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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Holland -

Schriften des Lope de Bega, Land. 1806; Lebens-beschreibung seines Oheims Fox, 1808; gab die,Lloinoirs ok I-orä ValäsZravs, London 1822heraus; seine §orsiNi rsminisoorwos, London1850, u. Llom. ob ttzs IViAll ikart^ änrlnA mg-tims, London 1854, 2 Bde., herausgegeben vonseinem Sohn Henry Edward Fox Lord H. (geb.7. März 1802, gest. >8. Dec. 1859); vgl. Moylon,Opinions ob llorä L., as roüoräsä in tiw sonr-nnls ob tlrs Ironss ob I-oräs brom 1797 to 1840,Lond. 1841. 2) Josiah Gilbert, amerikan-ischer Schriftsteller, geb. 24. Juli 1819 zu Belcher-town im Staate Massachusetts, studirte zuerst Arzneiwissenschaft und ward, nachdem er theils eineröffentlichen Schule vorgestanden, theils an ver-schiedenen literarischen Unternehmungen sich be-theiligt hatte, 1870 Redactenr der bekannten Zeit-schrift Leribnsrs Nonbill/ zu Nem-Iork. Schonmanche Jahrs vorher hatte er öffentliche Vorles-ungen über sociale u. literarische Themen gehal-ten, zahlreiche Bücher geschrieben und diejenigendidaktischen Charakters unter den: PseudonymTimothy Titcomb veröffentlicht. Diese Serienenthalten unter anderen: Iwttrss to tlrs xonnA,New-Iork 1858; Oolä boil, ebend. 1859; I-ss-sons in llbs, ebend. 1861, und I-sttsrs to tlrsäonsssss, ebd. 1866. Seine anderen Schriftensind: Histor^ ob Wsstsrn Llassaotmsstts, Spring-field 1855, 2 Bde.; Mrs duz- pntll, eine Novelle,New-Iork 1857; Littsr-srvsst, ein Gedicht indramatischer Form, ebend. 1858; Mss Wbsrtsearoor, eine amerikan. Erzählung, ebend. 1860;iklain tallrs on baiviliar srrbjsots, ebd. 1865; Inboob ^.braüam I-inooln, Springfield 1865; Xattra-rina, ein Gedicht, New-Uork 1868; Mrs marblspropirvo^ und andere Gedichte, ebend. 1872, undL.rtllur Bonoioustis, eine Novelle, ebend. 1873.Eine vollständige Sammlung seiner Gedichte ver-öffentlichte H. unter dem Titel 6aruoreä sbsavss,New-Aork 1873. Bartling.

Holland, 1) Benedict von, Pädagog, geb.16. Dec. 1775 zu Obermedlingen bei Gundel-fiugen, studirte in der Schule der damaligen Reichs-abtei Neresheim, wo er 1792Noviz, 1799 Priester

и. 1800 Prof, der Theologie wurde. Nach 'Auf-hebung der Neichsabtei 1802 als Professor derLogik u. Physik an die Universität Salzburg be-rufen, gründete er 1803 das Lyceum Carolinumzu Neresheim, trat 1806 als Professor der Phi-losophie u. Direktor des Seminars zu Neubnrg ander Donau in bayer. Dienste, reörganisirte 1811das heute noch im Volksmund nach ihm benannte

к. Erziehungsinstitut zu München, welchem derselbeals Direktor (auch als Erzieher des HerzogsMaximilian in Bayern) bis 1824 Vorstand; dannOberstndienrath, 1826 in den Ruhestand, st. 18.Juni 1853. Ein seiner Zeit berühmter Pädagogn. Humanist, ausgezeichnet durch sein organisator-isches Talent. Auch Musiker n. Dichter. Von seinenzahlreichen gedruckten Reden verdient hervorgeho-ben zu werden die 1804 Epoche machende Schrift:Was fordert der Geist der Zeit von den höherenLehranstalten? Sein umfangreicher Nachlaß vonDichtungen, Memoiren rc. noch nngcdrnckt. Vgl.Beda Srnbenvoll, Äesch. des k. Erziehungs-Jn-stilutesfürStudirende(H-schesJnstitut)inMUnchen,

Hollar.

1874, S. 329385. 8) Wilhelm Ludwig,Germanist und Romanist, geb. in Stuttgart ii.'Aug. 1822, studirte in Tübingen u. Berlin, arbei-'tete noch ein Jahr in Paris, habilitirte sich 1847als Privatdocent in Tübingen u. erhielt hier spä-ter eine Professur. Schriften: Bruchstücke aus derChronik des Alfonso de Palencia, Tübing. 185g;Meister Altswert (mit Keller), Stuttg. 1850; Cre-stien von Troies, eine literaturgeschichtliche Unter-suchung, Tübing. 1854; Schauspiele des HerzogsHeinrich Julius von Braunschweig, Stuttg. 18S5;

1>a, estorla cks los sists inkantss äs Imra,Tüb. 1860; Buch der Beispiele der alten Weise»,Stuttgart 1860; Chretiens (Lsvalisr än Lgw»,Hannover 1862; Ausg. von Uhlands Schriftenzur Geschichte der Dichtung u. Sage (mit Kelleru. Pfeiffer), Stuttg. 186573; Briefe der Her-zogin Elisabeth Charlotte von Orleans, das. 1885bis 1875, 3 Bde.; Kritische Ausgaben von Uhlandspoetischen Werken, zuletzt 1876. 2) Zimm-rm-nn.

Holländer (Holländisches Geschirr, Cylinder),inPapierfabriken Maschine zur Zerkleinerung LerLum-pen u. deren Überführung in Halbzeug (Halbzeug-oder Halb-H.) n. in Ganzzeug (Ganzzeng-, Fein-zeug- oder Ganz-H.). Der H. besteht aus einemlänglichen Kasten aus Stein oder Eisen, der an denEnden abgerundet ist u. eine Längenwand enthält,welche die Seitenwände aber nicht erreicht. Zwi-scheu der Mittel- u. einer Seitenwand dreht sicheine mit Messern besetzte Walze ca. 150 mal inder Minute über feststehenden Messern (Grund-wert). Füllt man den Kasten mit Wasser undLumpen, so geräth die Masse in eine circulirendeBewegung und es werden die Lumpen bei ihremDurchgänge zwischen Walze und Grundwert zer-kleinert. Der H. faßt bis 75 Lumpen u. ver-arbeitet per St. bis 15 ir§ zu Halbzeug. Sollendie Lumpen gleichzeitig gewaschen werden, läßt manfortwährend frisches Wasser zufließen, während aneiner anderen Stelle das Schmutzwasser durch eineSiebeinrichtung (meist rotirendes Cylindersieb) ab-fließt. In neuerer Zeit verwendet man auch Ceu-trifugal-H. aus verstähltem Eisen, die ähnlich wir-ken wie Mühlsteine. Meseler.

Holländerholz (Holländerbalken), die schwerenEichen- und Nadelholzstämme, welche aus demSpessart, Schwarzwald rc. in Flößen auf demRhein nach Holland tranSportirt u. dort bes. zumSchiffbau verwendet werden.

Holländerin, Wasserschöpfmaschine, besteht ausHebeschauseln, welche von einer Windmühle in Be- !wegung gesetzt werden. k

Holländische Literatnr, s. NiederländischeLiteratur. ^

Holländische Malerei, ein Zweig der Nie-derländischen Malerei, welcher hauptsächlich dasniedere Genre, die Landschaft u. das Stilllebencultivirte; s. Niederländische Malerei.

Holländische Sprache, so v. w. Niederländ.Sprache.

Hollandsdiep, Mündungsarm der Maas, s. d.

Hollar, WenzelH. vonPrachna, berühmterböhm. Kupferstecher und Radirer, geb. 1607 zuPrag, gest. 1677 in London. H. bildete sich unterMerian in Frankfurt a. M., begleitete 1635 vonKöln ans den Grafen Arnndel über Prag und