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Jnsectcu.
Bewegung versetzt. Das Blut tritt durch seitlicheOeffnungen (Osticn) in dieses herzartige Organein u. strömt durch eine bis in den Kops ver-längerte Pulsader in die Leibeshöhle aus. DerStoffumsatz im J-körper ist oft ein so bedeuteilder,daß die I. warmes Blut besitzen, wie diesnamentlich von den Bienen bekannt ist.
Die Athmung erfolgt durch Tracheen. Diessind cylindrische, baumartig verästelte, durch reisen-od. spiralförmige Verdickungen ausgezeichnete(gleichsam mit einem staden spiralig umwickelte)Röhren, Lurch welche die Luft in alle Theile desKörpers geleitet wird. Ihre Hauptstämme begin-nen in der Regel (bei den sogenannten Lungen-tracheeu) an der Körperhaut mil einem Athemloche(sti§ma). Die Atheinlöcher sind au ihrem Randegewöhnlich dicht mit Haaren besetzt, u. könnenhäufig willkürlich geöffnet u. verschlossen werden,wobei ein Muskel den Verschluß herbeisührt,während die federnde Wirkung besonderer Horn-ringe od. Bogen von selbst das Ocfsnen besorgt.Sie finden sich meist zwischen je zwei Leibesab-schnitten, indessen nie zwischen Kopf u. Mittelleibso wie zwischen den beiden letzten Hinterleibsab-schnitten; ihre Zahl u. Anordnung ist sehr ver-schieden. Bei den im Wasser lebenden Larvensind die Tracheen oft nicht mit Aihmlöchern ver-sehen; dann wird die Luft ans dem Wasser durchfeine, auf der Körperoberfläche od. auf besonderenkiemenartigen Anhängen ansgebreitete Tracheen-zweige aufgenomme», u. von da zur weiterenVerbreitung in die großen inneren Tracheenzweigeübergefllhrt (Kiemcntracheen). Die Tracheen be-sitzen, namentlich bei guten Fliegern, sackartigeErweiterungen, welche nach Belieben, ballonartig,mit Lust angcslillt werden können; doch bedarf esdazu besonderer Athcmbewegnngen (vom Volkvielfach Zählen genannt), welche bekanntlich beidem Maikäfer vor dein Auffliegen leicht beobachtetwerden können.
In nächster Beziehung zur Ernährung stehtder sogenannte Fettkörper: ein System fettartiger,glänzender Lappen u. Ballen, welche namentlichwährend der Larvenperiode im Körper vertheiltsind n. bei der Ausbildung des vollkommenenJ-s Verwendung finden. Ihm schließen sich dieLeuchtorgane der Leuchtkäfer an: zarte, an derBauchseite des Hinterleibes vertheilte, reichlich vonTracheen u. Nerven durchzogene Platten, derenbekannte Lichlcrscheinnngen hervorgerufen werdendurch einen Stofsumsatz, der zwar von dem inTracheen hcrbeigefithrten Sauerstoffe abhängig ist,aber unter dem Einflüsse der Nerventhätigkeit steht.
Die meisten I. pflanzen sich durch Eier fort;einige gebären lebendige Junge, indem sie ihreEier bis zum Ansschlüpfen der Brut in sich her-umtragen, diese sind ovovivipar (d. h. durchEier lebendig gebärend), wie z. B. die Flcisch-sliege. Die Entwickelung erfolgt in der Regelmittels Verwandlung (Metamorphose); nur dieflügellose», theilweise parasitische» Formen gehenin ihrer fertige» Körperform aus dem Eie hervor:verwandlungslose I. (iusaota amstadola). Beiden einer Verwandlung unterworfenen I. (i.motaboka) ist diese sehr verschiedener Art; darnachunterscheidet man eine vollkommene und eine
unvollkommene Verwandlung. Im ersteren Falle-wird der Übergang der aus dem Ei hervorge-gangenen Larven in das geflügelte Jnsect durchein ruhendes, der Nahrungsaufnahme entbehren-des Puppenstadium vermittelt, während dies beider unvollkommenen Verwandlung nicht der Fallist. Bei der unvollkommenen Verwandlung be-zeichnet man das der vollkommenen Entwickelungvorangehende Stadium als Nymphenzustand(n^mplia). — Das Auftreten mehrfacher Larven-stadien mit dazwischen eiugeschobenen Ruheperio-den, wie es bei den als'Maiwürmer bekanntenKäfern vorkommt, hat man noch als Überver-wandlung (Hypermetamorphose) bezeichnet. — Beider Verwandlung sind die aus den Eiern hervor-geheuden Larven oft gliedmaßenlos, unbehilflich u.heißen dann Maden, wie bei den Fliegen; anderebesitzen dagegen außer den Füßen an ihren Brust-gliedern auch noch an den Hinterleibsringenstnmmelartige Bewegungsorgane, sogen. After-füße, sie heißen Raupen, wie bei den Schmetter-lingen; die übrigen Larven führen schlechthin denNamen Larven, die der Maikäfer speciell Enger-linge. Es ist die Aufgabe der Larve, viel zufressen u. in ihrem Fettkörper Material für ihreendgiltige Ausbildung anznsammeln; ist dies ge.schehen, so schickt sie sich zur Verpuppung an.Viele verfertigen sich dann ein Gespinnst, in wel-chem sie nach Abstreifung ihrer Haut in dasStadium der Puppe (pnpa s. osirz'salis) eintreten.Liegen dabei die äußeren Gliedmaßen der Puppen-hülle fest an, so heißt die Puppe bedeckt (pnp»obtsata, z. B. bei den Schmetterlingen), im Gegen-sätze zur freien Puppe (puxa lidsra, z. B. beiden Käfern), bei welcher die Gließmaßen bereitsfrei vom Rumpfe abstehen. Bleibt endlich diePuppe auch noch von der letzten Larvenhanr um-schlossen, wie bei manchen Fliegen, so heißt sieeingeengt (pupa voaretata). Die Aufgabe desPnppenlebens besteht in Umgestaltung u. Vollend-nng der inneren Organisation. Ist diese erfüllt,dann sprengt das fertig gebildete, aber noch weicheJnsect (imLAo) die Puppenhaut, arbeitet sich mitFühlern, Flügeln und Beinen hervor, breitet diezusammen gefallenen Theile aus einander, er-härtet in kurzer Zeit u. ist zu allen seinen Lebens -thätigkeiten, namentlich auch zur Fortpflanzungbefähigt. Männchen und Weibchen sind in ihrerallgemeinen Gestalt meist nicht wesentlich voneinander verschieden, doch kommt es zuweilenauch zu einer ausgeprägten Zweigestaltigkeit,Dimorphismus, wie z. B. bei dem großen Frost-spanner. — Zuweilen, z. B. bei Hessenfliege undWeizenmücke, kommt es vor, daß schon die Larvenfortpflanzungssähig sind, man hat dies Jngend-brut (pasckoAonWis) genannt. Hieran schließt sichdie Jungfernbrut (parblronoAgnosio), wie sie sichz. B. bei den Bienen findet. Dabei entwickelnsich die Eier nach Art von Keimen doch ohne Be.sruäitnng der Eier durch den Samen der männ-lichen Thicre. Bei einigen I. findet ein Gene-rationswechsel (s. d.) od. doch eine diesem sich enganschließende Weise der Fortpflanzung statt; eineverwanbte Erscheinung, der Entstehungswechiel(Heterogenie), charakterisirt durch die Aufeinander-folge verschiedener, unter abweichenden Ernähr-