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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Jnnocentius.

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Reich vom päpstlichen Stuhlzins bar und ebensoSancho I. von Portugal. England unterwarf I.dem römischen Stuhl, indem er den die päpstlicheff Wahl des Cardinals Stephan Langton zum Erz-ff bischof v. Canterbury verwerfenden König Johann> 1209 in den Bann that, nachdem 1208 bereits das

j Jnterdict über England ausgesprochen war, 1212h selbst dessen Absetzung decretirte; da beugte sich!? Johann, that Buße und erhielt 1213 sein ReichI, als päpstliches Lehen und gegen Tribut zurück.

. Einen Makel wirft auf den für seine Zeit sos mächtigen Mann seine grausame Verfolgung derAlbigenser u. das von ihm 1198 eingesetzte Ketzer-gericht. Am Ende seines Lebens versammelte I.noch einmal die Repräsentanten der Kirche aufder vierten Lateransynode (1215) um sich, auf! welcher 70 Kanones über die Glaubenssatzungen

j (Lehre von der Transsubstantiation u. der Ohren-

i beichte), die wichtigsten Rechts- und Disciplinar-

§ Verhältnisse nach ihrer neuen Gestaltung anfge-

s stellt, die beiden neuen Orden der Dominicaner

s u. Franciscaner bestätigt und viele andere den

l Glauben u. das Leben der Kirche betreffende Ver-

ordnungen erlassen wurden. I. st. 16. Juli 1216.Seine Opera, erschienen Köln 1575, Vened. 1578;

^ seine Briefe, von Baluzius herausgeg., Paris

1682, 2 Bde., seine Diplomat«, all res Drauei-s oas spsotantia von Brequiguy und Laporte duTheil, Par. 1791, 2 Bde. Vgl. F. Hurter, Ge-schichte I. III. u. seiner Zeitgenossen, Hamburg1834 ff., 4 Bde., 3. Ausl. 1845 f. 5) I. IV.

! (Sinibald), aus der edlen genuesischen Familie

Fiesco von Lavagna, war erst Professor der Rechte1 in Bologna, wurde nachher Cardinal und nach

I Cölestins IV. Tode und einer 19monatlichen Er-

I ledigung des päpstlichen Stuhles 24. Juni 1243

6 zum (186.) Papst erwählt. Als Cardinal stets

H für Kaiser Friedrich II. günstig, wurde er als

k Papst dessen Todfeind; ein eingeleiteter Vergleich

u zwischen Kaiser und Papst kam nicht zu Stande,

ü u. I. floh 1244 vor dem Kaiser nach Lyon, wo

I er bis 1250 blieb; er schrieb dahin ein Concil

I aus (1245), welches den Kaiser mit dem Bann

I belegte und ihn, wiewol vergebens, des Reiches

1 für verlustig erklärte. Als Friedrich 1250 ge-

storben war, zog sein Sohn und Nachfolger Kon-I rad gegen I. und erhielt die Rechte der Hohen-staufen, bis auch er 1254 starb. Manfred, derVormund des zweijährigen Konradin, unterwarfsich dem Papste, welcher die Rechte des Thron-erben zu achten versprach, u. I. nahm Besitz vonSicilien. Da aber bald die wahren Absichten desPapstes hervortraten, rückte Manfred gegen daspäpstliche Heer und schlug dasselbe 2. Dec. 1254.Fünf Tage daraus st. I. in Neapel, wo er inder Kathedrale begraben liegt. I. trat dem Mei-ster des Deutschordens Konrad, Landgrafen vonThüringen, das Eigeuthumsrecht auf Preußen abu. verlieh auf dem Concil zu Lyon den Cardi-nälen den rothen Hut. Er war einer der bestenRechtsgelehrten seiner Zeit, Dator st or§annmveritatis genannt, u. schr.: L,pparatus snxor Vlidros äsorotalium, Straßb. 1478, Fol., u. ö.;^.poloAvtious (Bertheidignng der Gerichtsbarkeitdes apostolischen Stuhles über das Reich); seine(109) Briese stehen im 7. Bd. von Baluzes Llis-

eollan.; Lebensbeschreibung von Nie. de Lurbüim 3. Theile von Muratoris Lvriptorss rsr. ital,6) I- V. (Peter von Tarantasia), geb. zu Mon-tier in Savoyen, war Dominicaner u. Provinzialseines Ordens, wurde 1272 Erzbischof von Lyon,später Cardiualbischof von Ostia und 21. Jan.1276 nach Gregor X.. Papst (der 191.), st. aberschon 22. Juni d. I.; er schr.: Oommsut. inlidr. ssntsntiarnm, Toulouse 1652, 3 Bde., Com-mentar über die Briefs Pauli, Köln 1478, Antw.1617 u. m. a. 7) I. VI. (Stephan Shiberl),aus Brissac in Limousin, wurde Bischof in Noyon,1340 in Clermont, 1342 Cardinal-Bischof vonOstia u. Großpönitentiar u. 18. Dec. 1352 alsNachfolger Clemens' VI. zum Papst (der 205.)erwählt; er residirte in Avignon, während derCardinal Albornoz den italienischen Großen denKirchenstaat wieder abrang und verwaltete. Einrechtskundiger, sittenstrenger Fürst beschränkte erdie unter den Avignonschen Päpsten angemaßtenBefugnisse der Cardinäle, sowie die Aunaten, strebtedie angehäuften Pfründen auf wirklichen Kirchen-dienst znrückznführen, arbeitete auf Ersparungenan seinem Hofe und suchte wo möglich Kirchenzuchtwiederherzustellen; er st. 12. Sept. 1362. 8) I.VII. (Cosmo Megliorati), geb. 1339 in Sulmonein den Abruzzen, erst Bischof in Bologna, unterUrban VI. Ausseher über die Apostolische Kammerund von diesem zur Eintreibung der päpstlichenEinkünfte nach England gesandt, wurde er nachseiner Rückkehr 1389 Cardinal u. nach Bonifa-ciuS' IX. Tode, 17. Oct. 1404, zum Papst (der210.) erwählt, während in Avignon Benedict XIII.Papst war, der vergeblich mit ihm über Wieder-herstellung des Kirchensriedens verhandelte. 1405mußte er bei einem vom König Ladislaus vonNeapel angeschllrten Volksaufstande aus Rom ent-fliehen, wurde aber bald wieder zurückgerufen,that den König in den Bann, st. aber schon 6.Nov. 1406. 9) I. VIII., Genuese (Giov. Bat-tista Cibo), geb. 1432, stand, nachdem er einigeZeit am Hofe zu Neapel gewesen war, in Romin Diensten des Cardinals Philipp von Bologna,wurde dann Bischof von Porto, 1473 Cardinalu. 1484 nach Sixtus IV. Papst; als solcher (der221.) führte er bis 1492 zwei Kriege gegen denKönig Ferdinand von Neapel u., während er dieChristenheit zu einem Kriege gegen die Türkenaufforderte, hielt er im Interesse des SultansBajesid II. dessen Bruder Dschem gegen ein Jahres-gehalt von 40,000 Dukaten in Hast. Den größtenTheil seiner Regierungsthätigkeit verwendete er dar-auf, seine 16 Kinder (daher spottweise Datsr xatriasgenannt)möglichstznbereichern. Erst.25.Juli 1492.10) I. IX- (Antonio Facchinetti), ans adeligerFamilie in Bologna, geb. das. 1519, wurde unterPius IV. Bischof von Nicastro, unter Gregor XIII.Patriarch von Constantinopel, 1583 Cardinal u.folgte 29. Oct. 1591 auf Gregor XIV. als (238.)Papst, st. aber bereits 30. Dec. d. I. 11) I.X. (Giambatista Pamfili), geb. 7. Mai 1574 inNoni, war Nuntius in Neapel und dann demCardinal Franz Barberini als Datarius nachFrankreich beigegeben, wo er später als Patriarchvon Antiochien und Nuntius blieb, bis er 1629Cardinal wurde; als Nachfolger Urbans VIII.