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Jnhafen —
Jnhafen, so v. w. Binnenhafen, s. u. Hafen.
Jnhaftiren (v. Lat.), verhaften, in Arrest brin-gen, s. Verhaftung.
Inhalation (v. lat. iukalärs, Hänchen), dasEinathmen von Dämpfen, die Arzneistoffe ent-halten, um heilend auf Krankheiten der Rachen-u. Kehlkopshöhle u. selbst der Luftröhre einzu-wirken. Gewöhnlich werden Kochsalzlösungen beikatarrhalischen Zuständen zur Beförderung derschleimigen Absonderung, Zink- oder Gerbsäure-lösnngen zur Minderung der Absonderung, mitWasser verdünnter lügu. korri sosguiolilor. zurStillung von Blutungen aus den Luftwegen an-gewendet. Die dabei gebräuchlichen SiegelschenApparate sind bei jedem chirurgischen Instrumen-tenmacher zu haben. In den letzten Jahren hatman durch den Waldenburgschen oder WeilschcnApparat, bei welchem man in verdünnte Luftausathmet, während man comprimirte Luft ein-athmet, versucht, die Staunngsluft bei Emphysemder Lungen rc. ans den Lnngen zu schaffen unddadurch asthmatische Beschwerden gebessert u. selbstgehoben. Kunze.
Jnhalationskur (Atinidiatrik), Heilmethodemittels Inhalation.
Inhalt (Math.) einer Fläche oder eines Kör-pers (Flächeninhalt bez. Körperinhalt, Volumen)ist deren räumliche Ausdehnung, insofern sie durchVergleichung mit einer Flächen- bez. Raumeinheitgemessen wird.
Jnhambane, Stadt auf der Sofala-Küste imöstlichen Südafrika, liegt an der Mündung desgleichnamigen Flusses in die gleichnamige Bai,mit gutem Hasen (Port I.), und treibt lebhaftenHandel; 1200 Ew.
Jnhiiriren (v.Lat.), 1)sich an etwas anhängen;2) fest auf etwas bestehen. Daher Jnhärenz,Anhängung, das Zufällige an einem Andern, Be-harrlichkeit.
In kordis (lat.), im Grase; scherzhaft von Din-gen, welche noch verborgen sind; von Leuten, dienoch nicht sind, was sie gern werden wollen.
Jnhibiren (v. Lat.), anhalten, hemmen, Ein-halt thun, untersagen, verbieten; daher Inhibi-tion, Einhalt, gerichtliches Verbot mit Straf-auslage. Indibitorikiles (Indibitoriiim), dasschriftliche Verbot, wodurch das Verfahren desUnterrichters bei eingewendeten Rechtsmitteln bisaus Weiteres sistirt wird, s. n. Appellation.
ln koc casu, in live psssu (lat.), in diesem Falle,unter diesen Umständen.
ln lionörom (lat.), zu Ehren.
Jnhumanation (v. Lat.), die MenschwerdungChristi.
nhumatlon (v. Lat.), die Beerdigung.
Ntgo (span.), so v. w. Ignaz. Daher Jni-giften (Jniqiten), so v. w. Jesuiten, als Schülerdes Ignaz Loyola.
In lnkinTtum (lat.), in das Unendliche fort.
In instant! (lat.), im Augenblick.
In integrum restitutio (lat.), Wiedereinsetzung inden vorigen Stand; s. Restitution.
Initls (lat., Plural von Initium), I.) Anfang;daher Initial, am Anfänge, anfangend; Initial-buchstaben, Anfangsbuchstaben, vgl. Versalien;Jnitiarii, Ketzersecte im 4. Jahrh., Nachkom-
Jnjunction.
men der Eunomianer, welche behaupteten, daßChristus zwar mit dem Vater von Ewigkeit herGott, nicht aber von Ewigkeit her Sohn Gottesgewesen sei, sondern erst in der Zeit angefangenhabe, dies zu sein; 2) Anfangsgrllnde; 3) dieersten Mysterien; daher Jnitiiren, in Mysterieneinweihen; Iuitiation, Weihe, Einweihung, feier-liche Einführung.
Initiative (v. Lat.), das Recht, etwas anzu-tragen, vorzuschlagen; Einleitung zu einer Sache;
I. haben — den Trieb u. die Befähigung, neueAnlagen, Unternehmungen rc. zu erdenken u. insLeben zu rufen. Nach den Begriffen des constitutio-nellen Staatsrechls das Recht, der Volksvertretungeinen Gcsetzesentwurf zur Berathung vorzulegen.Früher theils stillschweigend, theils ausdrücklichesVorrecht des Landesfllrsten, ist daS Recht der I. seit1848 inDeutschland allgemein durch dieVerfassimgender Volksvertretung gewäbrt. In England bestehtes bereits seit Heinrich VI. für das Parlament,in Frankreich ist es nach mannigfachem Wechselseit Feststellung der republikanischen Verfassungden Kammern gewährt; ebenso haben fast sämmt-liche constitutionelle Staaten Europas der Volks-vertretung verfassungsmäßig das Recht der I. ge-geben. Bergl. Murhard, Die I. bei der Gesetz-gebung, Kassel 1833. Lagai.
Insertion (v. Lat.), Einspritzung. 1) In derAnatomie bedient man sich der I., um Hohlränme(namentlich Gefäße, doch auch z. B. die Harn-röhre rc.) mit erstarrenden Massen zu füllen undauf diese Weise in ihren Formen anschaulicher zumachen. Als J-smassen benutzt man meistensKörper, die in der Wärme flüssig sind u. in derKälte erstarren, wie Wachs, Leimlösung rc.; in »selteneren Fällen benutzt man das Quecksilber.Man läßt den zu injicirenden Theil längere Zeitin heißem Wasser liegen und spritzt alsdann dievorher erwärmte J-smaffe ein, unter langsamemu. gleichmäßigem Druck, damit die Masse überalleindringt, ohne die Wände des anzufüllendenHohlraums zu zerreißen. Gute J-en von Ge-fäßen erfordern einen hohen Grad von technischerGeschicklichkeit. Das Quecksilber läßt man, da esflüssig bleibt, einfach durch seine Schwere ent-fließen. 2) In der praktischen Medicin bedientman sich der I., um medikamentöse Substanzen -in Hohlränme einzubringen; theils um örtliche ^Katarrhe zu beseitigen, z. B. in der Harnröhre,Blase, Ohr, Fisteln rc., theils um zu HeilzweckenEntzündung zu erregen z. B. bei Hydrocele rc.
3) In der neueren Zeit wendet man die sogen,subcutane J. an, um medicamentöse Stoffe demKörper einzuverleiben, die man in den Magennicht bringen kann oder will. Man benutzt dazudie Pravazsche Spritze, eine kleine, in ihrem In-halt genau abgemessene Spritze, deren durchbohrteSpitze in eine zweischneidige Nadel ausläuft. Man »sticht die Spitze in das Zellgewebe unter der Haut *ein n. injicirt die genau berechnete Dose des Me-dicamentes. Die Resorption desselben findet schnellerund exacter stall, als von der Schleimhaut desMagens.
Injektor, so v. w. Dampfstrahlpumpe.
Jnjunction (v. Lat.), Auflage, gerichtlicheAufgabe, Befehl.
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