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Jacksons Rivcr — Jacobi.
lag dagegen 1. Juli bei Malvernhill. Dannvereinigte er sich mit Lee u. half die Unionistenunter M'Clellan an den James River zurück-! werfen; vor Pope mußte er 9. Aug. bei Cedar! Mountain weichen, besiegte denselben aber in der 2.
! Schlacht am Bull Run 30. Aug. Harpers Ferry,! welches er darauf 14. Sept. durch Capitulatiou er-! hielt, mußte er bald wieder verlassen u. zog sich nachj der Schlacht am Antietam nach Virginien zurück,
! nahm 13. Dec. an dem Siege bei Frederiksburgüber Burnside theil, wurde zum Generallieuteuantbefördert und trug 2. Mai 1863 wesentlich zumSiege bei Chancellorsville über Hooker bei. AmAbend der Schlacht auf einer Recognoscirungwahrscheinlich aus Jrrthum von eigenen Leutenverwundet, starb er 10. Mai 1863 in GuineasStation. Biographien von Coole u. Dabney, beideNew-Uork 1866. In Richmond wurde 26. Oct.1875 seine Statue enthüllt. i> Bartling.» L) Schroot.
Jacksons River, Hauptquellenfluß des JamesRiver, s. d.
Jacksonville, Countysitze in den nordamerik.
! Unionsstaaten, darunter 1) von Duval County,Florida, am St. Johnsfluß, Endpunkt der voni New-Orleaus nach O. führenden Eisenbahnen,
! lebhafter Holzhandel; 6912 Ew. 3) Von Mor-gan County, Illinois, am Mevestar Creek, Eisen-bahnknotenpunkt, Illinois Coll' ge (mit Bibliothek),Taubstummen-, Irren- und Blinden-Jnstitut;S203 Ew. Schroot.
Jackstag (Seew.), ein dünnes Tau od. eineeiserne runde Stange, der Länge nach auf derOberkante der Raaen in einer Reihe von Punktenderart befestigt, daß zwischen I. u. Raa eben nochSpielraum bleibt, um den Finger hindurchzustecken.An dem I. wird das Oberliek des zu der Raa> gehörigen Segels mit Kabelgarnen befestigt.
Jaemek, Arrondissementshauptstadt der Re-publik Haiti mit sicherer Rhede, etwa 6000 Ew.,i aeaen früher sehr heruntergekommen.
Jacob, s. Jakob.
Jacob, P. L., auch 4. 1ö biblioxbils, Pseudo-nym sür P. Lacroix.
Jaeobäa (Jacobe), 1) I. von Holland,auch von Bayern genannt, geb. 1401, Erb-tochter Wilhelms VI. von Bayern, Grafen vonHolland u. Hennegan. Sie war 1415 vermählt anJohann, Dauphin von Frankreich (starb 1417),
! folgte ihrem Vater 1417, Heirathete dann den' Herzog Johann IV. von Brabant, trennte sich wegenangeblich zu naher Verwandtschaft und vermähltesich 1423 mit Herzog Humphrey von Gloucester.Nun erhob sich der von ihr verstoßene Johannvon Brabant und nach dessem plötzlichen Tode ihrVetter, Philipp der Gute von Burgund, gegen' sie; nach langem Streite verglich sie sich mit ihmgegen Anerkennung ihrer Regieruugsrechte dahin,ohne Einwilligung desselben keine neue Ehe ein-zugehen, heirathete aber doch 1432, nachdem sie1430 von Gloucester sich getrennt, insgeheim; 1432 den Edelmann Franco von Borsele. Phi-
lipp ließ diesen gefangen nehmen, worauf I.,um ihrem Gemahl das Leben zu retten, ihremVetter 1433 ihre Länder abtrat. Aus Gram^ über ihr Mißgeschick st. sie, eine, wenn auch leicht-^ sinnige, doch immer edeldenkende Frau, 1436Pierers Univerlal-ConversationL-Lerikon. 8. Aufl. X.
auf Schloß Teilingen am Rhein. Vergl. Löher,I. von Bayern, Nördl. 1862—63, 2 Bde. 3)I. (Jacobe, Jacobine) Herzogin von Jülich,Tochter des Markgrafen Philibert jvon Baden u.Mechtildens von Bayern, geb. 16. Jan. 1558,wurde, obgleich ihre Eltern Protestanten waren,nach deren Tode bei ihrem Oheim katholisch er-zogen u. heirathete 16. Juni 1585 Johann Ml-Helm, Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Jü-lich; als er 1592 seinem Vater folgte, wurde erblödsinnig, und nun trieb I. an ihrem Hofe zuDüsseldorf ein so schändliches Leben, daß die Land-stäude 1595 auf dem Landtage zu Grevenbroichsie ihres Antheils an der Regierung entsetzten,einkerkerten und Klage gegen sie beim Kaiser er-hoben. Vor Entscheidung des Processes fand mansie im Sept. 1597 in ihrem Bett erdrosselt. Vgl.Haupt, I., Herzogin von Jülich, Kobl. 1820;Kugler, I. (Drama), Stuttg. 1850. Lag«.»Jacobellus von Mies, s. Jakob 22 ).
Jacöbi (ckavobi äios), Namenstag des ApostelsJakob, der 25. Juli.
Jacobi, 1) Johann Georg, deutscher Dich-ter, Sohn eines reichen Fabrikherrn, geb. 2. Dec.1740 zu Düsseldorf; studirte in Halle u. HelmstädtTheologie u. wurde Professor der Philosophie u.Beredtsamkeit in Halle u. 1769, durch GleimsEinfluß, Canonicns in Halberstadt, 1784 Professorder Schönen Wissenschaften zu Freiburg im Breis-gau u. st. hier 4. Jan. 1814. I. wurde seinerZeit als Dichter sehr geschätzt. Er schrieb zuerst:Poetische Versuche, Düsseld. 1764; Werke, Halberst.1770—1774, 3 Bde., von ihm selbst gesam-melt, Zür. 1807—13, 7 Bde., Taschenausgabe,ebd. 1819—22, n. Aufl. 1826, 4 Bde., u. gabaußerdem heraus: Iris, Quartalschrift, Düsseld.u. später Berl. 1775—78, sowie mehrere Jahr-gänge Taschenbücher. Vgl. Lebensbeschreibung vonJttner, Zür. 1825; Martin, Ungedruckte Briefevon u. an I. G. I., Straßb. 1874. 3) Fried-rich Heinrich, deutscher Philosoph, geb. 25. Jan.1743 zu Düsseldorf, Bruder des Vor., wuchs inpietisiischer Umgebung ans. Sein Vater schickteihn 1759 als Haudlungslehrling nach Frankfurta. M., von da kurze Zeit später nach Genf, woer sich bis 1762 aufhielt. Bonnet, der frommeNaturforscher, wirkte mächtig auf die Richtungseines Geistes; aber dasselbe that auch, u. noch inhöherem Grade, Rousseau durch seine Schriftenu. durch seine Freunde, mit welchen I. verkehrte.Aus den Wunsch seines Vaters trat er in dessenHandelsgeschäft ein, und übernahm 1764 die Leit-ung desselben. In demselben Jahre trat Jacobimit der geistreichen Betty von Clermont (aus derGegend von Aachen) in eine höchst glückliche 20-jährige Ehe. Außerdem wurde sein Leben durchpersönlichen Umgang und Briefwechsel mit vielenKoryphäen unserer Literatur verschönert u. gehoben.Nachdem ihn der Statthalter von Düsseldorf 1772in die Hofkammer ausgenommen hatte (ein Amt,dem der Philosoph alle Ehre machte), gab er seinHandelsgeschäft aus. Seinen ersten philosophischenRoman veröffentlichte er 1775—76 in der Isisu. im Deutschen Merkur unter dem Titel EduardAllwills Papiere (Eduard Allwills Briefsammlung,Bresl. 1781, Ausg. letzter Hand, 1826). 1777Band. 35