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Jaborandi —
Station derKaschau-Oderberger Eisenbahn; Leinen-weberei, 5 Jahrmärkte; 2123 Ew., Gemeinde mitBiala 3026. In der Nähe der Jablunkapaß(601 m hoch), der von Loschen, südwärts das Thalder Olsa hinauf, über I. bis Csacza am Kissucz immigarischen Comitate Trenczin führt; eine langeGebirgsschlucht ohne Seitenverbindungen, die früherdurch zwei Forts vertheidigt wurde. Durch ihnführt die Straße von Oberschlesien nach Ungarnu. die Kaschau-Oderberger Eisenbahn. Die zweijetzt demolirten Forts wurden 1521 zum Schutzgegen die Ungarn errichtet; 1625 wurden sie vonMansfeld und 1645 von den Schweden unterKönigsmark erobert; auch im Siebenjährigen Kriegewurden sie wiederholt gestürmt. H- Berns.
Jaborandi, schweißtreibendes Arzneimittel, s.kiiooarxao.
labst (franz.), Kropf der Vögel; Hemd- undBrustkrause.
Jaea, befestigte Stadt in der span. ProvinzHuesca, auf einem Hügel am linken Ufer desAragon, von alten zinnengekrönteu, mit gothischenThoren und Thürmeu versehenen Mauern um-geben; Citadelle, Bischofssitz, Kathedrale; 3600 E.I. hieß im Alterthum Jacca u. war die Haupt-stadt der Jaccetani, die sich vom Jberus biszu den Pyrenäen ausbreiteten; sie wurde 778 vonKarl d. Gr. erobert. Hier 1060 Concil, auf demder römische Ritus in Aragonien eingeführt wurde.
laoarsnäa -/nss., Pflanzengattung ^aus der Fa-milie der Lignooinosa.o-Ia,onra.nckeas (XIV. 2).Südamerikauische Bäume mit gegenständigen, ge-fiederten Blättern u. großen blaueu od. violetten,in Rispen stehenden Blüthen; Frucht eine eiförmige, zusammengedrückte Kapsel. Etwa 30Arten; wichtig: I. xroeora, in Guiana; die Rindewird wie Limniuba. gegen die Ruhr gebraucht,der Saft der Blätter gegen die Frambösie; I. drn-siilann die Früchte geben gekocht einen
genießbaren Brei (Manipoy); unreif enthalten sieein als Seife dienendes Mark; auch kommt vondiesem Baume das zu feinen Tischlerarbeiten ver-wendete Jacaranda-, Palisander- od. brasil. Zucker-tannenholz; dieses wird in Blöcken von 20 ZollBreite eingeführt; das beste kommt von Rio deJaneiro, die zweite Sorte aus Bahia und diegeringste aus Ostindien; eS ist schwärzlich oderbräunlich, mit dunkleren Adern od. Streifen. Engler.
Jaeent (v. Lat.), liegend; J-e Güter, ver-lassene Güter.
Jachin u. Boas, die beiden ehernen Säulenan der Halle des Thors im Tempel zu Jerusa-lem, diese zur Linken, I. zur Rechten; nach Ein-igen standen sie frei, nach Anderen waren sieTräger für das Dachgebälke der Vorhalle; dieHöhe betrug nach den Büchern der Chronik 35Ellen, nach Neueren bloß 23, bezw. 18 Ellen.
Jachmann, Eduard Karl Emanuel, deut-scher Viceadmiral, geb. 2. März 1822 in Danzig,trat 1839 in die preuß. Marine, wurde 1845 Ma-rinelieutenaut u. arbeitete 1852 als Decernent inder Marineabtheilung des Kriegsministeriums inBerlin u. machte 1853 f. als erster Lieutenant aufder Gefiou eine Reise nach Amerika mit. DannOberwerftdirector in Danzig, Corvettencapitän u.1857—59 Director einer Abtheilung der Admirali-
Jackmaschine.
tät, nahm er, Sept. 1859 zum Capitän der Seeernannt, als Commandant der Fregatte Thetis,an der preußischen Expedition nach Östasien theil.Nach der Rückkehr, 1862, wurde er Chef desStationscommandos der Ostsee in Danzig u. be-stand 17. März 1864 das Seegefecht an der Ost-küste Rügens mit dem überlegenen dänischen Ge-schwader, wofür er zum Cvntreadmiral ernanntwurde. 1864—67 war er Chef der Marinestationin Kiel, wurde 1867 Vorsitzender des Marinemi-nisteriums u. 1868 Viceadmiral. Im Französ.Kriege, 1870—71, war er Oberbefehlshaber inder Nordsee, wurde, nachdem 1871 das Seewesenan das Deutsche Reich übergegangen war, Ober-befehlshaber der gesammteu deutschenSeemacht,trataber 31. Dec. 1871 in den Ruhestand. Schroot.*
Jacht, ein Fahrzeug der Handelsmarine, bez.für Lootsen- u. Zolldienst, mit einem Deck undeinem Mast, der bei den kleineren J-en ein Pfahl-mast, bei den größeren mit einer Stenge versehenist. Die Hauptsegel der I. sind ein großes Gaffel-u. große Stagsegel u. als Aushilfe eine Brefock;zu diesen kommt bei den mit Stenge versehenen einGafftopsegel und ein Bramsegel. Vermöge dieserTakelage und ihrer bootartigen Form besitzen dieJ-en eine große Manövrirfähigkcit, so daß sie denTypus für Vergnügungsboote (in früheren Zeitenauch Herren- oder Spiel-J-en genannt) gelieferthaben, für welche jedoch im Deutschen der Unter-scheidung wegen die englische Schreibweise Jachtgebräuchlich geworden ist. Vor der Anwendung desDampfes dienten Jachten viel zur Beförderungvon Nachrichten, Palleten u. Briefen von Ort zuOrt u. hießen dann Avis- oder Post-J-en; esgab auch armirte J-en, die im Kriege als Depe-schensahrzeuge benutzt wurden. (Vgl. auch Hukeru. Eisjacht.)
Jacini, Stefano, ital. Staatsmann u. Na-tionalökonom, geb. 1827 zu Casalbuttano beiCremona, studirte auf italienischen und ausländ-ischen Universitäten Jura n. Staatswissenschaften,bildete sich weiter auf Reisen aus, wurde durchdie Preisschrift über die Zustände des Grundeigen-thums in der ackerbautreibenden Bevölkerung be-kannt u. Mitglied des Instituts zu Mailand, gingeifrig gegen die österr. Verwaltung in Italienvor u. gründete zu dem Behufs auch die ?srse-verarmn, die er Cavours Plänen zur Verfügungstellte, erhielt Juli 1860 das Portefeuille deröffentlichen Arbeiten im Cabinet Cavour, gab esJuni 1861 ab, um es im Sept. 1864 unter La-marmora wieder zu übernehmen u. behielt es auchunter Ricasoli. Er hat sich um das Verkehrswesen,bes. auch um die Gotthardbahn verdient gemacht.Seit 1867 von seinem Posten zurückgetreten, schrieber: Duo nnni äi palitioa italiann, Mail. 1868;Geschichte seines Ministeriums. Lagai.
lack (engl.), englisches Diminutivum von John,Spitzname der engl. Matrosen. I. kuäcking, die lu-stige Person auf dem engl. Theater; vgl. Hanswurst.
Jackmaschine (Spulenmaschine), durch denClyer verdrängte Vorspinnmaschine für Baum-wolle, mit einer horizontalen Spule zum Auf-wickeln des Bandes, welches sich um eine verti-kale Achse dreht, um dem Bande die Vordrehunazu geben.