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Hydra —
ganzen Bildes. Alle übrigen Sterne sind vongeringerer Größe, weshalb dieses Sternbild nursehr wenig ins Auge fällt. Mythologisch gehörendie 3 Sternbilder H., Becher u. Rabe zusammen.Die beiden letzten Bilder stehen in einer Windungder H. Specht.
Hydra (im Alterthum Hydrea), 1) Insel imÄgäischen Meer, nordöstl. von Morea, zur Nom-archie Argolis u. Korinth gehörig, 55 H>km groß.Die Insel ist felsig, hat ein düsteres Aussehen u.meist steile Küsten; der nicht fruchtbare Bodenbringt etwas Getreide, Mandeln n. Früchte her-vor. Die früher weit beträchtlichere Bevölkerungist auf etwa 8000 Köpfe herabgesunken. DieHydrioten sind indnstriös, thätig, ausgezeichneteSeeleute u. treiben nicht unbedeutenden Handel.— H. war von jeher ein unfruchtbares Felsen-eiland, nur von einzelnen Schiffern bewohnt. Erstim 15. Jahrh. ließen sich einzelne der Türken-herrschaft entfliehende albanesische Familien aufH. nieder, u. auch 1770, nach dem Russisch-türk-ischen Kriege, wanderten Griechen aus Moreadorthin aus. Die Hydrioten trieben Schifffahrtu. Handel mit großem Geschick u. dem glücklichstenErfolge. Ihre Handelsmarine war längere Zeitvor 1821, um welche Zeit die Einwohnerzahl an-geblich 40—50,000 betrug, eben so ausgezeichnet,als die Gewandtheit u. Kühnheit ihrer Seeleute,u. sie gewannen durch dieselbe bedeutende Reich-thümer. Während des Freiheitskrieges waren esbes. H. n. Spezzia, welche mit Jpsara (Psara),fast allein die Last des Seekrieges gegen die türk.Flotte trugen u. der Sache der Unabhängigkeit diegrößten Opfer brachten. Durch den Krieg wurdejedoch der Handel u. der Wohlstand der Insel ver-nichtet, u. sie hat sich von allen Verlusten, wozunoch im Frühjahre 1837 ein mehrere Wochen an-haltendes Erdbeben kam, noch nicht wieder erholenkönnen. 2 ) Hauptort der Insel, in welchem fastderen ganze Bevölkerung lebt; 1870: 7380 Ew.Die Stadt liegt an der WKüste auf einem Felsen,hat enge u. steile, aber reinliche Straßen u. schöneHäuser, einen sehr sicheren Hafen, ist Sitz einesBischofs, hat viele Kirchen, eine hellenische Schule,Baumwollen- u. Seidenweberei, Gerberei, Seifen-siederei, Schiffbau, bes. aber Handel und Schiff-fahrt. H- Berns.
Hydrabad, s. Haidarabad.
Hydrämie (v. Gr.), vermehrter Wassergehaltdes Blutes; entsteht nach Blutungen, nach ver-hinderter Wasserausscheidung durch die Nieren u.durch die Haut rc. Meist hat die H. Wassersuchtzur Folge.
ilvärangga L., Pflanzengattung der Laxrkra-gaesao - ÜxäranMas (X. 2), niedrige SträucherNordamerikas, Japans u. Ostindiens, mit gegen-ständigen Blättern und Trugdolden bildendenBlüthen, von denen die randständigen durch großeblumenblattartige, gefärbte Kelchabschnitte ausge-zeichnet sind, während die übrigen Theile derBlüthe abortiren. Die vollständigen Blüthen be-sitzen einen kleinen 5zähnigen Kelch, 5 Blumen-blätter, 10 Staubblätter, einen unterständigenFruchtknoten u. 2 Griffel: Frucht eine 2fächerigeKapsel, welche mit einem Loch zwischen denGriffeln aufspringt, Samen zahlreich, genetzt.
Hydrate.
Arten: 2. Hortensia SO. (Hortsnsia, op-nloiüssSam., H ortensie, zu Ehren von Hortense Lepeaute),mit rothen oder blauen sterilen Blüthen undeiförmigen, zugespitzten, gezähnten Blättern; hei-misch in China u. Japan, jetzt allgemein beliebteZierpflanze in Gärten u. Parkanlagen. 8. ar-borssosns S., mit herz-eiförmigen, gezähnten,unterseits etwas behaarten Blättern u. fast durch-weg fruchtbaren Blüthen; stammt aus NÄmerikau. wird bei uns in Parkanlagen gepflanzt; na-mentlich die var. nivsa mit unterseits
schneeweißfilzigen Blättern. 8, gnsroikolia Lar-tram, mit eiförmigen, buchtig-gelappten, unter-seits behaarten Blättern u. einer aus Trugdoldenzusammengesetzten Rispe; in Florida heimisch, beiuns auch in Parkanlagen gepflanzt. Engter.
Hydraotes, s. Hyarotis.
Hydrargillit (Gibbsit), Mineral, monoklin,bildet kleine, scheinbar hexagonale Krystalle, oder-kugelige, radialfaserige, oder körnig schuppigeMassen, licht röthlich-weiß oder farblos, perlmutter-». glasglänzend; Härte 2—3, spec. Gew. 2,^ bis2,<; durchscheinend; besteht aus Thonerdehydrat(^b>Os8g); Achmatowsk bei Slatoust am Ural,Villa-rica in Brasilien u. Richmond in Virginien.
Hydrate, Verbindungen mit Wasser. Nachder älteren chemischen Theorie faßte man zahl-reiche Verbindungen als H. auf, in denen manWasser als näheren Bestandtheil annehmen zumüssen glaubte. So betrachtete man die Basenals H. der Metalloxyde, die Säuren als H. vonwasserfreien Säuren (Säureanhydriden) u. schriebdem entsprechend auch die chemischen Formeln dieserKörper (Kalihydrat SO,SO, Kupseroxydhydrat(MO,SO, Schwefelsäurehydrat SOg,SO rc.). DasWasser wurde Hydratwasser oder chemisch ge-bundenes Wasser genannt. Zn dieser Annahmeglaubte man sich berechtigt durch die Erfahrung,daß ans vielen Basen beim Erwärmen sich Wasser-dampf entwickelt, während ein Metalloxyd zurück-bleibt, aber auch umgekehrt durch Zusammenbrin-gen eines wasserfreien Metalloxydes oder einerwasserfreien Säure mit Wasser wieder eine Basisbez. Säure darstellen kann; daß ferner bei derEinwirkung einer Säure auf ein wasserfreies Metall-oxyd unter Bildung eines Salzes Wasser abge-schieden wird (LOg,SO-I-OitO—SO„OuO-l-SO).So bequem sich nun auch nach dieser Hypotheseviele chemische Processe darstellen lassen, so genügendoch die oben angeführten Thatsachen keineswegszu ihrer sicheren Begründung. Denn daraus,daß z. B. das Kalihydrat (SO,SO) ans Kali(SO) u. Wasser (SO) entsteht, folgt noch nichr,daß es auch daraus besteht, sondern nur, daßdas Molecül SOz S die Bestandtheile eines Mo-lecüls Wasser enthält, ohne daß deßhalb die ein-zelnen Atome gerade so gruppirt zu sein brauchen,wie es die Formel SO, SO andeutet. Weiterspricht gegen jene Hypothese die durch dieselbe be-dingte vollständige Trennung der sog. Wasserstoff-säuren(wie Chlorwasserstoff-, JodwafferstofjsLure rc.)von den übrigen Säuren, mit denen sie doch invielen BeziehungendiegrößteÄhnlichkeithaben. Die-selben enthalten kein Wasser, geben aber trotzdembeim Zusammenbringen mit wasserfreien Metall-oxyden Salze u. Wasser (SO/-s-SO—O/Ss-SO);