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Hutchinson -
phen, geb. 8. August 1894 in Irland; studirteTheologie, errichtete eine Erziehungsanstalt inDublin, wurde 1729 Professor der Philosophie inGlasgow und st. 1747. Die von ihm gestifteteinoralphilosophische Schule gründete ihr Systemauf das Princip des Wohlwollens; er schr. u. a.:Inguirx into tlrs ori§. ok our icksas ok bsantxauä virtus, Lond. 1720 u. ö-, deutsch Frankfurta. M. 1762; Lasax ou tlrs uaturs null eouctuetok xasnions auä akksotious, Lond. 1728 u. ö.,deutsch Lpz. 1765; Lbiiosopbig.« moralis institutio,Rotterdam 1754, deutsch als Sittenlehre der Ver-nunft, Lpz. 1756, 2 Bde. Seine Werke gesam-melt, Glasgow 1772, 5 Bde. Bartling.'
Hutchinson, 1) John, engl. Philosoph, geb.1674 zu Spennythore in Uorkshire; war von 1693an Haushofmeister bei mehreren Vornehmen, zu-letzt beim Herzog von Somerset, durch dessenVerwendung er eine Sinecure erhielt, worauf ersich den Studien der Philosophie u. Bibel ganzwidmete; er st. 28. Aug. 1737; seine philosoph-ischen u. theologischen Werke gesammelt, London1749—65, 13 Bde. Seine eigenthümlichen phy-sikalischen Ansichten suchte er aus der Bibel zubeweisen; überhaupt fand er in der Bibel einvollkommenes System natürlicher Philosophie undTheologie, wobei er jedoch in der Exegese sehrgewaltsam verfuhr u. neben dem Wortsinne auchimmer noch einen höheren finden wollte. Er ver-teidigte die Lehre der Bibel als eine göttlicheOffenbarung, nn Gegensätze zu der dcrstischenRichtung seiner Zeit. Diese Offenbarung hielt erum so nöthiger für den Menschen, weil dessen Er-kennen, als durchaus abhängig von der Erfahr-ung, sich von dem Unsichtbaren keinen Begriffmachen könne. Seine Anhänger (Hutchinsoniaus)waren bes. in Oxford zahlreich, bildeten aber keinebesondere kirchliche Partei. Früher beschäftigte sichH. auch mit Mineralogie u. Mechanik u. fertigte1712 ein selbst von Newton für zweckmäßig er-achtetes, aber nicht vollendetes Instrument zurBestimmung der Meereslänge. 2 ) John Hely,Lord H., Baron von Alexandrien, englischer Ge-neral und Politiker, geb. 1757 in Dublin; trat1774 in Militärdienste, wurde in Paris, wo ersich vor der Revolution aufhielt, Freund LaFayettes u. trat im irischen Parlament als Ver-theidiger der Emancipation der Katholiken auf.1793 focht er mit dem von ihm errichteten Re-giment unter Cornwallis gegen die Rebellen inIrland und half den gelandeten französischen Ge-neral Humbert besiegen. Darauf machte er denFeldzug von 1794 als Generalmajor unter demHerzog von Jork mit u. wurde verwundet, fochtunter Abercromby 1799 in Holland u. später inÄgypten, zeichnete sich 1801 bei Alexandrien aus,erhielt, als Abercromby, bei Abukir geblieben war,den Oberbefehl über das englische Hilfscorps, er-oberte Damiette u. Ramanieh, schloß Kairo ein,zwang den franz. General Belliard 22. Mai zucapituliren u. den General Menou 31. Aug. sichbei Alexandria zu ergeben. Später zur Oppositionübergetreten, sprach er 1808 zu Gunsten derEmancipation der Katholiken, 1809 gegen dieExpedition nach Kopenhagen und gegen die nachWalcheren, klagte die Verwaltung 1810 wegen
— Hutscheu.
des mißlungenen Unternehmens auf Vließingenan, sprach seit 1822 zu Gunsten der Griechen u.zeichnete sich später besond. in der Emancipation^Frage als parlamentarischer Redner aus. 1825folgte er feinem älteren Bruder Richard als Grafvon Donoughmore u. starb 6. Juli 1832. 3)Thomas, anglo - amerikan. Staatsmann, geb.9. Sept. 1711 zu Boston u. gest. 3. Juni 178»zu Brompton bei London. Erst für den Handels-stand bestimmt, wandte er sich dann der Juris-prudenz zu. Seine Vaterstadt sandte ihn 1738als ihren Agenten nach London, u. er entledigtesich seiner Mission mit einem solchen Erfolge, daßer nach und nach zu den wichtigsten Ämtern be-rufen wurde. Während 10 Jahren Mitglied derColonial-Kammer von Massachusetts, ward er 3Jahre lang zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Von1749—1766 gehörte er dem Colonial-Conseil ann. bekleidete von 1758 — 1771 den Posten einesVice-Gouverneurs. In der Zwischenzeit (1760)war er auch noch zum Oberrichter gemacht wor-den. Indessen verdächtig, den Ansprüchen Eng-lands, namentlich aber der berüchtigten Stempel-acte günstig zu sein, sah er seine Wohnung zweiMal von einem wüthenden Bolkshaufen angegrif-fen, das zweite Mal, 26. Aug. 1765, sogar seinganzes Hausgeräth zerstört. Seine Unbeliebtheitbeim Volke diente ihm beim engl. Ministerium,das ihn 1770 zum Gouverneur von Massachusettsernannte. Als solcher zögerte er nicht, dem Mut-terlands Gewaltmaßregeln anzurathen. Vertrau-liche in diesem Sinne abgefaßte Briefe fielen indie Hände des damals als Agent der Colonie inLondon weilenden Franklin. Dieser sandte die ge-dachten Briefe an feine Mitbürger, die nun denKönig von England aufforderten, H. abzufetzen.Seine Führung erhielt jedoch die Zustimmung desengl. Ministeriums u. er blieb auf seinem Postenbis zur Ankunft des Generals Gaye, 13. Mai1774. Wenige Tage darauf reiste er nach Eng-land, wo er nur eine kleine Pension erhielt, undst. vergessen von der Regierung, der er die In-teressen seines Vaterlandes u. die seinen geopferthatte. Er schr.: Listorx ok tlrs 6oloux ok Lnssa-olrusstts Lag-, Lond. 1765—67, 2 Bde.; ^ brietstato ok tbs Claim ok tbs oolouiss, ebd. 1764; 6ol-lsotiou ok original papsrs relative to tbs bistoyok tlrs Oolonx ok Nansaobusstts Lax, ebd. 176».Sein Großsohn, der Geistliche John H. H., setztedie Geschichte Massachusetts aus H-s hinterlassemnPapieren bis 1794 (Lond. 1828) fort. Bartlmg.
Hüte, Adelspartei in Schweden im 18 . Jahrh.,welche, auf Frankreich sich stützend u. im Gegen-sätze zu der russisch gesinnten Partei der Mützen,Rußland bekriegen u. die von diesem weggenom-menen Provinzen wieder erobern wollte u. auch1788 über die Mützen den Sieg davontrug.Beide Parteien wurden als solche durch Gustavs III.Verfaffungsumsturz 1772 (zur Herstellung desabsoluten Königthums) niedergeworfen, obwol sichnamentlich die Adelspartei alsbald wieder rllhrleu. Glieder derselben den König ermordeten.
Hutpilze, s. Lxmsnomxostss.
Hntscheu, Stadt in der chinesischen ProvinzTschekiang, am Thaihu-See, berühmte Timen-sabrikation, bedeutender Handel, 100,000 Ew.