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Hohlhandvogen — Hohvfen.
rechts unter Len 1., 5., 9. Kettfaden rc. fort; 2)von rechts nach links über den 2., 6., IS. Kett-faden; 3) von links nach rechts unter den 3.,
7 ., 11.; und 4) von rechts nach links über den
4., 8., 12. Kettfaden. Dann trennt sich die Kette
in 2 Ketten, welche nur an den Webeecken ver-bunden sind und nach der Abnahme vom Stuhlbildet das Ganze einen Schlauch. Über compli-cirtere H. siehe Lehrbuch der Weberei vonBeyssellu. Feldges. B-yss-ll.
Hohlhandvogen der Arterien, sov. w. Hand -bogen, s. Armarterien 4).
Hohlkehle, 1) überhaupt jede nach einem Zir-kelstück ausgehöhlts Rinne, bes. wenn sie znr Ver-zierung dient; 2) (Hohlleiste) kleines nach demeingebogenen Zirkelstück gebildetes Glied an denTheilen der Säulenordnung.
Hohlmaße, Gefäße von bestimmten körperlichemInhalt zum Messen von Flüssigkeiten, sowie vonMehl, Getreide, Obst, Kartoffeln, Kohlen rc. DieGrundlage der H. ist in den Ländern, in welchendas Metermaß eingeführt ist, das Liter.
Hohlmünzen, s. Bracteaten.
Hohltraverscn, bombensicher eingewölbte od.mit Eisen eingedeckte gemauerte Hohlräume, welcheauf den langen Linien der Festungswerke ange-legt werden, um dieselben gegen Seitenfener zusichern. Sie sind, bei durchschnittlich 2,g m Breiteund 6,o m Länge im Lichten zur Ausnahme derWallwachen u. der aus dem Kampf zurückgezogenenGeschütze bestimmt, um die letzteren für Len Mo-ment des Sturmes intakt zu erhalten. Auf denFacen der Werke, wo die H. von beiden Seitenher Feuer erhallen können, sind sie außer auf derVorderseite auch rechts und links mit Erde um-mantelt, auf den Flanken, wo sie hauptsächlichnur aus der Richtung der Facen feindliches Feuererwarten können, sind sie außer aus der Vorderseitenur links und nach der Hofseite zu ummantelt,während kehlwärts, wo auch der Eingang liegt,das Mauerwerk ohne Erdbeschüttung bleibt, I-
Hohlvene, s. u. Venen.
Hohlvenensack, so v. w. rechte Vorkammerdes Herzens, s. Herz.
Hohlivnrz, ist 1) Lorz-äsliis eava; 2) Lristo-loobis, rotnucia T,.
Hohlziegel, s. u. Ziegel.
Hohlzirkel, ein Zirkel mit auswärts gebogenenSchenkeln, hohle Sachen damit anszumessen.
Höhn, Georg, Landschafter der Gegenwart,geb. in Neustrelitz 1811, studirte an der BerlinerAkademie u. dann bei Blechen. H. lebt in Dessau,vielfach für den Hof beschäftigt u. malt meist Eichen-landschasten mit Wildstaffage. In der Nationalga-lerie in Berlin von ihm ein Klosterhof. Regnet.
Hohnstein, 1) (H. bei Stolpen) Stadt in derAmtShauptmannschast Pirna der königl. sächsischenKreishauptmannschast Dresden, an der Polenz, diehier den wildromantischen Tiefen Grund durch-fließt; altes, rheilweise zerfallenes Bergschloß (mitStrafanstalt), Weberei, Hopfenbau, älteste Merino-schäferei Sachsens (seit 1765); 1875: 1429 Ew.— H. war ursprünglich böhmisch u. gehörte denmächtigen Birken von der Duba, seit 1444 aberzu Sachsen, dessen Kurfürsten die Burg H. alsJagdschloß u. später, vom 16.—18. Jahrh., als
Staatsgesängniß benutzten. Am Fuße des Schloß-berges der Bärengarten, in welchem von 1609bis 1766 Bären gehegt wurden und Hetzjagdenstattfanden, und in der Nähe der Hockstein undBrand, Felsenpartien der Sächsischen Schweiz.Vgl. Götzinger, Beschreibung des Amtes H. mitLohmen, Freib. 1786; 2) Schloßruine auf einemHarzberge bei Neustadt unterm H. im Amte H. derpreuß. Landdrostei Hildesheim. Das Amt H. bildeteinen Theil der ehemaligen sehr bedeutenden Graf-schaft, welche das Gebiet auf der SSeite des Harzeszwischen Leine, Unstrut u. Helme umfaßte. DieGrafen von H. stammten von einem Großneffendes thüringischen Landgrafen Ludwig des Sprin-gers, Konrad von Sangershausen, ab, der im12. Jahrh. das (1627 zerstörte) Schloß H. er-baute. Sein Sohn Jlger I. gründete das SchloßJlburg, sein Enkel Jlger II. 1190 das Prämon-stratenserkloster Ilfeld n. nannte sich zuerst Grafvon H. Des Letzteren Nachkommen erwarbendurch Kauf, Tausch rc. die Herrschaft Lora, dieGrafschaft Klettenberg, die Stadt Ellrich, das AmtL-charzfels rc. und theilten sich 1350 unter Diet-rich V. n. Ulrich III. in 2 Hanptlinicn: die H.-Heldrungensche (später H.-Vierradtische) und dieH.-Lora-Klettenbergische Linie. Die letztere Liniestarb schon 1593 mit dem Grafen Ernst aus, dieerstere 1609 mit dem Grafen Wilhelm II., undnun zogen die Herzöge von Braunschweig-Wolfen-büttel als Landesherren die eigentliche GrafschaftH., die von Braunschweig-Grubenhagen das Amtscharzfels, der Bischof von Halberstadt die Herr-schaften Lora u. Klettenberg u. der Kurfürst vonSachsen Bedungen ein. Es entstanden indessenüber die Erbschaft heftige Streitigkeiten, die erstim Westfälischen Frieden geschlichtet wurden. Ge-genwärtig ist die Grafschaft mit Ausnahme desStiftes Walkenried, das zu Braunschweig gehört,im Besitze Preußens u. bildet Theile des Regbez.Erfurt und der Landdrostei Hildesheim. Vergl.K. Meyer, Chronik der Grafschaft H. rc., Nord-hausen 1875. H- Berns.
Hohofen (hierbei eine Tafel), ein großer,feuerfest gebauter Schachtofen für die Zwecke derVerhüttung der Erze, speciell zur Herstellung desRoheisens. Je nach der Höhe desselben, welchezwischen 8 n. 35 m schwankt, führt er den NamenKrummofen, Halb-H. od. H. Ein H. bestehtzunächst aus dem aus feuerfestem Material her-gestellten, fast immer kreisförmigen Kernschacht.Er hat gewöhnlich die Gestalt zweier mit denGrundflächen an einander gesetzter abgestumpfterKegel, deren oberer der Schacht, deren untererdie Rast heißt. Der unterste Theil der Rast,welcher sehr oft eine größere Wanüneigung alsder obere (die Rast im engeren Sinne des Wortes)hat, führt den Namen Gestell. In dem Gestell,in dem der Schmelzproceß vor sich geht, befindensich in bestimmter Anordnung in einer Ebene(Formebene) 6H 3—7 Öffnungen (0) mit einge-setzten konischen Röhren (Formen), in welche dieMundstücke (Düsen, Deusen) der Windleilungs-röhren, welche dem Ofen Lust zusiihren, eintreien,etwas tiefer eine Öffnung znm Abfluß der Schlacke(Schlackenfluß) u. endlich ganz am Boden einezum Abfluß für das Eisen (Stichloch), welche aber