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Jacquard-Maschine — Jaell.
ruhiges u. wenigstens sorgenfreies Alter. Er st.7. Aug. 1884 auf seinem Gütchen zu Oullins beiLyon u. auf dem Sathonayplatze in Lyon wurdeihm 1840 ein Standbild errichtet. Vgl. Grandsard,I., sa vis stc., 2 . Aust., Lille 1875. 8 ) Claude,Historienmaler, geb. 1805 zu Lyon; bildete sichan der Akademie daselbst und ging später aus-schließlich zum Genre über, aber ohne es zu wah-rer Freiheit der Darstellung zu bringen. Seinegewandte Pinselführung verleitet ihn auch, dasBeiwerk so stark zu betonen, wie die Hauptsache.Hauptwerke des ungemein fruchtbaren Künstlerssind: Der Maire von Boulogne lehnt die Capi-tulation Heinrichs VIII. ab (im Stadthause zuBoulogne); Ein Gefängnißhof; Thom. Morus;Jocelyn zu den Füßen des Erzbischofs; Zigeunervor dem bestohlenen Schloßherrn (Neue Pinako-thek in München); Der heil. Bonaventnra lehntden Cardinalshut ab; Abschied Karls I. von sei-nen Kindern (im Luxembourg). *> r. L) Regnet.
Jacquard-Maschine, ein von F. M. Jac-quard erfundener Webstuhl für Musterweberei;s. d. u. Webstuhl; auch Gewebe, Das. II.
Jacqne, Charles Emile, sranz. Genre- u.Thiermaler u. Radirer, geb. 1813 zu Paris; be-kündet in seinen Arbeiten einen feinen poetischenSinn n. folgt der entschieden naturalistischen Richt-ung. Hauptwerke: Hühnerhof; Hirtenscene; DerAckersniann (lauter Ölbilder); dann die radirtenBlätter: Schnepfenjagd, Dudelsackpfeifer, Ankunftauf dein Lande. Regnet.
Jacqueline von Holland, so v. w. Jacobäa.
Jacqnemart, 1) Albert, namhafter franz.Knustschriststeller, geb. 1809 in Paris: arbeiteteim Finanzministerium u. wurde 1865 Bureau-vorstand der Zollverwaltung, schr. über Kunst rc.für die dasotüs äss Ilvaux-Vrts u. st. in Paris14. Octbr. 1876. I. schr. die Flors äss äamss(Botanik für Frauen), Par. 1840, 2 . Aust. 1841;Nouveau lavASSS äss üsurs, 1841; Risboirsartistigus, inäustrislls ob cowmsrcieä äs Inxorcelams, Par. 1861; Histoirs äs la csra-wiqus, Par. 1873, u. I-os mervsillss äs In cs-rs-migus. 2 ) Jules, Kupferstecher, Sohn desVor., geb. 1837 zu Paris; debutirte 1861 alsMaler u. Stecher, gab aber die Malerei bald aufu. eignete sich eine außerordentlich schöne Technikau. I. stach nach Franz Hals, Rcmbrandt, vander Meer, Reynolds, Grenze, Meissonnier rc. undillustrirte mehrere gelehrte Werke, wie seines Va-ters Risboirs äs In csramiqus (Par. 1873),Barbet de Jouets dsmmss st zoz-aux äs In cou-ronne sto. Regnet.
Jacqncrie, der Bauernaufstand, welchen diefurchtbaren, den Landmann ruinirenden Verwüst-ungen Karls des Bösen von Navarra hervorrie-fen u. der sich zunächst gegen die Bedrücker derBauern (llacquss bon bomms spottweise genannt),die Edellcute, wandte, u. rasch von Beauvais u.Clerinont ans sich über Brie, Soissonnais, Laon-nais an der Marne u.Oise hin ausdehnte. Hun-derte von Schlössern sanken vor den Empörernunter den schändlichsten Greueln, bis endlich derfranzösische Adel im Verein mit dem von Brabantu. Flandern u. dem Dauphin durch ein furchtbaresBlutbad der Empörung ein Ende bereitete. Lag-n.
lacquss, französische Form für Jakob.
Jacquin, Nikolas Josef, Edler von, Be.tamker, geb. 16. Febr. 1727 in Leyden; kam alzMediciner 1752 nach Wien, machte 1755— 5 g auskaiserliche Kosten eine Reise nach Amerika, sam-melte in Westindien für die kaiserl. GärtenWien u. Schönbrunn (welchen letzteren er 175 zangelegt hatte) Gewächse, wurde 1759 Lehrer derChemie in Schemnitz und dann an der WienerUniversität und Director des Universitätsgartens1806 Freiherr und st. 24. Oct. 1817 zu Wien!Er schr. u. A.: Fnnmsrabio s^stsmad. plaudainmguas in insulis carsäbicis vicmogns Americasoollbinsnts ästsxit, Leyd. 1760; Lslsctarum stir-pium amsrican. bist., Wien 1763, 1781, Fol.Mannh. 1788; Obssrvab. botanioas, Wien I 7 si'bis 1772, 4 Thle.; Flora austriaca, ebd. 177 zbis 1778; Iconss xlantarum rarior., ebd. 1781bis 1794, 4 Thle.; Oollectansa aä botauicaw,cllemicam st bist, naturalem spsetautia, 5 Bde.ebd. 1786—96, u. m. a. r. '
Jacqnotot, Marie Victoire, berühmtefranz. Porzellanmalerin, geb. 1778 zu Paris, st.1855 zu Florenz; malte das berühmte Servis,das Napoleon I. dem Kaiser von Rußland nachdem Tilsiter Frieden verehrte, u. copirte nament-lich nach Rafael u. anderen alten Meistern, auchviele Porträts nach der Natur. I. erwarb sichhohe Verdienste um die Ausbildung der Porzellan-malerei. Regnet.
Jacnhy, Fluß in der brasil. Pro». Rio Grandedo Sul, 450 km lang, meist schiffbar, durchfließtein schönes Thalbecken und mündet in die La>gune des Patos.
Jadnssohn, Salomon, Pianist u. Compv-uist, geb. 13. Aug. 1831 in Breslau; trat 1848nach absolvirtem Gymnasium u. gründlicher mu-sikalischer Vorbildung in das Leipziger Conserva-torium, studirte noch 1849 — 52 in Weimar beiLiszt u. ließ sich darauf als Musiklehrer u. Pia-nist in Leipzig nieder. 1866 gründete er de»Verein Psalterion für Kirchengesang, 1867 über-nahm er die Leitung der Euterpe-Concerte u. wurde1871 Lehrer für Theorie, Composition u. Klavier-spiel am dortigen Conservatorinm. Er componirteSymphonien, Gesänge, Kammermusik rc.
Jadava, mythisches Volk des alten Indiens,im Mahabharata erwähnt, ein streitbarer Hirten-stamm, in der historischen Zeit verschwunden.
Jade, so v. w. Jahde.
Jadriu, Kreisstadt im ruff. Gonv. Kasan, ander Ssura u. beim Sergiewschen See; 3 Kirchen,Kreisschule, 2 wohlrhätige Anstalten; 2531 Ew.
Jadschnavalkja (ind. Lit.), Verfasser einesindischen Gesetzbuches (Dharmasastram), das dienächste Stufe nach Manns Gesetzbuch einnimmtu. für dessen Abfassung Stenzler, der Herausge-ber dieses Gesetzbuches (sanskrit. u. deutsch, Verl.1849), das 2.Jahrh. n. Chr. als früheste Grenzebezeichnet.
Jadschurveda (ind. Lit.), die zweite der 4 älte-sten Sammlungen ind. Religionsurkunden, welchein 86 prosaischen Abschnitten über die verschiede-nen Arten des Opfers u. der dabei üblichen Ce-remonien handelt (s. Veda).
Jaell, Alfred, geb. 5. März 1832 in Triest;