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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
Entstehung
Seite
547
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! Jacobincr -

sind zunächst in Crclles Journal f. Mathem. er-chienen. Aus seinem Nachlasse gab Clebsch her-aus: Vorlesungen über Dynamik, Berl. 1866.

! 5) Viktor, Nationalökonom der historisch-philo-

sophischen Richtung, geb. 30. März 1809 zuPempelfort bei Düsseldorf, studirte in Jena u. inBonn Cameralwissenschaften, habilitirte sich 1833E in Leipzig u. wurde 1850 außerordentl. Professor! der Philosophie. Er schrieb u. a.: Vs rsbnsinstiois vetsrnm Vsrmanorum, 1, Leipz. 1833;i Slaven- u. Dentschthum in cultur- und agrar-; historischen Studien, Hann. 1856; Die Bedeutungder böhmischen Dorsnamen, Lpz. 1856; Landwirth-schaftliche u. nationalöconomische Studien in dermederrhein. Heimath, mit Berücksichtigung desVolkslebens, ebd. 1854; Frhr. v. Liebig als un-berechtigt zu entscheidendem Urtheil über Praxisu.Unterrichtswesen in derLandwirthschaft, ebd. 1863.

1) Lagai. S) Zimmermann. S) r. 4) Bnchrncker.

Jakobiner, s. Jakobiner.

Jacobs, 1) Friedrich Christian Wilhelm,Philolog, erzählender Schriftsteller u. Übersetzer,

I einer der vielseitigsten Gelehrten Deutschlands,geb. 6. Oct. 1764 in Gotha, studirte seit 1781! m Jena u. Göttingen Theologie, bes. in Göttingenunter Heyne Philologie, wurde 1785 Lehrer am' Gymnasium zu Gotha, wo er 1805 das Griech.Elementarbuch herausgab, welches de» griechischenUnterricht in weiten Kreisen gefördert hat, 1807Lehrer der alten Literatur am Lyceum zu München' u. Mitglied der Akademie der Wissenschaften, woihm auch der Unterricht des Kronprinzen Ludwigin griechischer Literatur und Geschichte anvertrautwurde. Aber durch die von Seiten der Altbayerngegen die Norddeutschen ausbrechenden Verfolgun.gen bewogen, ging er 1810 als Oberbibliothekar' n. Direktor des Münzcabinets nach Gotha zurück,wurde 1831 Direktor aller Kunstsammlungen aufl dem Friedenstein u. Geheimer Hofrath, legte dieseStelle 1842 nieder u. st. 30. März 1847. Ergab heraus seit 1793 Tzetzes, Älians vistoriaLmmaliuM, die LnbiroloZIa Arasoa (4 Bde.),Theokritos, Achilles Tatios, Bion und Moschos,mit Welcker Philostratos, mit Rost die LibUotbseagrasoa, Gotha 1826 fs. (jetzt Leipzig), für welche eri den Osleobns sxigrammatnm Kraeoornin bear-i beitete, u. schr.: ^.nimaäversionss in spigram-muts, ^nbiwlogias Oraooao, 8 Bde., 1793;Lxsreitationss crit. in ssripdoros veterss, ebd.179697, 2 Thle.; ^äckitarnonta animackvsroio-umn in ^Ürsnasum, Jena 1810; VsotionssStobsnsss, ebd. 1827; Beiträge zur älteren Lite-rotur (Merkwürdigkeiten der Gothaischen Biblio-thek), Lpz. 183543, 2 Bde.; Vermischte Schrif-^ len (Reden, Abhandlungen rc.), Gotha u. Leipzig182344, 8 Bde.; Hellas, aus dem handschrift-lichen Nachlasse des Verfassers, herausgeg. vonMistemann, Berl. 1852; Elementarbuch der griech.Sprache, Jena 180911, die neuen Allst. bear-beitet von I. Classen, unter dem Titel: GriechischesLesebuch; mit F. W. Döring, Lateinisches Elemen-tarbnch, ebd. 1815, 3 Bdchn., die neuen Aust,bearb. von Classen; übersetzte den Vellejus Pater-culus, die Philippischen Reden des Demosthenes,1805, 2. A. 1833; Atheniensische Briefe (aus demEngl.), 1799 f., 2 Bde.; Tempe, Spiele der griech.

Jacobson. L!7

Muse (Auszüge aus der griech. Anthologie), Lpz.1803, 2 Bde., neue Bearb. 1823; Longos u. Phi-lostratos, in der Stuttgarter Sammlung; fernerschrieb er: Bruchstücke über die Forderungen der Zeit(1820) u. Jugendschriften: Allwin n. Theodor,Schriften zur Bildung des weiblichen Geschlechts,Rosaliens Nachlaß, Lpz. 1812, 2 Thle., 5. A., ebd.1842; Auswahl aus d. Papieren eines Unbekannten,ebd. 181822, 3 Bde.; Feierabende in Mainau,Lpz. 1820 ff., 2 Thle.; Die beiden Marien, ebd.1821; Ährenlese aus dem Tagebuche des Pfarrersvon Mainau, ebd. 1825, 2 Thle.- Die Schuleder Frauen, 1827, 7 Thle.; Erzählungen, Leipz.182437, 7 Bde. Die belletristischen Schriftenerschienen gesammelt als: Schriften für die Jugend,Lpz. 184244, 3 Bde. Eine Biographie enthältseine Schrift: Personalien, Lpz. 1840, 2. Aufl.1848; Wllstemann, vr. ckavobsi lanckabis, Gotha1847. 2) Paul Emil, koburg-gothaischer Hof-maler, Sohn des Vor., geb. zu Gotha 1803, st.das. 6. Jan. 1866, studirte zuerst auf der Mün-chener Akademie, dann 182428 in Rom, woraufer 1829 als Porträtmaler nach Frankfurt a. M.u. dann nach Petersburg ging, wo er zum Mit-glied der Kunstakademie ernannt u. mit umfassen-den Arbeiten religiösen Stils betraut wurde. ImI. 1835 begann er zwei Säle des restaurirtenSchlosses in Hannover mit Bildern zu schmücken,siedelte dann nach Gotha über, bereiste Griechen-land u. Italien u. wendete sich der modern-colori«stischen Richtung Riedels u. Pollaks zu. Genrehast-historische Stoffe, namentlich solche, welche zur Ent-wickelung nackter Frauenschönheit Gelegenheit boten,malte I. in blendend süßlicher Manier mit großerVirtuosität. Hauptwerk: Susanns im Bade (1856);außerdem war I. viel für König Wilhelm vonWürttemberg beschäftigt. v Eichhoff. s> Regnet.

Jacobsen, Sophus, norweg. Landschaft-maler der Gegenwart, geb. zu Frederikshald 7.Sept. 1833, z. Z. in Düsseldorf, wo er sich von185355 unter Gude bildete. Auf seinen Reisendurch Norwegen, Deutschland u. Italien sammelteer reiche Studien, welche er namentlich in Mond-schein-, Herbst- und Winterbildern verwertete.Werke von I. in den Staatssammlungen zu Stock-holm u.Christiania, viele andere in Amerika. Regnet.

Jacobshatm, dänische Niederlassung auf derWestküste von Grönland, an der Diskobai, gehörtzum nördlichen Jnspectorat, mit einein Katecheten-Seminar u. 300 Ew.

Jacobson, Heinrich Friedrich,Rechtslehrer,geb. 8. Juni 1804 zu Marienwerder, studirte182328 in Königsberg, Berlin und Göttingendie Rechte, habilitirte sich darauf in der juristischenFakultät in Königsberg u. wurde 1831 Professorder Rechte daselbst. 1862 creirte ihn die theolog.Fakultät zum vr. tüooi. u. 1865 wurde er Geh.Justizrath. I., der 13. März 1868 Plötzlich starb,hat sich bes. auf dem Gebiete des Kirchenrechtsausgezeichnet, indem er Las juristische Elementmit dem theologischen zu vereinbaren suchte. Erschr.: Kirchenrechtliche Versuche, Königsb. 1831bis 1833, 2 Bde., u. Geschichte der Quellen desKirchenrechts des preußischen Staates, ebd. 1837bis 1844, 3 Bde., gleichsam Vorarbeit zu seinemHauptwerk: Das evang. Kirchenrecht des preuß.