildet); jene sind meist mitWald u. Gebüsch, diese mit Graswuchs bedeckt.Für

J. -Namen auf den Karten u. auf Reisen mag zurErklärung dienen, daß I. heißt: auf angelsächsischsaZe, ix-sotb, eglanä; arabisch äsoiisslrslr; ber-berisch taäsobsirt; chinesisch tsdmv, tscbn; dänischIiolm, ö; finnisch saari, salo; friesisch c>Ao; hin-dnstanisch tapu, ckip; isländisch oz-, stölini; lappischknoio; lettisch salla; malaiisch pülarv, gewöhnlich

xulo; portugiesisch llim; russisch ostrorr; sanskritävlpa; schwedisch ö; spanisch isla; türkisch acka(äsolrssirötr); ungarisch smZst. Vgl. vorstehendeAngaben bei Kloeden, H. Gnthe u. Mann, Hoch'stetter u. Pokorny. Heincmann.

Inseln der Seligen (ll/axapw-- »-yao-), s.

Griech. Mythol. VI., S. 491.

Inseln des grünen Vorgebirges, so v. w.

Capverdische Inseln.

Inseln über dem Winde «.Inseln nnterdem Winde, s. Antillen.

Jnselsberg, Bergspitze des nordwestl. Thürin-ger Waldes, 916 m hoch, auf der Grenze vonGotha und dem preuß. Kreise Schmalkalden, aufder Spitze 2 Gasthäuser u. ein Signalthurm; starkbesucht wegen der ausgezeichneten Fernsicht, dieweit über Thüringen bis zum Meißner in Hessenn. dem Brocken reicht.

Insensibilität (v. Lat.), Unempfindlichkeit.

Jnseparabcl (v. Lat.), unzertrennlich.

Insöparadles, s. Papageien.

Jnseriren (v. Lat.), 1) einschieben, einschalten,beilegen; in ein öffentliches Blatt rücken od. rückenlassen. Insertion, das Einrücken; Inserat, dieeingerückte Anzeige, Bekanntmachung selbst. 2) dasAnfügen von Muskeln an einen Knochen od. an-deren Theil, um ihn zu bewegen.

Jnsertionspunkt (Bot.), s. Blatt II.

Ins Freie fallen, Freisall, die Entziehungder Bergbauberechtigung von Seiten des Berg»amteS.

Insgemein, heißen verschiedenartige Ausgaben,welche beim Buchhalten in keines der gewöhnlichenAusgabecapitel gebracht werden können u. ein bes.Capitel ausmachen.

Jnsidien (v. Lat.), Hinterhalt; Nachstellung;daher Jnsidiös, heimtückisch, hinterlistig.

Insignien (v. Lat.), Kennzeichen, Merkmale;Andeutungen der Macht, der Würde, und desStandes, so bei Fürsten, Krone, Scepter, bei Rit-tern Helm, Schild, Schwert rc., bei PriesternStab, Insul, Kelch; für die Gewerke aus diesenselbst entnommene Abzeichen.

Insinuant (v. Lat.), einschmeichelnd, einneh-inend, sich empfehlend.

Insinuation(v.Lat), eigentlich Einschmeichel-ung, Einflüsterung; im Rechtsw. Einhändigungobrigkeitlicher Decrete, Zufertigungen od. Ladun-gen an die Bctheiligten. Die I. muß in derRegel demjenigen, au den sie gerichtet ist, selbst,od. an dessen Bevollmächtigten geschehen, in seinerAbwesenheit an die Hausgenossen, ev. durch An-schlag an die Thüre. Über die Behändignng, diemeist durch verpflichtete Gerichtsdiener od. Botengeschieht, kommt Bericht zu den Acten (Referat).Vom J-stag, dem Tage der Einhändigung an,wird die Frist, innerhalb welcher einer bestimmtengerichtlichen Aufforderung Folge geleistet werdensoll, oder von einem Parteibefugniß Gebrauch zumachen nachgelassen ist, berechnet. J-smanda«tar, der von einer auswärtigen Partei am Ge-richtSsitze zur Entgegennahme von J-en aufgestellteBevollmächtigte.

Jnsinniren (v. Lat.), 1) beibringen; 8) ein-händigen, gerichtlich zustellen; 3) sich insinuiren,sich beliebt machen.