Druckschrift 
Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
Entstehung
Seite
542
Einzelbild herunterladen
 

542

Jaapen

seit dem 16. u. 17. Jahrh. n. Chr. eingeführt.Doch wurde der Consonant, so zuweilen von Cicero,in zwei i dargestellt (maiius, xsiius). Von denorientalischen Sprachen gilt im Hebräischen i,auch für i u. g. Bei Umschreibung des z in arab-ischen u. anderen orientalischen Wörtern, besonderstürkischen, persischen, indischen, wird in neuererZeit ost z- gebraucht, weil die Engländer z für denLaut äsob eingesuhrt haben. Auch in der Um-schreibung der chinesischen und japanesischenWörter wird statt des j sehr ost z- gebraucht. Vonden germanischen Sprachen hat allein dasGothische ein eigenes Zeichen für g (H). In denhochdeutschen Sprachen erscheint weder in den Hand-schriften der alt- noch mittelhochdeutschen ein be-sonderes Zeichen dafür, erst im Neuhochdeutschenging es mit der Einführung des j in lateinischenSchriften in die deutschen Bücher über. Es istauch in der ncuerenZeit in die nordischen Sprachenausgenommen u. in derselben Folge dem Alphabeteinverleibt worden; hier steht es auch nach Con-sonanten u. Consonantenverbindungen, wie b, ä,k, ic, sic rc., aber fällt auch vor weichen Vocalenu. Gutturalen aus. Auch im Englischen existirtneben dem i das j u. wird hier wie dsch gesprochen;ebenso brauchen die romanische »Sprachen i u.g nebeneinander, letzteres wird im Französischenund Portugiesischen wie sch gesprochen; imSpanischen fällt es mit der Aussprache des xzusammen, daher auch mehrere Wörter, die mansonst mit x schrieb, jetzt mit g geschrieben werden,z. B. Mejico stattMexico; nur dasJtalienischehat keinen besonderen Lantwerth für g, sonderngibt diesen Laut anderer Sprachen durch §1, A^iwieder, z. B. Cliovanni (Johann), nwMiors (daslateinische inajoi); dagegen dient j oft als Zeichenfür ü, u. es kommt vor Vocalen vor, denen sichder i-Laut eng anschließt. Die slavischen Spra-chen haben eigentlich kein j; im Altslavischen ver-trat 1 die Stelle desselben, doch ist in die Schrifteiniger slavischen Sprachen, z. B. der serbischen,das lateinische g emgeführt; im Russischen wirdes vor Vocalen vorgeschlagen, aber nicht geschrie-ben. 2) Als Zeichen, wo nur i nicht j gebrauchtwird: a) im Griechischen e 9, 9000;

b) im Lateinischen: 1 1. Aus dem Vermehrendieses I entstehen die größeren Ziffern, so daß dieRömer so viele I machten, als sie Einheiten an-,zeigen wollten, bis sie auf ein höheres Zahlzeichenkamen. Steht vervielfachtes I vor 0 und Ll, sodrückt es so viele Hunderte, Tausende aus, soIIO 200, IIILl 3000 rc., wobei man derDeutlichkeit wegen besser einen Strich über dieganze Zahl setzt, da 110 auch für 98 vorkommt.Z) Als Abkürzung: s.) in Inschriften, Handschrif-ten rc., I. Imperator, in rc., ü. Johann,Jakob, Jahr, jure rc.; b) auf älteren französischenMünzen die Stadt Limoges; <r) auf den neuenMünzen des DeutschenReichs Hamburg. 4) (Mus.)Tonbenennnng auf dem eigenthllmlichen Noten-systeme der Laute u. lauteuartigen Instrumente.5) (Chemie) Zeichen für Jod.

Jaapen, s. n. Gaapen.

laksäiu insula, entstanden aus dem sanskritischenllavaävipa, bei den klassischen Geographen derName der heutigen Sundainsel Java.

Jablunkau.

Jabbok (a. Geogr.), Nebenfluß des Jordan inOstpalästina, jetzt Wadi Zerka.

Jabes (a. Geogr.), Stadt in Palästina, iGilead im Staate Manasse. Da die Jab esiterwelche Sauls Leichnam den Philistern nahmen n.'begruben, nicht mit gegen Mizpa gezogen warenso wurden sie alle von den anderen Stämmenerschlagen u. die dort geraubten 400 Jungfrauenden Benjaminiten zu Weibern gegeben.

Jablonoi-Chrebet, auch Apfelgebirge, Ge-birgskette in OSibirien auf der rechten Seite desOnonflusses, nahe dem Baikalsee; in seinem Süd-ende liegt östlich der Jngodaquellen der 2400 mhohe Sochondo; nordöstlich schließt sich an dasselbedie Steilkette des Stanowoi-Chrebet an. Arendts.

Jablonotia-Gebirg ist Jablonoi-Chrebet, s. d.

Jablonowski, polnische Fürstenfamilie, dieihren Vornamen Pruß von der Abstammung vonden alten preußischen Herzogen, ihren Geschlechts-namen von dem Flecken Jablonow in Groß-Polenableitet, wurde 1743 in den Reichsfürstenstanderhoben u. hat, noch heute blühend, in 2 Linien ,(1) Anton Barnabas u. 2) Demetrius) Besitzungen !iu Rußland u. Galizien; berühmt sind: 1) Sta»i§.lausPruß, geb. 1631; diente gegen die Kosaken,Tataren und Schweden, trat der Conföderativn !gegen König Michael bei, brachte 1674 die Wahl !Sobieskis zum König zu Stande u. ward 1682Großgeneral der Krone und 1692 Kastellan vonKrakau; 1683 commandirte er den rechten Flügelder polnischen Befreiungsarmee vor Wien gegen >die Türken und wurde vom Kaiser Leopold zumdeutschen Reichssürsten erhoben, was Karl VII.für seine Nachkommen erneuerte; er st. 1702; seineTochter Anna wurde Mutter des Königs Stanis-laus von Polen. 2) Jos. Alex. Pruß, Fürstvon Jablonow, geb. 4. Febr. 1712, Sohn des ipolnischen Krongroßfähndrichs Alex. Johann I.;wurde Wojewode von Nowgorod, 1743 deutscherReichssürst, wanderte aber infolge der Unruhen1768 aus und ließ sich in Leipzig nieder, wo er1768 unter den akademischen Gelehrten die nochbestehende J-sche Gesellschaft (über sie s. Aka-demie, X. §) S. 330) stiftete u. 1. März 1777starb; er schr.: Vinäiciao lwobi sb Orseiu, Lpz.1770, vermehrt, ebd. 1775. Lagai.»

Jablonski, Daniel Ernst, Protestant. Theo-log, Sohn des Predigers Fignlus, nach seinemGeburtsorte Jablunkau I. genannt, geb. 26. No».1660 iu Nassenhuber bei Danzig, pastorirte seit1683 in Magdeburg u. seit 1686 in Lissa, wurde1609 Hofprediger in Königsberg u. 1693 in Berlin:1698 von dem Bischof der Böhmischen Brüder inPolen zum Bischof gewählt, weihte er 1737 Zin-zendorf zumBischos der böhmischen Brüdergemeinde;in Berlin 1718 zum Consistorial- u. 1729 zum ,Kirchenrath erhoben, starb er 25. Mai 1741; erwar mit Leibniz besonders in Uuionsversuchenzwischen Lutheranern u. Reformirten thätig undschr. u. a.: Histoiia eonssusus Lsnäomirlsnsis,Berl. 1731; llura ob libortatss äissicisntium inkolonia, und gab das A. T. hebräisch heraus,Berl. 1699. «Mr.

Jablunkau (Jablnnkov), Stadt im Bez. Ti-schen des österr. Herzogthums Schlesien, südl. vonTeschen, am Zusammenfluß der Lomna u. Oha,