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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
Entstehung
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Hoffmarms Tropfm Hofgeismar.

Hoffmann entstammt und seit ihrer Erhebung inden Grafenstand 1778 das Prädicat H. führt.Graf Johann Centurius, Entomolog undBotaniker, geb. 23. Aug. 1766 in Dresden, war178386 Offizier bei der sächsischen Garde, stu-Lirte in Leipzig u. Göttingen Naturwissenschaften,bereiste 1793 u. 1794 Ungarn u. mit H. F. Linku. Tilesius 17981801 Portugal in naturhistor-ischem Interesse, lebte dann bis 1804 wissen-schaftlich beschäftigt in Braunschweig wo er mitHellwig u. Jlliger seine Sammlungen ordneteu. Berlin u. seit 1816 in Dresden, wo er 13.Dec. 1849 st. Er ist Gründer des ZoologischenMuseums in Berlin durch die Überlassung seinerausgezeichneten Sammlung. Schrieb: Reise desGrafen H. in einige Gegenden Ungarns, Görl.1800, u. gab mit Link heraus: §Iors porbnAg-maBerl. 180933, 22 Hefte, Royal-Fol., ein Pracht,werk, dessen erste 18 Hefte er sich selbst 50,000Thlr. kosten ließ, die übrigen übernahm die preuß.Regierung; von seinen ungarischen Briefen gabI. Jähne einen Auszug, Görl. 1800. Thamb-qu."

Hoffmimns Tropfen (Ingnor nnoäzmnsminsraUa üloKmnnni. spiritna astüsrsna), Misch-ung eines Theils Äther mit 3 Thln. Alkohol;nervenstärkendes, belebendes Mittel, bei Ohnmäch-ten, Krämpfen, Nervenschwäche rc. angewendet,meist auf Zucker tropfenweise genommen.

Hoffmännsviolette oder Dahlinfarben sinddurch Aethylirung von Rosanilin gebildete Ani-linfarben in verschiedenen violetten Nuancen vongroßem Glanz.

Hoffmarmslvaldau, s. Hofmannswaldau.

Hoffmeister, 1) Franz Anton, Componist,geb. 1754 zu Rothenburg am Neckar, studirte inWien die Rechte, wandte sich aber der Musik zu,wurde Kapellmeister an einer Wiener Kirche undgründete eine Buch- und Musikalienhandlung,machte sich später frei, um sich aus Reisen zu be-geben. In Leipzig ließ er sich nieder u. gründetemit Kühnel das jetzt noch bestehende Lnronn äsmnsigns (Peters), zog sich aber 1805 wieder nachWien zurück, wo er 9. Febr. 1812 st. Schr. zahl-reiche Compositionen aller Gattungen, darunterLas Vater unser und die Oper Pslsmaoii. 8)Karl, Philolog, geb. 15. Aug. 1796 zu Billig-heim bei Landau, studirte zu Straßbnrg, Heidel-berg und Jena, wohin er seinem Lehrer Friesfolgte, Theologie und Philosophie, wurde 1821Rector des Progymnasiums zu Mörs, 1832 Ober-lehrer am Friedrich-Wilhelmsgymnasium zu Kölnu. 1835 Director des Gymnasiums in Kreuznach,aber 1842 nach Köln als Director des Friedrich-Wilhelmsgymnasiums zurückberufen, wo er 14.Juli 1844 st. Er schr.: Erörterung der Grund-sätze der Sprachlehre, Essen 1830; Die Weltan-schauung des Tacitus, ebd. 1831; Sittlich-religiöseLebensansicht des Herodotos, ebd. 1832; Romeo,oder Erziehung u. Gemeingeist, ebd. 183134,3 Bde., erwarb sich aber besonders Ruf u. Ver-dienst durch das Werk: Schillers Leben, Geistes-entwickelung u. Werke im Zusammenhang, Stuttg.18381842, 5 Bde., und die darauf folgendenSupplemente zu Schillers Werken: Aus seinem

Nachlaß im Einverständniß uder Familie Schillers herausgegeben,

bis 1841, 4 Bde. Aus -dem ersteren Werke lieferteViehoff einen Auszug unter dem Titel: SchillersLeben für den weiteren Kreis seiner LeserStuttg. 1846, 3 Bdchn.; in neuer Bearbeitung1876. 1) SiebenroL S> Eichhoff.

Hoffnung, das mit dem Glauben an Erlang,ung gepaarte Sehnen nach einem Gegenstandnach einem Erfolg rc. Ist die Möglichkeit derErlangung von vorn herein ausgeschlossen, so wirddie H. zu einer eitlen, selbst chimärischen. IstBibel bezeichnet im dogmatischen Sinne mit demWorte H. die Erwartung der göttlichen Gnade n.die Seligkeit der Gläubigen nach dem Tode. AlsGottheit wurde die H. in Griechenland (Kipn)öffentlich weniger, in Rom (8pss) sehr früh ver-ehrt und dargestellt als schlankes, leicht auf deaZehen schreitendes Mädchen, mit der Rechten eineGranatapfclblüthe vorhaltend, mit der Linken !msGewand leicht hebend. Mit dem Bilde des Le-ims svsnbus auf der Rechten ist sie die erfüllteH. Als in dem ehernen Zeitalter alle Götter dieErde verlassen hatten, blieb sie allein bei denMenschen zurück. In neuerer Zeit wird die H.als allegorische Person, meist mit dem Glaubenu. der Liebe verbunden, als weibliche Figur, anseinem Anker ruhend, dargestellt. Schrott.

HoffmmgskkNlf, Lrntio spsi, Kauf vonSachen,von denen cs noch ungewiß ist, ob sie überhauptzur Existenz gelangen, dann Lmbio rsi sxsratas,Kauf von Sachen, bei welchen es nur ungewißist, in welchem Maße und Umfange die Sachenexistiren werden. Im ersten Falle muß der Käuferden Preis auch entrichten, wenn gleich von demGehofften gar nichts zum Dasein kommt; bei deriZmtio rsi spsratns dagegen verliert das Geschäftseine Giltigkeit, wenn wider die beiderseitige Vor-aussetzung gar Nichts zur Existenz kommt u. soder Käufer leer ausgehen würde. Hoffnungs-Verträge (Gewagte Verträge), Verträge, beiwelchen die aus ihnen entstehenden Rechte undVerbindlichkeiten durch den Willen der Contraheu-ten von einem zwar bestimmten, aber an sich nochungewissen Erfolg abhängig gemacht werden.Dahin gehören der Spielvertrag, die Wette, Ver-sicherungsverträge, Bodmerei, Lotterien rc. Alseinen allgemeinen für dergleichen Verträge güt-igen Satz hat man zu betrachten, daß hierbeiwegen der Wagniß, welcher sich die Contrahentenhingebcn, die Rechtsmittel für eine Wiederauflös-ung derselben wegen Verletzung über die Hälftenicht stattfindeu. Im Übrigen bestimmt sich derUmfang der gegenseitigen Rechte u. Verbindlich-keiten nach der besonderen Natur eines jeden Ver-trages verschieden.t-

Hoffiltterung, so v. w. Stallfütterung.

Hof-Gastein, s. Gastein 3).

Hofgeismar, 1) Kreis im preuß. Regbez.Kassel, an der Weser, Diemel und Esse, durch-schnitten von den Linien Warburg-Kassel-Gerstun-gen (Hessische Nordbahn) u. Hümme-Karlshafeuder Bergisch-Märkischen Eisenbahn; 620,og fistmi(11,27 ÜM) mit (1875) 36,614 Ew. 3) Kreis-stadt darin, an der Esse, Station der Bergisch-Märkischen Eisenbahn (Hess. Nordbahn); höhere

Leinenweberei, chemischeebd. 1840! Fabrik, Gerberei, Malzfabrik, besuchte Märkte,

unter Mitwirkung Bürgerschule, Garnison,geben, ebd. 1840! Fabrik. Gerberei. Ma